Hirnblutung Argentiniens Präsidentin Kirchner erfolgreich operiert

Die Anhänger der argentinischen Präsidentin Kirchner atmen auf: Die Politikerin ist erfolgreich wegen einer Hirnhautblutung operiert worden. Für die verbleibenden drei Wochen des Parlamentswahlkampfs fällt die Staatchefin jedoch aus.

Kirchner-Poster vor Krankenhaus in Buenos Aires: Erfolgreiche OP
DPA

Kirchner-Poster vor Krankenhaus in Buenos Aires: Erfolgreiche OP


Hamburg/Buenos Aires - Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner ist am Dienstag erfolgreich ein Bluterguss unter der Schädeldecke entfernt worden. "Die Operation ist gut verlaufen", sagte Präsidialamtssprecher Alfredo Scoccimarro. Die Präsidentin sei bei "guter Stimmung", ergänzte der Sprecher.

Der Eingriff bei der 60 Jahre alten Staatschefin im Krankenhaus Fundación Favaloro in Buenos Aires dauerte rund zwei Stunden. Ärzte bezeichneten die Operation als "Routine" und mit "wenig Risiko" behaftet. Die Patienten könnten in der Regel nach drei Tagen das Krankenhaus verlassen und nach vier bis sechs Wochen wieder ihren gewohnten Aktivitäten nachgehen.

Vor dem Hospital im Stadtteil Montserrat hatten seit der Nacht Hunderte Anhänger von Kirchner gewacht und sie mit Plakaten zum Durchhalten ermuntert. Die Präsidentin leidet unter einem so genannten subduralen Hämatom, einer Blutansammlung unter der Hirnhaut.

Gesundheitliche Probleme der Präsidentin

Die Blutansammlung im Gehirn der argentinischen Präsidentin wurde durch einen Sturz vom 12. August verursacht. Zwei Monate später wurde bei Untersuchungen ein Blutgerinnsel festgestellt, wie Kirchners Sprecher am Wochenende mitgeteilt hatte. Die Ärzte verordneten der Präsidentin einen Monat Ruhe, doch offensichtlich war die Verletzung ernster als zunächst angenommen.

Seit längerem leidet Kirchner unter gesundheitlichen Problemen, fiel in den vergangenen Jahren immer wieder einige Tage aus. Im Januar 2012 musste sie wegen des Verdachts auf einen Tumor operiert werden, der stellte sich jedoch als gutartiges Geschwür heraus.

Die jüngste OP kam nur drei Wochen vor der wichtigen Parlamentswahl, bei der die Hälfte der Abgeordneten und ein Drittel der Senatoren neu bestimmt werden. Für den Endspurt im Wahlkampf fällt die Präsidentin damit aus. Jüngsten Umfragen zufolge könnte Kirchners Partei ihre Mehrheit verlieren. Kirchner wurde 2007 ins höchste Staatsamt Argentiniens gewählt und 2011 wiedergewählt. Ihr Mandat läuft bis 2015.

syd/dpa/AFP

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