Euro-Krise Hunderttausende Spanier protestieren gegen harten Sparkurs

Spaniens Parlament hat Sparmaßnahmen in Höhe von 65 Milliarden Euro beschlossen und damit den Zorn der Massen provoziert. Hunderttausende protestierten gegen die Einschnitte, es kam zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten. Die Gewerkschaften drohen mit Generalstreik.


Madrid - Hunderttausende Spanier haben am Donnerstagabend gegen die harten Sparmaßnahmen der Regierung demonstriert. Allein in der Hauptstadt Madrid nahmen nach Angaben der Zeitung "El País" mindestens 100.000 Menschen an einem Protestzug teil. Insgesamt gingen in etwa 80 Städten Demonstranten auf die Straße.

Zu den Kundgebungen hatten die großen Gewerkschaftsverbände CCOO und UGT aufgerufen. Sie lehnen die geplanten Sparmaßnahmen der Regierung ab und haben damit gedroht, im September zu einem Generalstreik aufzurufen.

Die regierende Volkspartei von Ministerpräsident Mariano Rajoy, die im Parlament die absolute Mehrheit stellt, hatte am Donnerstag das umstrittenes Sparpaket gebilligt. Es sieht Kürzungen in Höhe von 65 Milliarden Euro vor. Die Opposition votierte geschlossen gegen den Plan.

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Wirtschaftskrise in Spanien: Hunderttausende protestieren gegen Sparmaßnahmen
Die Sparmaßnahmen enthalten unter anderem eine drastische Anhebung der Mehrwertsteuer und die Abschaffung des Weihnachtgelds für die Staatsangestellten. Zudem soll das Arbeitslosengeld gekürzt werden. Die Einschnitte sind bei breiten Teilen der spanischen Gesellschaft auf großen Widerstand gestoßen. An den Protesten am Donnerstagabend nahmen auch viele Beamte wie Polizisten, Feuerwehrmänner, Soldaten oder Richter und Staatsanwälte teil.

Spanien befindet sich in einer Rezession, mehr als 5,6 Millionen Menschen sind arbeitslos. Für die spanische Regierung wird es immer schwieriger, Geld an den Märkten einzusammeln. Bei einer Anleihenauktion musste die Regierung zuletzt deutlich höhere Zinsen zahlen.

Das Land hat Milliarden-Hilfen für seinen maroden Bankensektor beantragt, will aber nicht komplett unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen. Der deutsche Bundestag machte am Donnerstag mit breiter Mehrheit den Weg für Milliarden-Hilfen zur Sanierung der spanischen Geldhäuser frei.

usp/Reuters/dpa

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JohannWolfgangVonGoethe 20.07.2012
1. Induestrie
---Zitat--- Die Gewerkschaften drohen mit einem Generalstreik. ---Zitatende--- Frage: Produziert Spanien denn überhaupt noch etwas? Ich meine außer Orangen und Betonwohnungen, die keiner mehr will. Wer soll denn da bestreikt werden? Und wen kümmert das?
guenter47 20.07.2012
2. Immer wieder
das selbe Rezept - genau wie in den anderen Krisenländern und auch in Deutschland - die "Normalverdiener" zahlen die Zeche. Allerdings haben diese Menschen auch diese Politiker gewählt. Genau wie die Deutschen ihre CDU-CSU-FDP-SPD-Grünen Regierung. Also - selbst schuld! guenter_haarmann@yahoo.de
turnaround 20.07.2012
3. Griechen, Spanier und Italiener...
haben weitaus mehre A***h in der Hose als wir Deutschen. Sie kriegen Geld von uns Steuerzahlern, sollen dafür ihre Sozialgesetzgebung ebenso einschränken und mit denselben Zumutungen leben wie wir, die Zahlväter. Sie zeigen der EU aber vehement den Stinkefinger. Sie gehen dagegen auf die Straße. Wir kuschen seit Jahrzehnten vor den Zumutungen unserer angeblich "alternativlosen" Sozialgesetzgebung. Unseren Sozialstaat finanzieren wir im Alleingang, gehen zähneknirschend erst mit 67 in Rente und mucken nicht auf. Höchste Zeit, das wir aufmucken. Rente mit 67 für uns, Rente mit 60 für die Bewohner der von uns am Leben erhaltenen Pleitestaaten? Höchste Zeit, dass wir uns endlich - wie die anderen EU-Völker - wehren.
Altesocke 20.07.2012
4. optional
Generalstreik, ach wie ich dieses Wort doch in unserer 'Streikkultur' vermisse. Hey, Gewerkschaften, nehmt eure Verantwortung fuer die Massen mal ernst. Das Geld auf euren streikkonten ist in naher Zukunft vielleicht nichts mehr wert, alsi nutzt es jetzt, um den Wertverfall fuer eure Klientel aufzuhalten!
harry362 20.07.2012
5. Die Gewerkschaften drohen mal wieder.
Mit ihren ständigen Drohungen, Erpressungen und sonstigen kriminellen Rüpeleien und Machenschaften haben die Gewerkschaften einen wesentlichen Anteil an den Problemen aller Schuldenländer, Deutschland eingeschlossen. Die unersättlichen Lohnforderungen, mit den Gewerkschaftsapparatschiks seit den 50er Jahren möglichst einmal im Jahr ihre Daseinsberechtigung unter Beweis stellen zu müssen glaubten haben sie einen hohen Anteil wenn nicht sogar die Hauptschuld an der Massenarbeitslosigkeit und dem Verlust konkurrenzfähiger Arbeitsplätze in den entwickelten Ländern. Und die Typen lernen nichts dazu. Auch in diesen Zeiten, in denen die entwickelten Volkswirtschaften lernen müssen, nach ihren wirklichen Verhältnissen zu leben, können sie weiter nichts anderes als die Menschen aufzuhetzen - um so die Regierungen zu immer neuem Schuldenmachen zu erpressen. Es wird keinen Fortschritt geben, solgange die Gewerkschaften nicht indie Schranken verwiesen werden - so wie Baroness Thatcher das mit dere Miners Union und ihrem Rowdyhäuptling Scargill gemacht hat. harry362
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