Attacke in Helmand Afghane in Uniform erschießt drei US-Soldaten

In der südafghanischen Provinz Helmand hat ein Mann in afghanischer Armeeuniform drei US-Soldaten erschossen. Unbestätigten Angaben zufolge handelt es sich bei den Opfern um Angehörige einer Spezialeinheit. Es ist der dritte Angriff dieser Art binnen einer Woche.


Kabul - Ein Afghane in einer Militäruniform hat am Freitag in der südlichen Provinz Helmand drei US-Soldaten erschossen. Eine Nato-Sprecherin sagte, es sei noch unklar, ob es sich tatsächlich um einen Angehörigen der afghanischen Armee oder um einen Taliban-Attentäter handele. Es ist der dritte Angriff dieser Art allein in dieser Woche.

Nach Angaben der afghanischen Behörden waren die drei Amerikaner Mitglieder einer US-Spezialeinheit. Sie hätten am späten Donnerstagabend an einem Treffen im Bezirk Sangin teilgenommen. Die Angaben bestätigte die Nato bisher nicht, Details zu dem angeblichen Treffen wurden ebenfalls nicht bekannt.

Die Nato will 2014 die Verantwortung für die Sicherheit im Land den Afghanen übergeben. Die Kampftruppen und die meisten anderen Kräfte sollen bis dahin abziehen. Die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte wird durch solche Anschläge immer wieder zurückgeworfen, das Misstrauen auf Seiten der ausländischen Ausbilder nimmt zu.

In den vergangenen Monaten kam es immer wieder zu Angriffen von afghanischen Soldaten oder Polizisten auf die internationalen Truppen, im Nato-Jargon "green on blue shootings" genannt. Laut Nato sind seit Januar 24 solcher Attacken zu verzeichnen, 28 Menschen kamen dabei ums Leben. 2011 kam es zu 21 Angriffen mit 35 Todesopfern.

ffr/Reuters/AP

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Rodri 10.08.2012
1.
Ob die Nato je lernt, dass sie kein Mensch in Afghanistan haben möchte?!
Eutighofer 10.08.2012
2. Hilfe für Afghanistan
Respekt vor den US-Soldaten, die ihr Leben dafür gaben, dass in Afghanistan wenigstens Ansätze von Sicherheit und Ordnung existieren. Ohne westliche Truppen würde der Bürgerkrieg sofort massiv aufflammen und noch mehr Zivilisten das Leben kosten.
mr_spock 10.08.2012
3.
Zitat von sysopIn der südafghanischen Provinz Helmand hat ein Mann in afghanischer Armeeuniform drei US-Soldaten erschossen. Unbestätigten Angaben zufolge handelt es sich bei den Opfern um Angehörige einer Spezialeinheit. Seit Januar verzeichnete die Nato 24 solcher Angriffe. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,849278,00.html
Das ist eine andere Form von "Ami go home" Nicht schön aber deutlich.
doctorwho 14.08.2012
4.
Zitat von EutighoferRespekt vor den US-Soldaten, die ihr Leben dafür gaben, dass in Afghanistan wenigstens Ansätze von Sicherheit und Ordnung existieren. Ohne westliche Truppen würde der Bürgerkrieg sofort massiv aufflammen und noch mehr Zivilisten das Leben kosten.
soll man also für immer da bleiben ? die afghanen hatten zehn jahre zeit , sich zu organisieren ...... oder gab es da vielleicht eher interesse an den geldströmen die man nicht versiegen lassen will ? die usa buttern pro jahr hundert milliarden $ nach afg . das sollte man sich mal durch den kopf gehen lassen . was die "hochqualifizierten" deutschen strategen angeht verweise ich auf diesen artikel : www.german-foreign-policy.com (http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58399)
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.