Korruptionsvorwürfe FBI untersucht Clinton-Stiftung

Hat Hillary Clinton Geldgebern politische Gegenleistungen gewährt? Diesem Vorwurf geht laut US-Medien das FBI nach. Ein Sprecher der Politikerin nennt das ein "Täuschungsmanöver" der Republikaner.

Hillary Clinton (Archivbild von September 2017)
DPA

Hillary Clinton (Archivbild von September 2017)


Das US-Justizministerium lässt laut amerikanischen Medienberichten seit Monaten untersuchen, ob sich die Clinton Foundation der Korruption schuldig gemacht hat. Dabei gehe es hauptsächlich um die Frage, ob Spendern im Gegenzug zu ihren Geldgaben politische Wohltaten versprochen oder gewährt wurden, als Hillary Clinton von 2009 bis 2013 Außenministerin war.

Die Bundespolizei FBI, die dem Ministerium unterstellt ist, prüfe außerdem, ob steuerfreie Vermögenswerte der Stiftung für persönliche oder politische Zwecke verwendet wurden und ob sich die Einrichtung an Steuergesetze hielt.

Wie es weiter heißt, knüpfen die Ermittlungen an Untersuchungen an, die bereits vor der Präsidentschaftswahl 2016 eingeleitet, aber dann zurückgefahren worden waren. Hillary Clinton war seinerzeit Spitzenkandidatin der Demokraten und unterlag dem Republikaner Donald Trump. Welche speziellen Vorgänge das FBI bei den Ermittlungen ins Visier nimmt, blieb zunächst unklar.

Wollen die Republikaner von der Russlandaffäre ablenken?

Der Sprecher von Hillary Clinton, Nick Merrill, nannte die Untersuchungen ein "Täuschungsmanöver". Dahinter stecke das republikanische Ziel, von den laufenden Ermittlungen in der Russlandaffäre abzulenken, zitierten ihn Medien.

Bei diesen Untersuchungen geht es um mögliche Absprachen des Trump-Lagers mit Russland zur Beeinflussung der Wahl. Die Republikaner hatten im vergangenen Jahr Justizminister Jeff Sessions wiederholt aufgerufen, die Aktivitäten der Clinton-Foundation unter die Lupe zu nehmen.

Die Stiftung wird von Ex-Präsident Bill Clinton, Hillary Clinton und Tochter Chelsea betrieben und dient vor allem der Förderung von Projekten in Entwicklungsländern.

cte/dpa



insgesamt 27 Beiträge
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zaldarie 05.01.2018
1. Schon wieder?
Wurde schon eine gefühlte Million Mal gemacht, das Ergebnis ist immer das gleiche, Clinton hat sich rein gar nichts zu Schulden kommen lassen. Die Clinton Foundation ist eine von unabhängigen Watchdogs mit besten Ratings versehene gemeinnützige Organisation die unzähligen Menschen geholfen hat, ganz im Gegensatz zu Trumps Fake-Charity die mehrmals Strafen zahlen musste wegen der Veruntreuung der Gelder von Spendern... Das ist nur eine Ablenkung und Teil der inzwischen jahrzehntelangen Obsession der Republikaner rund um die ach so böse Clinton.
FinWir.de 05.01.2018
2. Die bekannten Spender finde ich persönlich deutlich bedenklicher
Alle bedeutenden Länder und Persönlichkeiten der arabischen Welt stehen auf der Spenderliste von Hillary Clinton unter anderem auch Saudi Arabien. Das eine Frau, die nach außen sich gerne als Frauenrechtlerin gibt und von der brutalsten Diktatur im Nahen Osten Geld annimmt, ist höchst fragwürdig. Letzten Endes kann man sagen, das die Amerikaner die Wahl zwischen Pest und Cholera hatten, am Ende verlieren Demokratie und Gesellschaft. Vielleicht schafft es ja Bernie Sanders beim nächsten Anlauf.
bigmitt 05.01.2018
3. zaldarie
Mit dieser Meinung was die Clinton Foundation angeht dürften Sie ziemlich alleine dastehen. Es wird weiter ermittelt weil es einen neuen FBI Chef und einen neuen Justizminister gibt denen wohl mittlerweile klar geworden ist das so einiges nicht den Standards der Behörde genügte unter ihren Vorgängern. Wenn ich hier lese das die Bemühungen gedrosselt wurden weil Frau Clinton Präsidentschaftskandidatin war dann ist das höchstbedenklich. Ich erwarte Auch das die E-Mail Untersuchung neu aufgenommen wird, da mittlerweile klar wurde das streng vertraulich eingestufte Mails vom Clinton Server auf Anthony Weiners Laptop gewesen sind.
aurichter 05.01.2018
4. Soll man jetzt lachen?
Zitat / Das US-Justizministerium lässt laut amerikanischen Medienberichten seit Monaten untersuchen, ob sich die Clinton Foundation der Korruption schuldig gemacht hat. Dabei gehe es hauptsächlich um die Frage, ob Spendern im Gegenzug zu ihren Geldgaben politische Wohltaten versprochen oder gewährt wurden, als*Hillary Clinton*von 2009 bis 2013 Außenministerin war. Die Bundespolizei FBI, die dem Ministerium unterstellt ist, prüfe außerdem, ob steuerfreie Vermögenswerte der Stiftung für persönliche oder politische Zwecke verwendet wurden und ob sich die Einrichtung an Steuergesetze hielt./Ende. Ein Witz oder? Was macht denn Donald Trump seit seiner Ernennung zum POTUS ? Da werden permanent Vorteile verteilt und Steuergesetze ignoriert. Nur noch lächerlich.
t.malinowski 05.01.2018
5.
Fragen Sie doch mal die Leute in Haiti wieviel die Clinton-Foundation dort geholfen hat. Lesen Sie mal ein wenig auf Wikileaks um das Prinzip Pay-to-Play besser zu begreifen. Machen Sie selbst Recherche im Internet nach dem Dreck den die Clintons seit ihrer Zeit in Arkansas so am Stecken haben anstatt der Presse blind zu glauben, die sich deutlich als Pro-Clinton bewiesen hat während des Wahlkampfs und des ersten Jahres der Trump-Regierung. Ich versichere ihnen, als Trump sagte daß er den Sumpf trocken legen wird hat er das vollkommen Ernst gemeint. https://www.whitehouse.gov/presidential-actions/executive-order-blocking-property-persons-involved-serious-human-rights-abuse-corruption/
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