Newsblog zur US-Wahl US-Behörden prüfen Anschlagswarnungen für New York City

Die Warnungen sind unkonkret - aber dennoch beunruhigend. US-Sicherheitsbehörden prüfen derzeit Hinweise auf Anschläge in New York City am Wahltermin. Alle Wendungen im Newsblog.

Polizei am Times Square in New York
DPA

Polizei am Times Square in New York


@@17.30

FBI prüft Hinweise auf Anschläge

US-Bundesbehörden haben vor Anschlägen der al-Qaida auf New York City am Wahltermin am Dienstag gewarnt. Die Polizei erklärte, die Hinweise seien unkonkret und würden geprüft. Man arbeite dabei mit der Bundespolizei FBI und anderen Sicherheitsbehörden zusammen.

Ein Sprecher der für die Flug- und Seehäfen zuständigen Port Authority bestätigte die Warnung, nannte jedoch keine Einzelheiten. Aus Regierungskreisen in Washington will die Nachrichtenagentur Reuters erfahren haben, dass es sich um unkonkrete Hinweise auf eine vergleichsweise niedrige Bedrohung durch die Islamistengruppe handele.

Der Sender CBS News hatte ohne Angabe von Quellen berichtet, die US-Geheimdienste hätten die Behörden in den Bundesstaaten New York, Texas und Virginia über etwaige Anschlagspläne der al-Qaida für Montag gewarnt. Genaue Ortsangaben wurden nicht gemacht. Das FBI erklärte dazu allgemein, die Terrorabwehr in den USA sei wachsam.


@@6 Uhr

Politische Debatten? Gesundheitsgefährdend!

Die Fronten in diesem Wahlkampf sind verhärtet, Anhänger und Gegner der beiden Kandidaten stehen sich unversöhnlich gegenüber. Kommt es zu politischen Diskussionen, könnte es sogar gefährlich für die Gesundheit werden. Davor warnt nun ein Krankenhaus in New York. In dem Fitnessstudio auf einer der Stationen hängt nun eine Warnung: Weil dort Menschen mit Herzbeschwerden behandelt würden, seien politische Debatten verboten.

Managerin Jessica Swiatocha sagte dem Sender WCBS-TV, sie habe das Schild aufgehängt, nachdem sie Patienten beobachtet hatte, die sich über die US-Wahl aufgeregt hatten. Den Stresspegel der Patienten in die Höhe zu treiben sei das Letzte, was man auf der Station wolle.

Sie habe nichts gegen die freie Rede, sagte Swiatocha. Das gelte auch für politische Diskussionen - allerdings nur in einer ruhigen, unaufgeregten Weise.

@@3.45 Uhr

Eric Trump schießt über das Ziel hinaus

REUTERS

Der Ku-Klux-Klan steht für Rassimus und Judenhass. Und der ehemalige Anführer David Duke wirbt offiziell für Donald Trump. Während sein Wahlkampfteam die Unterstützung von Ku-Klux-Klan-Anhängern bereits früher zurückwies, hatte Trump selbst noch im Februar eine Distanzierung vermieden - trotz expliziter Aufforderung.

Nun hat offenbar Eric Trump, der Sohn des Kandidaten, versucht, Distanz zu schaffen. Er war bei einem Radiosender in Denver zu Gast, und der Moderator Ross Kaminsky behauptete, Duke habe eine Kugel in den Kopf verdient. "Wenn ich genau das sagen würde, was Sie gerade gesagt haben, würde ich umgebracht werden. Aber ich glaube, ich sage es trotzdem", zitiert unter anderem CNN Eric Trump. "Der Typ hat tatsächlich eine Kugel verdient."

Die Anhänger des Klans seien "furchtbare Menschen", sagte Eric Trump. Die Bemühungen, seinen Vater in die Nähe von Duke zu rücken, seien lediglich ein Ablenkungsmanöver des politischen Gegners.

@@3 Uhr

"Time"-Cover kündigt das nahe Ende an

Das renommierte "Time-"Magazin widmet dem US-Wahlkampf erneut eine Titelgeschichte. Auf dem Cover sind die Kandidaten Trump und Clinton zu sehen, sie lachen und halten gemeinsam ein Schild in den Händen. Darauf steht: "Das Ende ist nah." Den zugehörigen, kostenpflichtigen Artikel finden Sie hier.

