Spott über Clintons Wahlkampf-Logo "Sieht aus wie von einem Fünfjährigen gestaltet"

Ein blaues H, ein roter Pfeil, fertig ist Hillary Clintons Wahlkampflogo. Aber was will sie den Amerikanern damit nur sagen?

Clintons Twitter-Seite: "Rechts geht's zum Krankenhaus"
REUTERS

Clintons Twitter-Seite: "Rechts geht's zum Krankenhaus"


Mit einer Videobotschaft hat Hillary Clinton ihre Bewerbung um die US-Präsidentschaftskandidatur 2016 bekanntgegeben. Doch auf Twitter diskutiert fast niemand darüber, was die Demokratin den Wählern verspricht. Stattdessen sorgt ihr Wahlkampflogo für Hohn und Spott: Ein blaues H, das für ihren Namen steht, dazu ein roter Pfeil, der offenbar Fortschritt symbolisieren soll.

Das Logo ist simpel, sehr simpel. Die Vorstellung, dass eine Agentur damit viel Geld verdient haben könnte, lässt manchen mit dem Kopf schütteln. Das hätte auch ein Fünfjähriger hinbekommen.

Andere fühlen sich an die Flagge des einstigen Erzfeindes Kuba erinnert und vermuten eine subtile Botschaft an Staatschef Castro.

Oder hat Hillary sich von FedEx und dem verborgenen weißen Pfeil inspirieren lassen? Bleibt die Frage, ob Clinton im Falle eines Wahlsieges auch liefert.

Die Enthüllungsplattform WikiLeaks meint sogar, Clinton habe das Design ihres Twitter-Logos geklaut.

Andere erinnert das Logo an ein Hinweisschild für Krankenhäuser.

"Wenn Hillary Clinton irgendetwas löschen sollte, dann dieses Logo", schreibt dieser Twitternutzer und erinnert damit an die Affäre um gelöschte E-Mails aus ihrer Zeit aus Außenministerin. "Es sieht aus, als hätte ich es gemacht."

Im Video: Hillary Clinton bewirbt sich um die Präsidentschaftskandidatur

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syd

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insgesamt 55 Beiträge
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telltaleheart 13.04.2015
1. Zeigen wo's lang geht
Naja, Pfeile in Parteilogos sind doch ein alter Hut. Immer zeigen sie in Leserichtung, nach rechts, weil sie uns wohl suggerieren sollen: "Mit uns geht's voran!" Man könnte darin durchaus eine Manifestation der anhaltenden Inhaltslosigkeit und des Mangels an Gestaltungskraft sehen. Denken wir nur an diesen unsäglichen AfD-Pimmel. Auch nicht eben ein grafisches Meisterwerk. Eigentlich sogar noch hässlicher. Passt da aber wenigstens zur Kleinanzeigenhaftigkeit des Parteiprogramms.
smartphone 13.04.2015
2. Spott -von wessen Seite
Mit "Spott" sind viele schnell dabei, abr was liefern sie selbst ---nehmen wird das Logo der zB Deutschen Bank . Der Macher war so einfallslos das rote "Rodier" Logo 1:1 zu übernehmen und -welch Genialität -das Rot durch Blau zu ersetzen .....Oder dies , anderes Thema zwar, aber "hauptsache gelästert" googlen Sie mal "Wutrede Lindner FDP" . Wer verspottet endlich mal die zB BITKOM ob ihres Fachkraftemangelsgeschwätzes ?
fleischwurstfachvorleger 13.04.2015
3. Klar & Einfach
Sie wirbt mit ihrem Vornamen - also mit sich selbst. Gut und clever gemacht. Dass die Konservativen kein gutes Haar daran lassen, wen wundert es?
t dog 13.04.2015
4. Zielgruppenorientiert
Genauso wie Bob der Baumeisters "Yes! We can!" Abgesehen davon interessiert mich dieser Wahlkampf überhaupt nicht. Ob die Carlyle Group ihre Präsidentschaft durch Clinton, oder Bush erneuert, ist doch absolut unerheblich. "Change" wird auch diese Wahl nicht bringen.
peter-k 13.04.2015
5. Ein weiteres Thema voll daneben gesetzt
Dieses Logo sagt viel interessanteres über die Empfänger als über seinen Sender. Das währe ein wesentlich wichtigeres Thema. Einfachste Floskeln, platteste Behauptungen und Versprechen, Tv-Shows mit vorgestanzten Antworten, die simpelsten Lösungen für die kompliziertesten Probleme. Wer mehr davon bietet wird gewählt. Warum sollte man dem Wähler grafisch denn mehr zumuten? Mit der Hillary geht's voran - so versteht das jeder Affe. ich weiß zumindest 2 Kandiaten die es in Deutschland mit relativ großem Anteil an Wahrheit und Offenheit im Wahlkampf versucht haben. Die sind beide vom Wähler abserviert worden, und zwar mit katastrophalen Wahlergebnissen. Seitdem der Herr Kohl den Deutschen ein ostdeutsches Paradies versprochen hat sind wir dem US-Vorbild auf der Spur. Demokratie? Nicht mehr wirklich, eher Scheindemokratie. Peter Kroll, Singapur
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