HarperCollins Schulbuchverlag streicht Israel von der Landkarte

Eine Welt ohne Israel: Was zahlreiche Antisemiten anstreben, ist in einem Atlas des internationalen Schulbuch-Giganten HarperCollins bereits Realität. Jetzt wird das Werk eingestampft.

HarperCollins-Kartenseite (bei "The Tablet"): Rücksicht auf "lokale Präferenzen"
The Tablet

HarperCollins-Kartenseite (bei "The Tablet"): Rücksicht auf "lokale Präferenzen"


Wenn Jordanien bis ans Mittelmeer reicht: Für den arabischen Markt hat der international agierende Schulbuch-Multi HarperCollins einen Atlas veröffentlicht, in dem Israel fehlt.

Wie die katholische, britische Wochenzeitung "The Tablet" berichtet, begründete ein Sprecher der für Landkarten zuständigen Verlagstochter Collins Batholomew diese Entscheidung damit, ein Nahostatlas, der Israel beinhalte, sei "inakzeptabel" für die Kundschaft am Persischen Golf. Aus Rücksicht auf "lokale Präferenzen" habe man sich deshalb entschlossen, das Land von der Karte zu streichen.

Landkarten ohne Israel waren bislang ein Propagandainstrument von Antisemiten und Israelkritikern - bis hin zur deutschen Linken-Abgeordneten Inge Höger, die sich öffentlich mit einem symbolträchtigen Schal zeigte, auf dem die Karte des Nahen Ostens ohne Israel zu sehen war.

In einem Statement bei Facebook hat sich der Verlag mittlerweile entschuldigt: "HarperCollins bedauert die Weglassung des Namens Israel" heißt es da etwas gewunden. Der Atlas sei aus dem Handel genommen worden, die Restauflage solle eingestampft werden.

sha

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.