Kabul - Ein Afghane in einer Militäruniform hat am Freitag in der südlichen Provinz Helmand drei US-Soldaten erschossen. Eine Nato-Sprecherin sagte, es sei noch unklar, ob es sich tatsächlich um einen Angehörigen der afghanischen Armee oder um einen Taliban-Attentäter handele. Es ist der dritte Angriff dieser Art allein in dieser Woche.
Nach Angaben der afghanischen Behörden waren die drei Amerikaner Mitglieder einer US-Spezialeinheit. Sie hätten am späten Donnerstagabend an einem Treffen im Bezirk Sangin teilgenommen. Die Angaben bestätigte die Nato bisher nicht, Details zu dem angeblichen Treffen wurden ebenfalls nicht bekannt.
Die Nato will 2014 die Verantwortung für die Sicherheit im Land den Afghanen übergeben. Die Kampftruppen und die meisten anderen Kräfte sollen bis dahin abziehen. Die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte wird durch solche Anschläge immer wieder zurückgeworfen, das Misstrauen auf Seiten der ausländischen Ausbilder nimmt zu.
In den vergangenen Monaten kam es immer wieder zu Angriffen von afghanischen Soldaten oder Polizisten auf die internationalen Truppen, im Nato-Jargon "green on blue shootings" genannt. Laut Nato sind seit Januar 24 solcher Attacken zu verzeichnen, 28 Menschen kamen dabei ums Leben. 2011 kam es zu 21 Angriffen mit 35 Todesopfern.
ffr/Reuters/AP
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