Hinrichtung Iran hängt angebliche Spione

Iran hat zwei mutmaßliche Spione hingerichtet. Die beiden Männer sollen Informationen für die USA und Israel gesammelt haben. Einer von ihnen soll Geld vom Mossad erhalten haben.


Teheran - Wegen angeblicher Spionage für die USA und Israel sind zwei Iraner hingerichtet worden. Die Verurteilten seien am Sonntagmorgen in Teheran gehängt worden, teilte die örtliche Staatsanwaltschaft mit. Einer der beiden habe gegen Bezahlung Informationen über iranische Sicherheitsangelegenheiten und Staatsgeheimnisse an den israelischen Geheimdienst Mossad weitergegeben. Der andere habe den US-Geheimdienst CIA mit Informationen versorgt.

Die Todesurteile seien vom Revolutionsgericht in Teheran verhängt und vom Obersten Gerichtshof des Landes bestätigt worden. Wann die beiden festgenommen worden waren und der Prozess gegen sie stattfand, wurde nicht erwähnt. Iran hatte in der Vergangenheit erklärt, ein Spionagenetz aufgedeckt zu haben.

Die Regierung in Teheran wirft ihren Erzfeinden USA und Israel vor, das iranische Atomprogramm mit Spionageaktionen und tödlichen Attentaten auf beteiligte Mitarbeiter behindern zu wollen.

Im Mai vergangenen Jahres hatte Iran einen Mann hingerichtet, der für den Mossad spioniert haben soll. Ihm wurde zudem vorgeworfen, hinter einem Mordanschlag auf iranische Atomwissenschaftler zu stecken. Ein US-Iraner, Amir Mirzai Hekmati, sitzt seit August 2012 wegen Spionagevorwürfen im Gefängnis.

ler/AFP

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insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
ein anderer 19.05.2013
1. ...
Zitat von sysopIran hat zwei mutmaßliche Spione hingerichtet. Die beiden Männer sollen Informationen für die USA und Israel gesammelt haben. Einer von ihnen soll Geld vom Mossad erhalten haben. http://www.spiegel.de/politik/ausland/hinrichtung-in-iran-angebliche-spione-gehaengt-a-900726.html
Ich finde der Begriff "mutmasslich" für einen zum Tode verurteilten sehr passend. Weil sogar in demokratischen Ländern, die die Todesstrafe noch haben, immer wieder auch Unschuldige hingerichtet wurden und werden.
ColynCF 19.05.2013
2.
Zitat von ein andererIch finde der Begriff "mutmasslich" für einen zum Tode verurteilten sehr passend. Weil sogar in demokratischen Ländern, die die Todesstrafe noch haben, immer wieder auch Unschuldige hingerichtet wurden und werden.
Mit dem Todesurteil hat das "mutmasslich" wohl nichts zu tun. Eher damit, dass über den Prozess nichts bekannt ist und damit nicht sichergestellt ist, dass dies ein faires rechtsstaatliches Verfahren mit ordentlicher Beweisführung war. Beim Iran ist sowas ja wohl nicht selbstverständlich (selbstverständlich ist es ja leider nirgends...). Deswegen sollte man vielleicht auch nicht "mutmasslich" sondern besser "angeblich" schreiben.
Butenkieler 19.05.2013
3. wer das macht, muß schon fast verhungert sein
das Risiko dort ist sehr hoch. so viel Geld können die Israelis doch gar nicht bieten. Unschuldige? Es gibt dort keine!
Napoleon 19.05.2013
4. Todesurteil
Selbst in einem demokratisches Land wie USA werden Spione hingerichtet, geschweige bei den Mullas. Die würden locker 90% der Iraner an den Galgen bringen. Was sind schon zwei Spione denken sie sich.
bertholdalfredrosswag 19.05.2013
5.
Ob ihnen nachgewiesen werden konnte, dass sie Spionage betrieben wäre das Einzige was von Bedeutung wäre. Aber soweit zu recherchieren ist wohl nicht möglich. Waren es Spione ist das Urteil nicht zu beanstanden.
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