@@1.30 Uhr

¡Hola! Les habla Tim Kaine

AP

Tim Kaine, Senator aus Virginia und Vize-Kandidat von Hillary Clinton, hat um spanischsprachige Wähler geworben. US-Medien zufolge ist es wohl die erste Wahlkampfrede, die komplett auf Spanisch gehalten wurde.

Kaine war zu Besuch in Phoenix und redete rund eine halbe Stunde lang, es ging unter anderem um Einwanderung und Wirtschaftsfragen. Und natürlich erwähnte er auch Donald Trump und dessen beleidigende Äußerungen gegenüber Latinos. "Es ist wichtig, dass unsere Kampagne die Sprache spricht, die so viele Familien im Land sprechen", sagte Kaine.

Seine Rede hatte Kaine zuvor via Twitter angekündigt - auf Spanisch:

@@23.50

Cubs-Fan Hillary Clinton will ebenfalls Geschichte schreiben

Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hatte gestern ordentlich Grund zum Jubeln. Erstmals seit 1908 hat ihr Team - die Chicago Cubs - die World-Series im Baseball gewonnen. Der historische Sieg scheint die Demokratin zu inspirieren.

"Vielleicht wird in wenigen Tagen noch mehr Geschichte geschrieben," kommentierte Clinton den sportlichen Triumph ihrer Heimatstadt. Auch auf dem Kurznachrichtendienst Twitter teilte Clinton ihre Freude.

"Sie haben es geschafft. Nach 108 Jahren ist die Dürre endlich vorbei. So macht man Geschichte," twitterte die Präsidentschaftskandidatin am Morgen.

Clinton ist in einem Vorort von Chicago aufgewachsen. Sie erinnerte daran, dass Frauen beim letzten Sieg der Cubs noch kein Wahlrecht in den USA besaßen. Clinton könnte am 8. November als erste Frau ins Amt des US-Präsidenten gewählt werden.

@@19.48

Melania Trump hält erste Wahlkampfrede

Sie zeigte das Victory-Zeichen, freute sich sichtlich über den warmen Empfang der paar hundert Zuschauer und las dann rund 15 Minuten lang eine Rede vom Teleprompter ab: Melania Trump hat fünf Tage vor der US-Wahl-Entscheidung ihre erste Rede in diesem Wahlkampf gehalten. Die Ehefrau des republikanischen Präsidentschaftskandidaten trat in der Nähe von Philadelphia im Bundesstaat Pennsylvania auf.

Pennsylvania ist einer der sogenannten Battleground States der USA, wo das Rennen immer besonders eng ist. Melania Trump sollte vor allem bei weiblichen Wählern für Sympathien werben, bei denen hat ihr Mann nach vielen Skandalen um Sexismus und Vorwürfen sexueller Übergriffe einen besonders schweren Stand.

Melania Trump sprach von den Anhängern ihres Mannes als einer "Bewegung", damit überhöhte sie sozusagen seine Bedeutung über Parteigrenzen hinaus. Sie schilderte ihren Lebensweg als junges Model aus Slowenien über Westeuropa in die USA. Sie habe hart gearbeitet, um sich als Einwanderin den Traum von der amerikanischen Staatsbürgerschaft zu verwirklichen.

Als First Lady, so Trump, wolle sie sich für die Interessen von "Frauen und Kindern" einsetzen, besonders gegen Cybermobbing von Kindern und Jugendlichen kämpfen. Die Menschen in Amerika sollten einander mit "Respekt und Freundlichkeit" begegnen, auch, wenn sie unterschiedlicher Meinung seien. Diese Botschaft erstaunt insofern, als es vor allem ihr Mann Donald ist, der seit Beginn seines Wahlkampf den politischen Gegner und jeden, der ihn kritisiert, mit Beschimpfungen überzieht, vor allem Trumps Twittertiraden sind berüchtigt.

Melania Trump hatte keine politische Rede mehr gehalten seit einem peinlichen Auftritt bei Parteitag der Republikaner im Sommer. Damals hatte sich herausgestellt, dass Teile ihrer Rede ausgerechnet bei Michelle Obama abgekupfert gewesen waren.

@@10.35

Obama warnt vor Trump

Die Aussicht auf einen Wahlsieg des Rechtspopulisten Donald Trump hat US-Präsident Barack Obama zu einer ernsten Mahnung an die Wähler veranlasst.

