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Großbritannien: Zehntausende Briten protestieren gegen Sparkurs

Zehntausende Menschen sind in London auf die Straße gegangen, um gegen die Sparpolitik ihrer Regierung zu protestieren: Sie will die massiven Schulden vor allem mit Kürzungen im Gesundheitssystem und bei den Renten abbauen. Auch in Belfast, Glasgow und Rom gab es Demonstrationen.

Proteste gegen Sparmaßnahmen: "Steuergerechtigkeit, keine Steueroasen" Fotos
AFP

London - Angestellte des Öffentlichen Dienstes, Krankenhauspersonal, arbeitslose Jugendliche - sie alle haben am Samstag in London gegen die Sparpolitik der britischen Regierung protestiert. Es waren Zehntausende Menschen, die an der friedlichen Kundgebung teilnahmen. Sie hielten Schilder mit Aufschriften wie "Keine Kürzungen" und "Steuergerechtigkeit, keine Steueroasen" in den Händen.

"Die Regierung macht das Leben für Millionen von Menschen sehr hart", sagte Brendan Barber, einer der Organisatoren des Protestmarsches. Grund dafür seien "Lohnkürzungen für Arbeiter, während die Reichen Steuerkürzungen bekommen." Die Proteste seien "eine starke Botschaft, dass die Sparpolitik ein Misserfolg ist".

Der Chef von Unison, der größten britischen Gewerkschaft im öffentlichen Dienst, warf der konservativen Regierung von Premierminister David Cameron vor, mit ihren Kürzungen Hunderttausende Staatsbedienstete arbeitslos zu machen. "Wir können einfach nicht noch mehr hinnehmen", sagte Dave Prentis.

Großbritannien will seinen riesigen Schuldenberg vor allem mit Kürzungen etwa im Gesundheitssystem oder bei den Renten abbauen. Für 2013 hat Cameron weitere Einsparungen angekündigt.

Neben London wurde auch im nordirischen Belfast und im schottischen Glasgow protestiert. In Rom hatte die größte italienische Gewerkschaft Cgil zu einer Demonstration aufgerufen - und Zehntausende kamen.

aar/dpa/AFP/dapd

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insgesamt 19 Beiträge
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1. Wo waren eigentlich unsere Gewerkschaften
zeitmax 21.10.2012
in den letzten 10 Jahren? Auf Dauerurlaub? Oder exportweltmeisterbetäubt bzw. -bestochen? Jetzt dürfen wir für dieses falsch angehäufte "Guthaben" bluten - bei weiter wegbrechender Inlandsnachfrage... Das Kind ist im Brunnen, da helfen auch keine Alibi-Demos...
2. ...
Newspeak 21.10.2012
Wie wäre es eigentlich einmal mit einem europaweiten Generalstreik? Und die anschließende komplette Verstaatlichung und Enteignung ALLER Banken? Das wäre mal wirklich etwas, das sowas wie eine europäische Gemeinschaft stiften könnte.
3.
mulcahy@gmx.at 21.10.2012
Zitat von sysopAFPZehntausende Menschen sind in London auf die Straße gegangen, um gegen die Sparpolitik ihrer Regierung zu protestieren: Sie will die massiven Schulden vor allem mit Kürzungen im Gesundheitssystem und bei den Renten abbauen. Auch in Belfast, Glasgow und Rom gab es Demonstrationen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/grossbritannien-zehntausende-protestieren-gegen-sparkurs-a-862509.html
langsam, aber sicher kommen immer mehr menschen drauf, dass die eu ausschliesslich einer winzigen clique dient, die noch reicher werden möchte, unglücklicherweise gefördert von der eu. ganz genauso habe ich mir das friedensprojekt der eu nicht vorgestellt. die eu treibt immer mehr menschen in die verarmung und verzweiflung. ich glaube, die konsequenzen sind, ausser dem blinden befürwortern der eu, jedem bekannt oder zumindest vermutet. eu, ist das euer ziel, die menschen in bürgerkriege oder kriege zu treiben, um am wiederaufbau noch mehr geld zu verdienen?
4. EU-Astritt
cliff_mclane 21.10.2012
GB sollte sofort die EU verlassen und den Schweizerischen, bilateralen Weg gehen. 1. Vorteil für GB: Das spart WIRKLICH Geld 2. Vorteil für CH: Die Schweiz hätte endlich einen grossen Verbündeten.
5. Europa sagt:
GSYBE 21.10.2012
Danke Deutschland!
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