Festnahme in Malaysia Student soll US-Computer für IS gehackt haben

Deckname "Th3Dir3ctorY": Einem Studenten aus dem Kosovo wird vorgeworfen, 1300 US-Militärangehörige ausgespäht und die Daten an die Terrormiliz "Islamischer Staat" weitergegeben zu haben. Nun wurde der Hacker in Malaysia festgenommen.


Ein Student aus dem Kosovo soll für die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) amerikanische Computer gehackt und persönliche Informationen über US-Militärangehörige weitergereicht haben. Der 20-Jährige wurde nach Hinweisen aus den USA in Malaysia festgenommen, wie die Polizei dort berichtete.

Die USA bemühen sich um Auslieferung, wie das Justizministerium in Washington mitteilte. Ermittlungen hätten ergeben, dass es sich bei dem Mann um einen "Terroristen-Hacker" handelt, sagte Vize-Chefankläger John Carlin. Dem Studenten drohen bei einer Verurteilung 35 Jahre Haft.

Er soll nach Angaben der US-Ermittler unter dem Decknamen "Th3Dir3ctorY" ein Hackernetzwerk von Kosovaren geleitet haben. Er habe E-Mail-Adressen, Passwörter, Wohnorte und Telefonnummern von mehr als 1300 US-Militärangehörigen ausgespäht und an den IS weitergeleitet. Die Terrormiliz soll sich im August auf Twitter mit den gehackten Daten gebrüstet haben.

aar/AP

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