Hochwasser in Thailand: Wo die Politik baden geht

Von Freddy Surachai, Bangkok

Seit Wochen kämpft Thailand mit dem Hochwasser. Hilfe für die Opfer und Aufräumarbeiten sollten die Nation zusammenschweißen. In Bangkok aber fallen die politischen Lager mit großer Heftigkeit übereinander her - und leisten sich zur gewaltigen Flut noch eine groteske Schlammschlacht.

Flut in Thailand: Schlammschlacht bei Hochwasser Fotos
AP

Es ist einer dieser Tage in Thailands Hauptstadt, an denen kein Wölkchen den knallblauen Himmel trübt. Ein leichter Wind macht die trockene Hitze erträglich. Seit Tagen hat es nicht geregnet. Durch Mailom Ruen, ein kleines Wohnviertel in Bangkoks Osten, fährt ein Tankwagen. Hoch oben auf dem etwas klapprigen Gefährt sitzt ein Mann unter einem Sonnenschirm und wässert mit einer Art Feuerwehrspritze die gepflegten Rasenrabatten an den Straßen. Die Sprinkleranlagen in den Gärten laufen auf Hochtouren. Der Boden ist ausgedörrt, Wasser Mangelware.

Nur wenige Minuten entfernt wälzen sich dagegen Wassermassen durch die Straßen, retten verzweifelte Menschen ihr spärliches Hab und Gut vor dem herandrängenden Hochwasser - Bilder des Elends, wie sie durch Internet und Fernsehen seit Wochen aus Thailand um die Welt gehen. Bangkok ist zu einer Stadt mit zwei Gesichtern geworden: In den überfluteten Gebieten kämpfen die Menschen um ihre Existenz, in den vom Hochwasser noch verschonten Bezirken verläuft das Leben weitgehend normal. Aber die Grenzen zwischen Leiden und Leben verschieben sich täglich, wenn nicht stündlich: In einigen Bezirken beginnt das Hochwasser abzufließen, in anderen strömt es erst herein. Es ist eine Welt des Bangens und Hoffens geworden.

"Das ist die Stunde, in der die Nation zusammenstehen müsste," sagt Politikwissenschaftler Titipol Phakdeewanich von der Ubon Ratchathani-Universität. "Die Krise müsste als einigender Faktor wirken." Doch stattdessen zerfleischen sich Thailands Politiker gegenseitig, ist die Schlacht um Bangkok zum politischen Machtkampf geworden. Regierung und Opposition werfen sich gegenseitig vor, durch Unfähigkeit und Untätigkeit das Ausmaß der Katastrophe verschlimmert zu haben. "Es gibt bisher leider keinerlei Anzeichen, dass diese politischen Machtspiele im nationalen Interesse wenigstens vorübergehend eingestellt werden," klagt Titipol.

Korruption! Sabotage! So klingen die Schlachtrufe im Parlament

Die erste gemeinsame Debatte von Parlament und Senat über das schlimmste Hochwasser in Thailand seit über 50 Jahren geriet denn in der vergangenen Woche auch zur Schlammschlacht. Der frühere Vizepremier Suthep Thaungsuban von der Demokratischen Partei griff die Regierung von Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra frontal an: Das von ihr eingesetzte Krisenzentrum FROC sei unfähig, sie selbst zeige keinerlei Führung, donnerte er empört.

Seine Parteifreundin Rangsima Rodrasamee unterstellte der Regierung sogar, sie fülle bei der Beschaffung von Hilfsgütern für die Ärmsten der Armen die Taschen ihrer Anhänger. FROC habe für einen Fünf-Kilo-Sack Reis 195 Baht (knapp fünf Euro) bezahlt. Der Marktpreis läge allerdings nur bei 85 Baht. Auch für Dosenfisch, Gemüsekonserven, Instant-Nudeln, Medikamente und transportable Toiletten habe das Krisenzentrum der Regierung Phantasiepreise bezahlt.

Die Aufträge seien Anhängern der Yingluck-Regierung und prominenten Rothemden zugeschustert worden, behauptete die Abgeordnete. Beweise hat sie nicht. Als Quelle für ihre Behauptungen konnte sie nur die Sekretärin eines Regierungsmitarbeiters nennen, von der sie allerdings nur den Vornamen wusste.

Die Stimmung ist aufgeheizt. Verdächtigungen, Verleumdungen, Verunglimpfungen des politischen Gegners sind an der Tagesordnung. Schon verlangen Oppositionspolitiker den Rücktritt der Regierungschefin. Sie sei unfähig und weinerlich und müsse nun die politische Verantwortung für das mangelhafte Krisenmanagement übernehmen.

