Spritpreise in Haiti Ministerpräsident tritt nach gewaltsamen Protesten zurück

Seit Tagen haben zahlreiche Menschen auf Haiti gegen die geplante Benzinpreiserhöhung protestiert, einige kamen dabei zu Tode. Der Ministerpräsident hat nun reagiert.

Ministerpräsident Jack Guy Lafontant
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Ministerpräsident Jack Guy Lafontant


Nach anhaltender Kritik gegen eine geplante Erhöhung der Treibstoffpreise auf Haiti ist Ministerpräsident Jack Guy Lafontant zurückgetreten. Er habe seinen Rückzug am Samstag vor dem Parlament des Karibikstaats bekannt gegeben, berichtete der "Miami Herald". Der Politiker kam demnach einer Amtsenthebung durch ein Misstrauensvotum durch die Unterkammer des Parlaments zuvor. Er habe seinen Rücktritt dem Präsidenten des Landes auf der Insel Hispaniola mitgeteilt, so Lafontant.

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Geplante Bezinpreiserhöhung: Proteste auf Haiti

Vor rund einer Woche waren bei gewalttätigen Protesten mehrere Menschen ums Leben gekommen. Demonstranten steckten in der Hauptstadt Port-au-Prince Straßensperren in Brand, plünderten Geschäfte, attackierten Hotels an und zündeten Autos an. Kurz darauf wurden die Flughäfen des Landes geschlossen.

Die Regierung nahm die Preiserhöhung von bis zu 50 Prozent daraufhin vorerst zurück. "Wir verurteilen die Gewalt und den Vandalismus", schrieb Premierminister Jack Guy Lafontant am 7. Juli auf Twitter.

eaz/dpa



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