Illegaler Waffenbesitz Polizei nimmt 15 Personen in Paris fest

In Paris sind 14 Linksextreme und ein Anhänger der rechtsextremen "Identitären Bewegung" festgenommen worden. Bei den Personen wurden laut Polizei verbotene Waffen gefunden.

Demonstration der "Génération Identitaire" im Mai 2016 in Paris
AFP

Demonstration der "Génération Identitaire" im Mai 2016 in Paris


Nach dem Verbot einer Demonstration der Identitären Bewegung in Paris hat es 15 Festnahmen gegeben. Bei den Festgenommenen seien verbotene Waffen gefunden worden, teilte die Polizei am Samstag mit. In 18 weiteren Fällen habe es Personenkontrollen gegeben.

Wie am Sonntag aus Justizkreisen in Paris verlautete, handelte es sich bei den Festgenommenen um einen Anhänger der Identitären Bewegung und 14 Linksextreme. Die Linksextremen seien inzwischen wieder auf freiem Fuß, während der Anhänger der Identitären Bewegung einem Haftrichter vorgeführt werden sollte.

Der Pariser Polizeipräfekt Michel Delpuech hatte am Freitag eine für Samstagnachmittag geplante Demonstration der "Identitären Bewegung" sowie Gegendemonstrationen von linken Gruppierungen verboten, "um gewaltsame Auseinandersetzungen und Störungen der öffentlichen Ordnung zu verhindern".

Die "Identitäre Bewegung" oder "Génération Identitaire", wie sie im Original heißt, wurde in Frankreich gegründet und ist mittlerweile auch in Deutschland aktiv. Sie wird hierzulande vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet und vertritt nach dessen Einschätzung die rechtsextremistische "Blut und Boden"-Ideologie.


Korrektur: In einer früheren Version dieser Meldung hieß es, in Paris seien 15 Anhänger der rechtsextremen "Identitären Bewegung" festgenommen worden. Die Nachrichtenagentur AFP hatte dies unter Berufung auf die Pariser Polizei berichtet. Mittlerweile hat die AFP ihre Angaben korrigiert.

hpi/AFP



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