Tränen bei Premierministerin Yingluck

Doch Yingluck wehrt sich vehement: "Ich habe geweint. Aber das ist wohl schwer zu verstehen für jemanden, der das Elend nicht selbst gesehen hat. Das war kein Zeichen der Schwäche, sondern des Mitgefühls angesichts des Leidens der Menschen." Einen Anlass zum Rücktritt sehe sie nicht, auch wenn sie Fehler einräume. "Natürlich haben wir Probleme, das geben wir ja zu," sagt sie offen. "Aber ich kann doch die Schleusentore nicht selbst öffnen und schließen. Ich brauche die Mitarbeit aller." Doch daran mangele es, klagt sie und appelliert an alle gesellschaftlichen Kräfte, angesichts der Naturkatastrophe zusammenzustehen. Nur gemeinsam könne Thailand auch diese Katastrophe überwinden.

Doch auch Yinglucks Pheu-Thai-Partei ist nicht zimperlich. Einige Pheu-Thai-Abgeordnete verlangen inzwischen die Absetzung von Bangkoks Gouverneur Sukhumbhand Paribatra, weil der selbstherrliche Oppositionspolitiker ihrer Ansicht nach zu spät und zu zögernd auf die Überschwemmungen reagiert und Anweisungen der Regierung aus politischen Gründen bewusst sabotiert habe. Sukhumbhand muss im Frühjahr 2012 zur Wiederwahl antreten, und das Hochwasser dürfte das Hauptwahlkampfthema in Bangkok werden, einer der wenigen Hochburgen der im Juli so vernichtend geschlagenen Demokratischen Partei.

Inzwischen versuchen beide Seiten, verbal abzurüsten. Den Tenor hat ausgerechnet der Mann vorgegeben, der bisher nur als Hardliner aufgefallen ist: Armeechef Prayuth Chan-ocha, der bei der blutigen Niederwerfung der Proteste im vergangenen Jahr eine Schlüsselrolle gespielt hatte. "Jetzt ist nicht der Augenblick für Kritik oder Schuldzuweisungen. Jetzt ist der Moment, den Menschen zu helfen, die leiden," tönt er landauf, landab staatstragend.

General Prayuth wird als Held gefeiert

Der umstrittene General wird in den Medien mittlerweile als Star gefeiert, nachdem er auf dem Höhepunkt der Katastrophe 50.000 Soldaten aus den Kasernen hatte ausrücken lassen und 3000 Boote und 5000 Lastwagen aus Armeebeständen als Katastrophenhilfe zur Verfügung gestellt hatte. Die Armee war in den vergangenen Wochen stets zur Stelle, wenn es darum ging, Menschen zu retten, Gebäude zu schützen. "Die Soldaten haben mit ihrer harten Arbeit und ihrer Opferbereitschaft die Herzen der Thais gewonnen," jubelt die Tageszeitung "The Nation". Prayuth und seine Männer seien zu stillen Helden der Katastrophe geworden. Ganzseitig feiern die Zeitungen Thailands den General und seine Soldaten.

Doch der General weist alles Lob ungewohnt bescheiden zurück: "Nicht ich bin der Star. Die Regierung und meine Untergebenen draußen verdienen diesen Status." Auch zu Yingluck, zu deren erklärten Gegnern er vor der Wahl im Juli dieses Jahres gehört hatte, kommt kein böses Wort über Prayuths Lippen: "Die Premierministerin ist unsere Vorgesetzte, und es sollte nicht kritisiert werden, ob das, was sie tut, richtig oder falsch ist." Der Pheu Thai-Abgeordnete Jatuporn Promphan ist durch die ungewöhnliche Zurückhaltung und Bescheidenheit des Armeechefs schon so aufgeschreckt, dass er bereits wieder wilde Spekulationen über einen drohenden Militärputsch in die Welt gesetzt hat.

Aufräumarbeiten werden Monate dauern

Die Menschen in Thailand haben unterdessen andere Sorgen: Die einen warten noch mit Sorge auf das Hochwasser, denn immer noch werden neue Bezirke Bangkoks überschwemmt. Für die anderen haben nach dem Abfließen der Welle die Aufräumarbeiten begonnen, die noch Wochen, wenn nicht Monate dauern können. Wie groß die Schäden wirklich sind, kann derzeit noch niemand abschätzen.