Barack Obama in North Carolina
REUTERS

Barack Obama in North Carolina

"Das Schicksal der Republik liegt in euren Händen", sagte Obama am Mittwoch bei einem Wahlkampfauftritt für die Demokratin Hillary Clinton in Chapel Hill. "Das Schicksal der Welt steht am Abgrund." Trump, der in Umfragen deutlich zugelegt hat, sei "beispiellos unqualifiziert" für das Präsidentenamt.

Obama redete den Bürgern ins Gewissen: Es liege nun an den Wählern in den USA, die Entwicklung "in die richtige Richtung zu treiben". Bei der Wahl stehe "unsere Demokratie zur Abstimmung". Ebenfalls zur Abstimmung stünden der Anstand, die Gerechtigkeit und der Fortschritt in den USA. Obama rief seine Anhänger eindringlich zur Stimmabgabe auf, weil es in einer knappen Wahl auf jede Stimme ankomme.

In Obamas Worten spiegelte sich die zunehmende Nervosität der US-Demokraten angesichts der jüngsten Umfragewerte wider. Clinton hatte lange als haushohe Favoritin für die Wahl am kommenden Dienstag gegolten. Inzwischen liegt sie in Umfragen aber Kopf an Kopf mit Trump.

@@9.05

Liebe ist nicht der Soundtrack dieses Wahlkampfs

Erinnert sich noch jemand an Bernie Sanders, Held der Linken in den USA, Advokat für einen starken Staat?

Bernie Sanders, inzwischen #TeamHillary
REUTERS

Bernie Sanders, inzwischen #TeamHillary

Die Webseite "The Daily Beast" hat eine Sammlung der fünf schönsten, rührendsten, irritierendsten Polit-Werbespots des Wahljahres zusammengestellt - und Sanders, seit der parteiinternen Niederlage gegen Hillary Clinton aus dem Rennen, ist noch mal dabei.

Es schickte eine Botschaft der Liebe in einem Wahlkampf, der vor den Hauptfiguren Trump und Clinton in den vergangenen Wochen mit Bitterkeit und Hass geführt wurde. Bernie beschwor, untermalt mit dem Song "America" von Simon & Garfunkel, ein einiges Land. 2016 offenbar nicht der Sound, der die Mehrheit der US-Bürger bewegt:

In einem Clip, der wie ein Trash-Mashup gegen Trump wirkt, buhlt in Wahrheit das Team des republikanischen Kandidaten um die indische Community in den USA. Ein wilder Ritt, zwischen Platitüden und Bollywood:

Aus Clintons Lager steuert "The Daily Beast" noch die anrührende Geschichte des muslimischen Soldatenvaters bei, dessen Sohn Humayun Khan starb, als er sich im Irak einem nahenden Selbstmordattentäter in den Weg stellte. Er opferte sich, um seine Kameraden zu beschützen:

@@7.55

Cool bleiben, Donald

"Make America Great Again"-Kappe
REUTERS

"Make America Great Again"-Kappe

Das Team um Donald Trump wittert angesichts steigender Umfragewerte sechs Tage vor der US-Präsidentschaftswahl Morgenluft - und fürchtet die Unberechenbarkeit des eigenen Kandidaten.

Sei "nett und cool", hätten ihm seine Berater gesagt, witzelte Donald Trump bei einem Wahlkampfauftritt in Pensacola, Florida. Er solle locker bleiben, möglichst "keine Extratouren". Und weiter: "Bleib beim Thema, Donald" - was der Kandidat auch tat. Er sprach über Inhalte - und natürlich über das Lieblingsthema seit einer Woche: E-Mails, die Clinton in ihrer Zeit als Außenministerin schrieb.

Warum das an sich dröge Thema elektronische Post in diesem irren Wahlkampf zum Aufreger taugt und was FBI-Chef Comey damit zu tun hat, lesen Sie hier:

Macht das FBI Wahlkampf für Donald Trump? Und: Wer genau ist eigentlich der unglückselige James Comey?

@@6.25

"Vote Trump"

Kirche in Greenville, Mississippi
AP

Kirche in Greenville, Mississippi

In der Nacht zum Mittwoch ist in Greenville im US-Bundesstaat Mississippi die Kirche einer mehrheitlich schwarzen Gemeinde nahezu vollständig ausgebrannt. Am Tag danach bestätigte der Feuerwehrchef der Stadt: Es war Brandstiftung.

