Colombia - Hillary Clinton kann nicht nur Politik - sie kann auch Spaß. Fotos zeigen die US-Außenministerin, wie sie nach Mitternacht am Rande des Amerika-Gipfels in Kolumbien in der Salsa-Bar "Café Havana" Bier aus der Flasche trinkt, ausgelassen tanzt, die Arme in die Luft schwingt. Sie lacht mit Mitarbeiterinnen. "Sie sah aus, als hätte sie eine tolle Zeit gehabt", sagte ein Augenzeuge. Das US-Außenministerium bestätigte das nächtliche Vergnügen Clintons. Auf die Frage, ob sie Spaß gehabt habe, gab ein Mitarbeiter die knappe Auskunft: "Viel".
Am nächsten Tag musste Clinton sich wieder auf politischem Parkett bewegen. Der Gipfel in der Stadt Cartagena endete ernüchternd - und ohne große Neuigkeiten. Eine gemeinsame Erklärung konnten die fast 30 Staats- und Regierungschefs nicht finden. Grund waren Unstimmigkeiten über den Umgang mit Kuba. Die USA und Kanada beharrten darauf, Kuba auch künftig die Teilnahme an dem Regionalforum zu verweigern - und stellten sich damit gegen alle anderen Länder. Außerdem gab es Uneinigkeit über die von Argentinien geltend gemachten Ansprüche auf die zu Großbritannien gehörenden Falkland-Inseln.
"Es gibt keine Erklärung, weil es keinen Konsens gibt", sagte der Gastgeber, der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos. Man sei allerdings überein gekommen, sich 2015 in Panama zu treffen. In drei Jahren sei dann hoffentlich auch Kuba dabei, sagte Santos. Seit 1962 ruht Havannas Mitgliedschaft in der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS), die den Gipfel organisiert.
Am Rande des Gipfels haben mutmaßliche Prostituiertenbesuche von Mitarbeitern des US-Secret-Service am Gipfelort in der Hafenstadt Cartagena großen Wirbel ausgelöst. US-Präsident Obama kündigte "rigorose Aufklärung" an.
anr/Reuters/dpa
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