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Nach Hungerstreik: Ukrainische Ärzte dürfen inhaftierte Kampfpilotin untersuchen

Ukrainische Kampfpilotin Sawtschenko (Archiv): Noch geschwächt Zur Großansicht
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Ukrainische Kampfpilotin Sawtschenko (Archiv): Noch geschwächt

21 Kilogramm hat Nadja Sawtschenko bei ihrem Hungerstreik verloren. Der Gesundheitszustand der in Russland inhaftierten Kampfpilotin ist besorgniserregend. Jetzt durfte sie erstmals von ukrainischen Ärzten untersucht werden.

Erstmals haben ukrainische Ärzte die inhaftierte Kampfpilotin Nadja Sawtschenko in ihrer russischen Untersuchungshaft besuchen dürfen. Die Spezialisten gaben an, dass die 33-Jährige nach ihrem dreimonatigen Hungerstreik noch geschwächt sei.

Vergangenen Donnerstag hatte Sawtschenko nach drei Monaten Nahrungsverweigerung zugestimmt, wieder heiße Hühnerbrühe zu sich zu nehmen. Mit dem Hungerstreik hatte die Pilotin gegen ihre Inhaftierung protestiert, ihr Gesundheitszustand sei besorgniserregend, teilte ihr Anwalt mit. Sie habe 21 Kilogramm an Gewicht verloren. Mitte Februar hatten bereits deutsche Ärzte die Pilotin in Moskau untersucht.

Sawtschenko war im Juni 2014 von prorussischen Separatisten in der Ostukraine gefangen genommen und nach Russland gebracht worden. Moskau wirft ihr vor, in die Tötung zweier russischer Journalisten im Konfliktgebiet Donbass verwickelt zu sein. Einheiten der prowestlichen Zentralregierung kämpfen dort gegen Aufständische. Die Ukraine und die EU verlangen die sofortige Haftentlassung Sawtschenkos.

kry/dpa

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insgesamt 62 Beiträge
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1. Diesen Samstag hätte ich hier gerne bessere kommentierbare Artikel gehabt.
georg2of9 14.03.2015
Pegidea ist 0,4 Prozent in Deutschland. Und die russische Kampfpilotin interessiert mich nicht. Am nächsten Samstag bitte bessere Artikel hier. Ansonsten kann ich mir meine Lieblings-Zeitung auch selber schreiben. reuters und dpa kann ich ohne spiegel.de lesen. Nächsten Samstag bitte besser. Setzen! Schlechte Performance für die Leser heute…
2. C'est la vie
marckremer73 15.03.2015
Wenn man als Kampfpilotin unschuldige Journalisten umbringt, muss man wohl mit Konsequenzen rechnen. Wobei ich mich Frage, ob da nicht die Genfer Kriegskonventionen gelten.
3. Verbrecher müssen vor Gericht verantworten
TommyN 15.03.2015
Verbrecher müssen vor Gericht verantworten, egal zu welcher Kriegspartei sie gehören.
4. Wenn ihr die Schuld am Tod
Sonia 15.03.2015
von zwei Journalisten nachgewiesen werden kann, deren Position sie verraten haben soll, ist es wohl Sache eines Gerichts das zu klären. Ziemlich anmaßend, zu fordern,dass eine Frau, die im Verdacht steht am Tod dieser Journalisten beteiligt zu sein, diese umgehend drei zu lassen. Hat die EU endlich mal die Freilassung offiziell des saudiiarabischen Regimekritikers gefordert, den der Tod droht oder die Freilassung der Folteropfer in den USA? Ich staune über die Ruhe der Russen, kein Tag vergeht ohne die Einmischung in deren innere Angelegenheiten. Würde sich kein anderes Land bieten lassn.
5. Das wäre ein interessantes Thema,
matbu 15.03.2015
...dass man auch auf SPON diskutieren könnte. Wie geht man mit dieser Situation um: Ist die Kriegs(?)gefangenschaft rechtlich in Ordnung? Wie geht man dann damit um, dass der/die Gefangene seine/ihre Gesundheit auf's Spiel setzt? Zu welcher Partei schlägt man sich? Und warum?
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