Verstörend ist das Bild der rußgeschwärzten Fensterhöhlen besonders, weil ein Graffiti in silberner Sprühfarbe die Außenwand der Kirche verunstaltet. In krummen Lettern steht dort: "Vote Trump" - wählt Trump.

Nach dem Täter wird gefahndet, der Bürgermeister der Stadt geht von "Hate Crime" aus, von einem sogenannten Hassverbrechen. Ob die gesprühte Wahlempfehlung vor oder nach dem Anschlag angebracht wurde, und von wem, ist nicht bekannt.

Bei einem Wahlkampfauftritt in Florida am Mittwoch jubelte der republikanische Kandidat Trump über die vermeintliche Unterstützung der schwarzen Bevölkerung. "Ich liebe dieses Schild", sagte Trump und deutete in die Menge. "Schwarze für Trump".

Tatsächlich wird der Kandidat, der sich mit rassistischen Ausfälle bei vielen Amerikanern unbeliebt gemacht hat, kaum Stimmen schwarzer Bürger erhalten. Eine Umfrage des liberalen Senders MSNBC aus dem August ergab für Trump sogar einen Beliebtheitswert von 0 Prozent bei schwarzen Amerikanern.

@@18.15

Obama kritisiert FBI-Chef James Comey

Jetzt schaltet sich Barack Obama verbal in die FBI-Ermittlungen rund um die E-Mailaffäre ein: Der US-Präsident kritisiert die Entscheidung des FBI-Chefs James Comey, aufgrund der jüngsten Email-Veröffentlichungen den Congress zu informieren - allerdings ohne dessen Namen zu nennen. Das berichtet die "New York Times".

Barack Obama
REUTERS

Barack Obama

"Ich denke, dass es bei Ermittlungen eine Norm gibt, dass man nicht auf der Grundlage von Unterstellungen, unvollständigen Informationen oder undichten Stellen agiert", sagte Obama demnach in einem Interview des Blogs "NowThis News".

FBI-Chef Comey hatte dem Kongress am vergangenen Freitag mitgeteilt, dass seine Fahnder erneut auf E-Mails gestoßen seien, die für die Ermittlungen der Affäre rund um den privaten Server von Hillary Clinton "relevant" sein könnten. Diese E-Mails würden nun daraufhin untersucht, ob sie geheimes Material beinhalteten und wie bedeutend sie für den Fall von Hillary Clinton sein könnten. Clinton hatte in ihrer Zeit als Außenministerin E-Mails auch über einen privaten und nicht gesicherten Server verschickt. Das kann strafbar sein. Das FBI hatte seine Ermittlungen im Juli abgeschlossen und empfohlen, keine Anklage gegen Clinton zu erheben.

Darauf verwies auch der US-Präsident, wie die "New York Times berichtet". Als der Fall das letzte Mal untersucht wurde, seien unter anderem das FBI und das Justizministerium zu dem Schluss gekommen, dass Hillary Clinton Fehler gemacht habe, ihr Verhalten aber nicht strafbar sei. Diese Äußerungen von Obama sind überraschend, weil er sich bisher mit Kritik in der Affäre zurückgehalten hatte.

FBI-Chef Comey war mal Republikaner, sagte aber im Juli im Kongress, dass er kein Mitglied der Partei mehr sei.

@@17.40

Raupe und Rabauke

Ja ist das nicht? Das kann doch nicht? Nein, Donald Trump versteckt sich auf diesem Bild nicht in einem Baum. Der republikanische Präsidentschaftskandidat hat schon viel Spott wegen seiner Föhnwelle aushalten müssen. Im Netz überbieten sich die Nutzer mit Bildern zu Trumps Frisur. Der Naturfotograf Jeff Cremer hat einen solchen Internethit bereits vor vier Jahren im peruanischen Regenwald geschossen: das Bild einer stark behaarten Raupe, die Trumps Frisur zum Verwechseln ähnlich sieht.

