Referendum Slowenen schaffen Homo-Ehe ab

In Slowenien dürfen gleichgeschlechtliche Paare heiraten und Kinder adoptieren. Das passte der konservativen Opposition und der katholischen Kirche nicht: Sie erzwangen eine Abstimmung - und setzten sich durch.

Befürworter der Homo-Ehe: Warten auf das Abstimmungsergebnis
AP/dpa

Befürworter der Homo-Ehe: Warten auf das Abstimmungsergebnis


In Slowenien haben die Bürger über die Homo-Ehe abgestimmt - und sich gegen die Gleichstellung von Homosexuellen ausgesprochen. Die Gegner des Gesetzes erhielten am Sonntag nach Angaben der staatlichen Wahlkommission mehr als die gesetzlich notwendige Zahl von 342.000 Stimmen.

Das slowenische Parlament hatte es gleichgeschlechtlichen Paaren vor neun Monaten erlaubt, zu heiraten und Kinder zu adoptieren. Die konservative Opposition und katholische Kirche hatten daraufhin die Abstimmung erzwungen. Das Votum war von ihnen auch zu einem Misstrauensvotum gegen die Regierung von Miro Cerar erklärt worden, die Ehen von Homosexuellen ermöglicht hatte.

Kirche und Opposition lehnen das Gesetz ab, weil es aus ihrer Sicht traditionelle Werte bedrohe. Die Gegner argumentieren, nur Verbindungen zwischen Mann und Frau könnten Kindern ein glückliches Aufwachsen ermöglichen.

brk/dpa



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