Aufgeschreckt wurden die Thais am vergangenen Freitag von einer Hiobsbotschaft, die viele erschüttert hat: Der im ganzen Volk beliebte und verehrte König Bhumipol sei von den neuesten Nachrichten über die Flut so geschockt gewesen, dass er in seinem Krankenzimmer im Siriraj-Krankenhaus zusammengebrochen und das Bewusstsein verloren habe, berichtete Prinzessin Chulabhorn beim Besuch eines Notquartiers für die Flutopfer. Bei Magen- und Darmblutungen habe der seit langem kränkelnde Monarch rund 800 Kubikzentimeter Blut verloren. Inzwischen habe sein Zustand sich jedoch stabilisiert. "Er sorgt sich eben um euch alle wie um seine eigenen Kinder," versicherte die Prinzessin den obdachlos gewordenen Menschen in ihrem Notquartier.

Und um seine Untertanen zu beruhigen, zeigte sich der Monarch am Montag im Rollstuhl vor den Fluten des Chao Phraya - sichtlich erholt und guter Dinge.

Abgeordnete wollen Hauptstadt aufgeben

Bei den Politikern herrscht weiter Pessimismus vor: Vertreter der Regierungspartei sind am Dienstag mit dem Vorschlag an die Öffentlichkeit getreten, die Hauptstadt gleich ganz in höher gelegene Regionen umzuquartieren - und Bangkok als Regierungssitz aufzugeben: Wegen der exzessiven Ausbeutung des Grundwassers sacke Bangkoks Boden stetig ab, erklärte der Abgeordnete Sataporn Maneerat. Deshalb sei absehbar, dass Umweltprobleme wie etwa die jüngsten Überschwemmungen zunehmen würden.