Eine Raupe, die zur Schmetterlingsart der Megalopyge opercularis gehört
DPA

Eine Raupe, die zur Schmetterlingsart der Megalopyge opercularis gehört

Aus dem Insekt wurde im Netz schnell die "Donald Trump caterpillar", also die "Donald-Trump-Raupe", auch bezeichnet als "Trumpapillar". Das Tier ist übrigens nicht ungefährlich. Cremer zufolge sind die haarigen Borsten der "Trumpapillar" sehr spitz und stechend - was bei Kontakt durchaus schmerzhaft ist.

Die Raupe mit dem wissenschaftlichen Namen Megalopyge opercularis kann bis zu sieben Zentimeter lang werden und ist in einem - Trumps Haarfarbe ähnlichen - Gelb zu finden. Es gibt sie aber auch in braun, weiß und sogar pink.

@@ 13.50 Uhr

Ku-Klux-Klan-Autor erklärt Unterstützung für Trump

Dass Donald Trump mit seinen populistischen und ausländerfeindlichen Positionen beim rassistischen Ku-Klux-Klan gut ankommt, ist keine Überraschung. Offiziell hat sich die Gruppierung zwar nie hinter den Kandidaten der Republikaner gestellt. Nun aber hat eine der wichtigsten Publikationen Trump ihre Titelseite gewidmet. Überschrieben ist der Artikel im "Crusader" mit Trumps Wahlkampfslogan "Make America Great Again".

Zwar unterstütze auch der "Crusader" Trump nicht offiziell, sein Artikel bringe aber die Begeisterung für den Kandidaten zum Ausdruck, sagte der Autor des Artikels nun der "Washington Post". "Es ist keine Wahlempfehlung, weil es Dinge gibt, mit denen man nicht einverstanden ist", sagte Pastor Thomas Robb demnach. "Alles in allem schätzen wir seine nationalistischen Ansichten und seine Pläne, die Grenze für illegale Einwanderer zu schließen."

Trumps Wahlkampfteam kritisierte den Artikel und wies die Unterstützung zurück. Ebenso hatte das Team bereits reagiert, als der ehemalige Anführer des Ku-Klux-Klans, David Duke, zur Wahl des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump aufgerufen hatte. Im Februar allerdings hatte Trump noch mit Äußerungen zum Ku Klux Klan für Aufsehen gesorgt.

Der im Jahr 1865 in den USA gegründete Ku-Klux-Klan sieht die Weißen als privilegierte Rasse an und kämpft vor allem gegen die Schwarzen. Die Gruppierung hat derzeit etwa 5000 bis 8000 Mitglieder.

@@7.15 Uhr

Clinton setzt im Wahlkampffinale auf Frauen

Hillary Clinton und Alicia Machado
AP

Hillary Clinton und Alicia Machado

Bei einem Auftritt im umkämpften US-Bundesstaat Florida wird deutlich, mit welchem Thema Hillary Clinton unentschlossene Wähler von sich überzeugen will: mit Donald Trumps frauenverachtendem Verhalten. Sie warf ihrem Konkurrenten vor, Frauen systematisch "zu verunglimpfen, herabzusetzen, zu beleidigen und anzugreifen". Trump wäre ein Präsident, "der mehr als die Hälfte der Bevölkerung beleidigt".

Trump habe in den vergangenen Jahren viel Zeit damit verbracht, Frauen zu erniedrigen und zu beleidigen, sagte Clinton, die bei ihrem Auftritt in Fort Lauderdale von der ehemaligen Schönheitskönigin Alicia Machado begleitet wurde. Trump hatte sie 1996 wegen ihrer Figur verhöhnt. Mit seinen Äußerungen über Frauen habe sich Trump als "charakterlich ungeeignet und unqualifiziert für das Amt des Präsidenten erwiesen", so Clinton.

Mehrere Frauen werfen Trump sexuelle Übergriffe und Belästigung vor. Auf einem Video ist zudem zu hören, wie Trump mit sexuellen Übergriffen prahlt. "Er hat uns gezeigt, wer er ist, und am nächsten Dienstag zeigen wir ihm, wer wir sind", sagte sie.

@@6.10 Uhr

FBI veröffentlicht überraschend alte Untersuchung zu Entscheidung Bill Clintons

REUTERS

Sechs Tage vor der US-Wahl sorgt das FBI mit einer neuen Veröffentlichung für Schlagzeilen. Diesmal geht es allerdings nicht um E-Mails und Hillary Clinton (mehr zu dieser Affäre lesen Sie hier) - sondern um einen 17 Jahre alten Gnadenerlass, den Bill Clinton am 20. Januar 2001 unterzeichnete, an seinem letzten Tag als US-Präsident.

