Grafik zum politischen System So wählen die Briten

Die Briten stimmen über ein neues Unterhaus ab. Wie die Wahl abläuft, welche Rolle die Queen spielt, warum das System in der Kritik steht - alle wichtigen Informationen in der grafischen Übersicht.

Von und (Grafik)


insgesamt 77 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
TangoGolf 07.05.2015
1. umstritten?
was lässt Sie zu dem Schluss kommen, das Mehrheitswahlrecht in GB sei umstritten? Es stimmt zwar, dass eine Partei zwar mehr Stimmen erlangen kann, als sich dies in gewonnenen Wahlkreisen widerspiegelt, demokratietheoretsich ist das aber kein Problem. Denn ob des reinen Mehrheitswahlrechts gibt es in der Regel stabile Mehrheiten und die Abgeordneten sind zunächst ihrem Wahlkreis verpflichtet. In GB gibt es eben keine Listenplätze oder dergleichen, wie es etwa in Deutschland Unsitte ist. Gerade deswegen ist das Mehrheitswahlrecht immer auch eine gute (und sehr oft befürwortete, auch vom Spiegel) Alternative zum deutschen Verhältniswahlrecht.
senfreicher 07.05.2015
2. man sollte erwähnen,
dass eine mehrheit von 323 sitzen ausreicht, da die 5 sinn fein abgeordneten ihr mandat nicht ausüben werden.
brux 07.05.2015
3. Hinweis
Es fehlt der Hinweis, dass die Grenzen der Wahlkreise regelmässig von der Regierung manipuliert werden, damit man mit möglichst wenigen Stimmen den Wahlkreis gewinnt, während die Opposition in ihren Hochburgen möglichst viele braucht. Das britische Wahlsystem ist vor-demokratisch, was natürlich gut dazu passt, dass zweite Kammer und Staatsoberhaupt gar nicht gewählt werden.
disi123 07.05.2015
4. Wahlprinzip
Die Briten waehlen ihre Abgeordneten eben alle direkt und nicht wie in Deutschland wo die Parteien nach der Wahl entscheiden wer in den Bundestag geht.
cobden27 07.05.2015
5. Keine klaren Mehrheiten
"Denn ob des reinen Mehrheitswahlrechts gibt es in der Regel stabile Mehrheiten." Eben nicht mehr. Das deutsche Kaiserreich und Indien haben auch das Mehrheitswahlrecht und auch da gibt es keine klaren Mehrheiten. Das hört nämlich auf, wenn Regionalparteien wie die SNP ins Spiel kommen. Das Mehrheitswahlrecht bevorzugt Parteien, wenn sie in einer bestimmten Region stark sind. Im Ergebnis kann eine Partei, die 10 Prozent der Stimmen bekommt, aber in einer bestimmten Region konzentriert ist, mehr Abgeordnete haben, als eine Partei die 20 Prozent der Stimmen hat, die sich aber über das ganze Land verteilen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.