Blutgerinnsel im Kopf: Ärzte sagen vollständige Genesung für Clinton voraus

Das Blutgerinnsel im Kopf von Hillary Clinton wird keine bleibenden Schäden hinterlassen. Sie habe weder einen Schlaganfall noch neurologische Beeinträchtigungen erlitten, teilten ihre Ärzte mit. Die US-Außenministerin wird derzeit in einem New Yorker Krankenhaus behandelt.

US-Außenministerin Hillary Clinton am 6. Dezember 2012: Keine neurologischen Schäden Zur Großansicht
REUTERS

US-Außenministerin Hillary Clinton am 6. Dezember 2012: Keine neurologischen Schäden

Washington - US-Außenministerin Hillary Clinton wird ihren Ärzten zufolge nach der Behandlung eines Blutgerinnsels zwischen Gehirn und Schädeldecke vollständig genesen. Die Ministerin habe weder einen Schlaganfall noch neurologische Schäden erlitten, erklärten sie am Montag. Das Gerinnsel liege hinter ihrem rechten Ohr und werde mit Blutverdünnungsmitteln behandelt. Wann Clinton aus dem Krankenhaus entlassen werden kann, sagten sie nicht.

Das Gerinnsel ist laut früheren Angaben die Folge einer Gehirnerschütterung, die Clinton Mitte Dezember bei einem Sturz nach einem Ohnmachtsanfall wegen Dehydrierung erlitt. Diese wiederum sei durch einen Magen-Darm-Virus verursacht worden. Die Ministerin ist seit dem 7. Dezember nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden. Auf Rat ihrer Ärzte sagte sie mehrere Auslandsreisen ab. Clinton wird im New Yorker Presbyterian Krankenhaus behandelt.

Bisher hieß es, Clinton arbeite von zu Hause aus und werde am Montag an ihren Schreibtisch im Ministerium zurückkehren. Die Chefdiplomatin war während ihrer vierjährigen Amtszeit unermüdlich gereist und hatte rund 400 Tage im Flugzeug verbracht. Vor einigen Monaten kündigte die Ehefrau des früheren demokratischen Präsidenten Bill Clinton an, sich von ihrem Amt zurückzuziehen. Als ihren Nachfolger nominierte Präsident Barack Obama den Senator John Kerry.

Schon einmal eine Thrombose im Bein

In einem Interview im Oktober 2007 hatte Clinton über ein Blutgerinnsel in ihrem Bein gesprochen, das sie 1998 erlitt. Die Thrombose sei der "schlimmste gesundheitliche Schreck" ihres Lebens gewesen, sagte Clinton der "New York Daily News". "Es war erschreckend, weil du es sofort behandeln musst - du willst ja nicht riskieren, dass es sich löst und sich in dein Gehirn, dein Herz oder deine Lungen bewegt", sagte Clinton damals. Sie sei aber vollständig genesen und habe nicht länger blutverdünnende Medikamente einnehmen müssen. "Ich hatte Glück. Wir konnten es vollständig auflösen, und es gab keine weiteren Konsequenzen."

cai/cib/dapd

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