Der 129 Seiten lange Bericht zu der 2005 abgeschlossenen Untersuchung sei online, schrieb das FBI via Twitter. Dabei ging es um den umstrittenen Gnadenerlass für den Börsenmakler Marc Rich. Der Steuerflüchtling hatte sich in die Schweiz abgesetzt und war vom FBI gesucht worden. Die Amnestie löste Argwohn aus, weil Richs Ex-Frau zuvor großzügige Spenden an die Clintons und die Demokratische Partei überwiesen hatte.

Bei der Begnadigung seien "offenbar die Standards und Verfahren für Amnestien nicht eingehalten worden", heißt es in den FBI-Unterlagen.

Der für Hillary Clinton denkbar ungünstige Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichts löste Kritik aus ihrem Lager aus. Sollte es sich nicht um eine Verjährungsfrist gemäß dem Gesetz zur Informationsfreiheit handeln, sei der Vorgang doch "seltsam", sagte ihr Sprecher Brian Fallon.

Das FBI veröffentlichte eine Mitteilung zu dem Fall und schreibt darin unter anderem, die Unterlagen seien bearbeitet worden und "gemäß der Standardprozedur automatisch und elektronisch veröffentlicht worden", weil es dazu Anfragen unter dem Informationsfreiheitsgesetz gegeben habe.

Marc Rich starb im Juni 2013, hier lesen Sie einen Nachruf auf den "King of Oil".

@@3.50 Uhr

Hillary Clinton: "Wenn die Wahl vorbei ist, werde ich..."

Egal, wie die Wahl in den USA kommende Woche ausgeht - Hillary Clinton freut sich auf einige entspannte Stunden vor dem Fernseher. "Wenn die Wahl vorbei ist, werde ich so viel Fernsehen schauen und so viele Shows sehen wie möglich", sagte sie in einer Videoaufnahme, die das "People"-Magazin veröffentlichte. Befragt wurde Clinton von Kindern.

Sie sehe fern, um sich zu entspannen, sagte Clinton. Wenig überraschend: Im Moment komme sie allerdings nicht dazu, weil der Wahlkampf ihre ganze Kraft erfordere. Sollte Clinton die Wahl am 8. November gewinnen, hätte sie noch etwas Zeit zum Ausruhen: Die Amtseinführung findet erst am 20. Januar 2017 statt.

@@3.10 Uhr

"Variety" unterstützt Clinton

Zum ersten Mal in der 111-jährigen Geschichte des US-Magazins "Variety" haben sich die Verantwortlichen entschieden, eine Wahlempfehlung auszusprechen. Hillary Clinton sei nicht nur die beste Kandidatin für den Job - sie sei die einzige Kandidatin, heißt es in der Erklärung des Magazins. Dass Donald Trump überhaupt kandidiere, wertet "Variety" als seinen Versuch, einen weiteren TV-Deal zu bekommen oder einen Sender zu gründen, "damit er seine sexistischen, rassistischen Ansichten weiterhin verbreiten kann".

@@2.50 Uhr

Republikaner Kasich wählt McCain statt Trump

Senator John McCain
AFP

Senator John McCain

John Kasich war im innerparteilichen Vorwahlkampf gegen Donald Trump angetreten, auch der Gouverneur aus Ohio wollte für die Republikaner um den Einzug ins Weiße Haus kämpfen. Es kam anders. Kasich gab das Rennen im Mai auf - und seitdem hat er keinen Hehl daraus gemacht, dass er Trump nicht unterstützen wird.

Nun hat Kasich seine Stimme abgegeben - und die ging tatsächlich nicht an Trump, sondern an Senator John McCain. Das sagte Kasichs Sprecher Chris Schrimpf der Nachrichtenseite Cleveland.com. McCain war 2008 für die Republikaner gegen Barack Obama angetreten, in diesem Jahr steht er allerdings nicht auf dem Wahlzettel. Das habe Kasich bei seiner Stimmabgabe geändert, heißt es in dem Artikel. Sie habe lediglich symbolischen Wert.

