Protest in Hongkong 22 Festnahmen bei Demonstration gegen China

Die Polizei hat in Hongkong 22 Aktivisten festgenommen. Sie hatten vor dem Hotel eines chinesischen Volkskongress-Abgeordneten für mehr Demokratie demonstriert.

Demonstrationen in Hongkong (am Montag): 22 Festnahmen
DPA

Demonstrationen in Hongkong (am Montag): 22 Festnahmen


Hongkong - Bei Demonstrationen für mehr Demokratie sind in Hongkong mindestens 22 Menschen festgenommen worden. Wie die Polizei mitteilte, seien alleine 18 Protestteilnehmer wegen "gesetzwidriger Versammlung" vor einem Hotel festgenommen worden. Sie sollen zwischen 20 und 45 Jahre alt sein.

Die Demokratie-Aktivisten hatten dort gegen den Volkskongress-Abgeordneten Li Fei demonstriert. Dieser hatte zuvor erklärt, dass Peking keinen chinakritischen Verwaltungschef in der Sonderverwaltungszone Hongkong akzeptieren werde. Ein weiterer Demonstrant wurde wegen Widerstands gegen einen Polizeibeamten festgenommen.

Nach Polizeiangaben hatten die Aktivisten vor dem Hotel des Abgeordneten Li Absperrungen umgestürzt und Beamte bedrängt. Bereits zuvor waren drei Menschen festgenommen worden, die vor einem Kongresszentrum am Rand des Stadtzentrums gegen Li demonstriert hatten. Die Polizei setzte Pfefferspray ein, um die Proteste aufzulösen.

Der Ständige Ausschuss des Nationalen Volkskongresses in Peking hatte am Sonntag verkündet, die Bewohner Hongkongs dürften im Jahr 2017 einen neuen Verwaltungschef wählen, die Kandidaten für das Amt würden allerdings zuvor von einem pekingtreuen Ausschuss ausgewählt. Demokratie-Aktivisten riefen daraufhin aus Protest zu Sitzstreiks im Finanzzentrum von Hongkong und zu einer "Ära des zivilen Ungehorsams" auf.

Hongkong genießt seit der Rückgabe an China durch Großbritannien im Jahr 1997 einen besonderen Autonomiestatus. Dieser gewährt Bürgerrechte wie Presse- und Versammlungsfreiheit, die auf dem chinesischen Festland teils massiv eingeschränkt sind. Freie Wahlen sind allerdings nicht vorgesehen.

bka/AFP/Reuters

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insgesamt 4 Beiträge
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sfk15021958 02.09.2014
1. Für die Bewohner Hongkong's wird...
...es noch ein böses Erwachen geben - was man alles so an demokratischen Freiheiten einbüßen kann!!!!
matijas 02.09.2014
2. Empörung auf Sparflamme
Zitat von sfk15021958...es noch ein böses Erwachen geben - was man alles so an demokratischen Freiheiten einbüßen kann!!!!
Weil es aber die Chinesen sind und nicht die Russen, bleibt die Empörung auf Sparflamme und die Anzahl der Kommentare überschaubar. Kaum Aufhebens. Doch nicht wegen ein bißchen Diktatur, wo doch die Geschäfte grad so schön brummen ... Wie immer mit zweierlei Maß.
dschungelmann 02.09.2014
3. Das einzige was brummt sind die Druckerpressen und die
manipulierten "Maerkte". Das es Hong Kong so super gut geht und da 90% der Menschen hochzufrieden sind passt gewissen Kreisen und NGOs nicht. Die handvoll Demonstranten sind laecherlich bei 7.150 000 Einwohnern. Reines gepushe durch die Medien.
dschungelmann 02.09.2014
4. Das einzige was brummt sind die Druckerpressen und die
manipulierten "Maerkte". Das es Hong Kong so super gut geht und da 90% der Menschen hochzufrieden sind passt gewissen Kreisen und NGOs nicht. Die handvoll Demonstranten sind laecherlich bei 7.150 000 Einwohnern. Reines gepushe durch die Medien.
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