Mit 67 Prozent Amtsinhaber Keita als Präsident Malis wiedergewählt

Er ist 73 Jahre alt - und nun zum zweiten Mal Präsident Malis geworden: Ibrahim Boubacar Keita setzte sich in einer Stichwahl gegen Oppositionsführer Soumaïla Cissé durch, der zuvor von Wahlbetrug sprach.

Ibrahim Boubacar Keita
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Ibrahim Boubacar Keita


Die Wähler in Mali hatten am vergangenen Sonntag offiziell zwei Optionen bei der Wahl ihres Präsidenten: Amtsinhaber Ibrahim Boubacar Keita, 73, oder Oppositionsführer Soumaïla Cissé, 68. Keita hat nun - wie erwartet - die Stichwahl mit 67 Prozent gewonnen.

Bei der ersten Runde der Präsidentenwahl am 29. Juli hatte er nur rund 42 Prozent der Stimmen erhalten. Sein Gegner Cissé sprach von Wahlbetrug, das Verfassungsgericht bestätigte aber die Ergebnisse.

Der wüstenhafte Norden Malis ist das Rückzugsgebiet mehrerer mit al-Qaida verbundener islamistischer Terrororganisationen. Eine rund 14.000 Mann starke Uno-Friedenstruppe, an der sich auch die Bundeswehr mit etwa 1000 Soldaten beteiligt, bemüht sich um eine Stabilisierung des Landes. Für die Bundeswehr ist die Uno-Mission knapp hinter Afghanistan der zweitgrößte Auslandseinsatz, er gilt als ihr gefährlichster.

Die erste Abstimmungsrunde verlief zwar weitgehend friedlich. Wegen Angriffen und anderer Zwischenfälle konnten die Wähler aber am Wochenende in Hunderten Wahllokalen im Norden und im Zentrum Malis nicht abstimmen.

dop/AP/Reuters/dpa

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