@@2.30 Uhr

Republikaner Paul Ryan hat für "unseren Kandidaten" gestimmt

Paul Ryan ist als Sprecher des Abgeordnetenhauses der einflussreichste US-Republikaner. Er ist auch: kein besonderer Freund des Präsidentschaftskandidaten der Partei. Die Fehde zwischen Ryan und Donald Trump begann schon vor Monaten. Nachdem das Skandalvideo öffentlich wurde, in dem Trump mit sexuellen Übergriffen auf Frauen prahlt, kündigte Ryan dann an, sich nicht mehr für Trump einzusetzen.

Gegenüber Fox News sagte Ryan nun, er habe seine Stimme für die US-Wahl bereits abgegeben und "für unseren Kandidaten" gestimmt. Trumps Namen erwähnte Ryan nicht.

Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass der einflussreichste Republikaner für den Kandidaten der eigenen Partei stimmt - im Fall von Ryan und Trump sorgt das nun allerdings für Schlagzeilen.

Wie ungern Ryan den Namen "Trump" in den Mund nimmt, war auch am Dienstag in Indiana zu beobachten. Dort machte Ryan Wahlkampf für den Republikaner Trey Hollingsworth, der in den Kongress gewählt werden will. Während der Kandidat vor seinen Anhängern auch mit Donald Trump warb, verzichtete Ryan bei seinem Auftritt komplett darauf, den Namen zu erwähnen, wie CNN berichtet.

Die "Washington Post" befasst sich in diesem Artikel mit dem anhaltenden Zwist innerhalb der republikanischen Partei, ausgelöst von Donald Trump: "Er ist keiner von uns".

@@2.15 Uhr

So wohnt die Präsidentenfamilie

Barack und Michelle Obama werden das Weiße Haus bald verlassen um Platz für Hillary Clinton oder Donald Trump zu machen. Bevor es so weit ist, hat "Architectural Digest" nun exklusiv Fotos aus den privaten Räumen der Obamas im Weißen Haus veröffentlicht. Die Zeitschrift berichtet in den USA seit fast 100 Jahren über Inneneinrichtung und Design - sie wird sich sehr wahrscheinlich auch mit den bevorzugten Gemälden, Teppichen oder Gardinen des 45. US-Präsidenten befassen.

@@2 Uhr

Trump spaltet die Studenten in den USA

"Trumps Kandidatur schafft eine ungewöhnliche Kluft zwischen den universitären Republikaner-Klubs" - So titelt die Nachrichtenseite "USA Today". Alle vier Jahre würden die Klubs gemeinsam Wahlkampf für den Kandidaten der Partei machen. Nicht so in diesem Jahr:

Von 75 Universitäten hätten sich 14 explizit gegen Trump gewandt oder die Unterstützung eines anderen Kandidaten angekündigt. 39 hätten gar keine Erklärungen veröffentlicht - was laut dem Artikel der Normalfall ist, da eine Unterstützung für den Kandidaten der Partei bisher als Selbstverständlichkeit angesehen wurde.

"Die Spaltung innerhalb der republikanischen Universitäts-Klubs spiegelt die Teilung innerhalb der Partei wider", heißt es in dem Artikel. Einen Überblick gibt die folgende Grafik von USA Today.

@@1.20 Uhr

AP/Les Stukenberg/The Daily Courier

102-Jährige wählt Clinton

Als Geraldine "Jerry" Emmett geboren wurde, im Jahr 1914, durften Frauen in den USA noch gar nicht wählen. Jetzt erfüllte sich für die 102-Jährige aus Prescott im US-Bundesstaat Arizona eigenen Angaben zufolge ein Traum: Sie gab bei der Präsidentschaftswahl ihre Stimme ab - und zwar für die erste Frau, die für eine der beiden großen Parteien kandidiert.

Emmett hatte schon beim Parteitag der US-Demokraten Ende Juli dieses Jahres für Schlagzeilen gesorgt: Unter Jubel verkündete die Ehrenvorsitzende der Demokraten-Delegation aus Arizona, dass 51 Delegierte für Hillary Clinton gestimmt hatten - nur 34 Stimmen waren an ihren innerparteilichen Rivalen Bernie Sanders gegangen.

Im Folgenden sehen Sie ein Video der SPIEGEL-ONLINE-Kollegen aus Las Vegas: Sie haben Myriam Witcher begleitet, Latina und Hardcore-Trump-Unterstützerin:

aar/Reuters/AFP/dpa

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