Großspenden: Deutsche Firmen steckten eine Million in US-Wahlkampf

Daimler, Siemens, Bayer: Deutsche Konzerne haben fleißig für den US-Wahlkampf gespendet. Bislang floss fast eine Million Euro in die Kassen von Obama, Clinton und Co.

Berlin - US-Töchter deutscher Konzerne haben umgerechnet fast eine Million Euro im US-Wahlkampf gespendet. Insgesamt seien 1,39 Millionen Dollar (rund 950.000 Euro) an Parteien und Kandidaten geflossen, berichtet die "Welt am Sonntag". Die Zeitung beruft sich auf eine Untersuchung des Center for Responsive Politics (CRP), einer unabhängigen US-Organisation, die auf Wahlkampf-Beobachtung spezialisiert ist.

Präsidentschaftsbewerberin Clinton: Favoritin der deutschen Konzerne
REUTERS

Präsidentschaftsbewerberin Clinton: Favoritin der deutschen Konzerne

Von den Spenden der deutschen Tochterfirmen gingen demnach 776.000 Dollar - also rund 56 Prozent - an die Demokraten. Die Republikaner bekamen 612.000 Dollar.

In den USA dürfen nur Bürger, aber keine Unternehmen direkt Geld an Parteien oder Politiker spenden. Dennoch werden Unternehmen die Spenden ihrer Mitarbeiter üblicherweise zugerechnet. Ein Grund dafür ist, dass viele Firmen eigens hochrangig besetzte Komitees schaffen, die Mitarbeiter-Spenden einsammeln und dann gebündelt weiterleiten.

Das Unternehmen mit dem bisher höchsten Spendenaufkommen ist laut der Analyse die Deutsche Bank (421.000 Dollar), gefolgt von Daimler (246.000 Dollar), T-Mobile (192.000 Dollar), Siemens (127.000 Dollar) und Bayer (126.000 Dollar).

Von den Präsidentschaftsbewerbern bekam die Demokratin Hillary Clinton mit 113.000 Dollar das meiste Geld aus deutschen US-Tochterfirmen. Dahinter folgen ihre innerparteilichen Konkurrenten Barack Obama (98.000 Dollar) und der inzwischen ausgeschiedene John Edwards (59.000 Dollar). Bei den Republikanern liegt der seit Donnerstag ebenfalls ausgeschiedene Mitt Romney (47. 000 Dollar) vor John McCain (46.000) und Mike Huckabee (5000 Dollar).

amz/AFP

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