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Unterhauswahl: Europa schaut auf Großbritannien

Demonstranten vor dem Wahllokal: Premier Cameron mit Ehefrau Samantha nach der Stimmabgabe Zur Großansicht
AFP

Demonstranten vor dem Wahllokal: Premier Cameron mit Ehefrau Samantha nach der Stimmabgabe

Die britische Unterhauswahl ist angelaufen, sie dürfte knapp ausgehen. Siegt Premier Cameron, wird es ein Referendum über den Verbleib in der EU geben - doch er muss um sein Amt bangen.

In Großbritannien hat die Parlamentswahl begonnen, deren Ausgang das Land einen Schritt weiter Richtung EU-Austritt bringen könnte. Die konservative Partei von Premierminister David Cameron und die größte Oppositionspartei Labour mit ihrem Spitzenkandidaten Ed Miliband liegen in Umfragen nahezu gleichauf. Daher ist völlig offen, welche Partei die neue Regierung stellen wird.

Da für keine der Volksparteien eine absolute Mehrheit in Sicht ist, wird wohl kleineren Parteien die Rolle als Königsmacher zukommen. Erste Prognosen werden nach Schließung der Wahllokale um 23 Uhr (MESZ) erwartet. Die Sitzverteilung im Unterhaus dürfte wegen des Mehrheitswahlrechts allerdings erst am Freitagmorgen feststehen.

Die britische Wahl wird in ganz Europa mit großem Interesse verfolgt. Cameron hat im Falle einer Wiederwahl ein Referendum über den Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union angekündigt. Miliband hingegen hat sich klar für einen Verbleib in der EU ausgesprochen.

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Wahlen zum Unterhaus: Großbritanniens Parteivorsitzende
Dominiert wurde der Wahlkampf vor allem von innenpolitischen Themen sowie der Einwanderungspolitik. Wahlberechtigt sind mehr als 45 Millionen Briten.

Umfragen zufolge haben die schottischen Nationalisten (SNP) die Chance, drittstärkste Kraft zu werden, gefolgt von den derzeit mitregierenden Liberaldemokraten. Die euroskeptische Ukip dürfte wegen des Mehrheitswahlrechts nur eine Handvoll Mandate gewinnen, obwohl die Partei landesweit in Umfragen prozentual die drittstärkste Kraft ist.

fab/dpa/Reuters

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insgesamt 3 Beiträge
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1.
bonngoldbaer 07.05.2015
"Cameron hat im Falle einer Wiederwahl ein Referendum über den Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union angekündigt." Das ist der beste Punkt in seinem Programm, aber trotzdem kein Grund, ihn zu wählen. Wenigstens bleibt den Briten auf jeden Fall die Groko-Katastrophe erspart.
2. Bleibt zu hoffen,
2469 07.05.2015
dass sich UK FÜR die EU entscheidet. Denn auf der Insel wird heute gewissermaßen das Schicksal Europas für die nächsten Jahre entschieden. Auch wenn es dazu wohl kaum kommen dürfte, wäre eine Koalition aus Labour, SNP und ggf. PC das beste, was UK passieren könnte, ökonomisch wie politisch. Ein klares Ja zur EU könnte zahlreiche akute Probleme lösen. Zumindest dann, wenn den Griechen Luft zum Atmen gelassen und eine ernsthafte Flüchtlingspolitik betrieben würde
3.
lanzelot72 07.05.2015
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich bin doch immer noch ziemlich überzeugt davon, daß das UK in keiner Weise das Schicksal eines halben Kontinents bestimmen wird. Ich verfolge die Wahl aus rein persönlichem Interesse, auch aus einem sehr emotionalen Interesse heraus, aber letztendlich interessiert es "Europa" an sich doch herzlich wenig. Ein paar Casinobanker in London dürften sich morgen allerdings anders fühlen. Entweder den Schampus aufmachen, oder aus dem Fenster springen. Oder vielleicht beides ? Das UK ist kein Empire mehr, Europa ist doppelt so groß wie die EU, und ... ach, who cares ...
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