USA Hacker legten Überwachungskameras vor Trump-Vereidigung lahm

Kurz vor der Vereidigungszeremonie des US-Präsidenten fielen plötzlich zwei Drittel der Polizeikameras aus. Hacker hatten mit einem Virus mehrere Computer infiziert. In Bukarest kam es nun zu Festnahmen.

Vereidigungszeremonie in Washington
AP

Vereidigungszeremonie in Washington


Acht Tage vor der Vereidigung von Donald Trump am 20. Januar zum US-Präsidenten entdeckten die Sicherheitsbehörden, dass mehrere ihrer Kameras nicht richtig funktionierten. Über mehrere Tage fielen zwei Drittel der Geräte aus. Das berichtet die "Washington Post." Offenbar steckte ein Hackerangriff dahinter.

Wie das Justizministerium mitteilte, wurden in diesem Zusammenhang am 15. Dezember zwei Rumänen in Bukarest festgenommen und jetzt in Abwesenheit in der US-Hauptstadt angeklagt. Dem Blatt zufolge wollen die USA ihre Auslieferung beantragen, um ihnen auf amerikanischen Boden den Prozess zu machen. Drei weitere Rumänen sollten in Europa vor Gericht gestellt werden.

Nach Angaben der Zeitung wurde am 12. Januar 2017 entdeckt, dass mehrere der insgesamt 187 im Freien angebrachten Polizei-Überwachungskameras nicht richtig funktionierten. Der Secret Service habe dann herausgefunden, dass Hacker am Werke gewesen seien, die Spam-Mails mit Erpressungssoftware an eine lange Liste von Empfängern verschickt hätten. Es habe dann ungefähr zwei Tage gedauert, das Problem zu lösen.

In dieser Zeit, zwischen dem 12. und 15. Januar, seien 123 der Videokameras außer Betrieb gewesen. Unklar blieb, ob die Hacker wussten, dass sie Polizeicomputer infizierten.

mho/dpa

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