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Der König....
hbblum 16.11.2011
Zitat von sysopSeit Wochen kämpft Thailand mit dem Hochwasser.*Hilfe für die Opfer und Aufräumarbeiten*sollten die*Nation zusammenschweißen. In Bangkok aber fallen die politischen Lager mit großer Heftigkeit übereinander her - und leisten sich zur gewaltigen Flut noch eine groteske Schlammschlacht. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,797969,00.html
...sorgt sich um seine Kinder, Militärchefs werden zu Gutmenschen, Politiker geben sich gegenseitig die Schuld an was auch immer.... Was für eine Operettenrepublik!
2. Nur die Gelben Faschisten!
rama-6 16.11.2011
Zitat von sysopSeit Wochen kämpft Thailand mit dem Hochwasser.*Hilfe für die Opfer und Aufräumarbeiten*sollten die*Nation zusammenschweißen. In Bangkok aber fallen die politischen Lager mit großer Heftigkeit übereinander her - und leisten sich zur gewaltigen Flut noch eine groteske Schlammschlacht. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,797969,00.html
Nur für meinen Titel hätte ich vor drei Monaten eine Haftstrafe von einigen Jahren zu erwarten gehabt. Der Gouverneur von Bagkok ist der größte Verbrecher. Nur zum Wohle von Bangkok hatte er verlangt,Militär zum Schutz von Bangkok einzusetzen,um die Bevölkerung mit Waffengewalt beim Abbau der Sperren zu töten! Die Regierung hat das nicht mitgemacht,sondern erklärt,Menschen im Vorfeld von Bangkok haben das Recht,ihre Häuser und ihr Leben zu schützen. Wobei die englischsprachigen Zeitungen " Nation und Bangkokpost"auf Seiten der Gelben stehen! Die Aussage von den Gelben ist eine Lüge,der Reis in Thailand bei uns in Cha-Am Kosten per 5 Kilo 180 Baht. Wir haben,nach der Meldung im Fernsehen,Thailand muß Reis einführen aus dem Ausland,30 Kilo gekauft,beim Großhändler. Kostenpunkt 1080,-Baht. Thailand wird nie wieder in die Zeit vor 2006 zurükfallen,dazu ist das Internet zu stark in Thailand. Die Menschen sind auch im Denken anders geworden,keiner kann ihnen heute mehr vormachen,wir sind nur für Euch da! Jeder Thailänder wird Ihnen sagen,wir sind alle Thais,warum sollen die Bangkoker verschont bleiben,aber die Leute im Umland dafür zu Tode kommen und ihr Hab und Gut verlieren? Jeder kann auch heute frei darüber reden,das Militär war Schuld am Massaker in Bangkok.
3. Bild Nr. 9
wufgaeng 16.11.2011
Liebe Redaktion, bei der Beschreibung für das Bild Nr. 9 ist Ihnen ein kleiner Fehler unterlaufen: "Buri" ist keine Provinz sondern ein Ortsnamen-Zusatz, wie z.B. ... burgh im Englischen, oder ... burg im Deutschen. (Ich habe mir sagen lassen, der Ursprung kommt von dem Wort "Buri".) Meinen Sie vielleicht die Provinz Nonthaburi in Zentral-Thailand? Bitte gestatten Sie mir diesen Hinweis.
4. gelbe Monarchisten
fitzcarraldo66 16.11.2011
Zitat von rama-6Nur für meinen Titel hätte ich vor drei Monaten eine Haftstrafe von einigen Jahren zu erwarten gehabt. Der Gouverneur von Bagkok ist der größte Verbrecher. Nur zum Wohle von Bangkok hatte er verlangt,Militär zum Schutz von Bangkok einzusetzen,um die Bevölkerung mit Waffengewalt beim Abbau der Sperren zu töten! Die Regierung hat das nicht mitgemacht,sondern erklärt,Menschen im Vorfeld von Bangkok haben das Recht,ihre Häuser und ihr Leben zu schützen. Wobei die englischsprachigen Zeitungen " Nation und Bangkokpost"auf Seiten der Gelben stehen! Die Aussage von den Gelben ist eine Lüge,der Reis in Thailand bei uns in Cha-Am Kosten per 5 Kilo 180 Baht. Wir haben,nach der Meldung im Fernsehen,Thailand muß Reis einführen aus dem Ausland,30 Kilo gekauft,beim Großhändler. Kostenpunkt 1080,-Baht. Thailand wird nie wieder in die Zeit vor 2006 zurükfallen,dazu ist das Internet zu stark in Thailand. Die Menschen sind auch im Denken anders geworden,keiner kann ihnen heute mehr vormachen,wir sind nur für Euch da! Jeder Thailänder wird Ihnen sagen,wir sind alle Thais,warum sollen die Bangkoker verschont bleiben,aber die Leute im Umland dafür zu Tode kommen und ihr Hab und Gut verlieren? Jeder kann auch heute frei darüber reden,das Militär war Schuld am Massaker in Bangkok.
Die gelben sind Monarchisten, als Faschisten könnte man eher die Rot/Braunhemden bezeichnen, nachzulesen im Forum der deutschen Ausgabe der Rednews, schoenes-thailand. Nach der Lektüre der Kommentare zu den Dönermorden sollte jedem klar sein welche Farbe sich unter den roten Hemden versteckt.
5. Die hausgemachte Überschwemmung!
fxe1200 16.11.2011
Abholzen, betonieren, billige Produktionsstandorte für die ausländische Industrie bauen, aber keinen Gedanken daran verschwenden, wo im Falle von heftigen Regen, die ganze Brühe hinlaufen soll. Jetzt haben sie den Salat und die Bürger leider nicht unerheblich darunter, Ayutthaya steht z. B. seit drei Monaten unter Wasser. Das heisst kein Strom, keine Transportmöglichkeit, kein Leitungswasser. Alle Regierungen der letzten 8 Jahre (solange lebe ich hier) haben zwar immer an ihr eigenes Portemonaie gedacht, aber nie an die Folgen, die jetzt zu sehen sind. Das Volk leidet, und die Politiker, beider coloeur rot und gelb, zerfleischen sich im Parlament, anstatt ihre Kräfte zu bündeln, um das Elend so gut wie möglich zu lindern. Sie gastieren in den Top-Hotels im Inneren Bangkoks, für den Fall, daß sie zur Zeit nicht auf ihren Landsitz hinaus können. Normalerweise gehört diese ganze Mischpoke eingesperrt. Die Standardantwort der Expats auf die Zustände hier, in diesem doch so lebenswertem Land: TIT = This Is Thailand Sie mögen es nicht glauben, aber auf dem Chao Praya Fluss wurden Schiffe zusammengebunden, verankert, und deren Maschinen auf Vollast laufen gelassen, um die Srömungsgeschwindigkeit des Flusses in Richtung Meer zu erhöhen. Aufwendige Berechnungen sollen die Wirksamkeit bestätigt haben. TIT.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Politik
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Ausland
RSS
alles zum Thema Flutkatastrophe in Thailand 2011
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 5 Kommentare

Bevölkerung: 68,139 Mio.

Fläche: 513.000 km²

Hauptstadt: Bangkok

Staatsoberhaupt: König Bhumibol Adulyadej

Regierungschef: Armeechef Prayuth Chan-ocha (seit 22. Mai 2014)

Mehr auf der Themenseite | Wikipedia | Lexikon | Thailand-Reiseseite


Hochwasser in Thailand