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Indien: Mehrere Tote bei Explosionen in Mumbai

Drei Detonationen haben die indische Metropole Mumbai erschüttert: Mindestens 20 Menschen wurden dabei getötet und mehr als 110 weitere verletzt. Polizei und Regierung sprechen von einem Terroranschlag.

Indien: Explosionen erschüttern Mumbai, mehrere Tote Fotos
AFP

Mumbai/Islamabad - Die drei Explosionen ereigneten sich nach Angaben der Sicherheitskräfte in belebten Bereichen der indischen Metropole Mumbai. Nach Angaben des Innenministeriums in Neu-Delhi kamen mindestens 20 Menschen ums Leben, weitere 110 wurden verletzt.

Der Polizeisprecher der Stadt sagte SPIEGEL ONLINE, dass es sich um einen Anschlag handele. Innenminister Palaniappan Chidambaram geht ebenfalls davon aus, dass Mumbai zum Ziel eines "gezielten Terroranschlags" geworden sei. Darauf deute hin, dass die Anschläge an drei verschiedenen, belebten Orten in der Wirtschaftsmetropole stattfanden, unter anderem nahe einer Schule und eines Goldmarkts. Auch der Regierungschef des Bundesstaats Maharastra, Prithviraj Chavan, sprach von einem "Terroranschlag".

Einsatzkräfte der "National Security Guards" wurden in Alarmbereitschaft versetzt, das Innenministerium in Neu-Delhi kündigte zudem an, weitere Spezialkräfte aus der Hauptstadt in das rund 1400 Kilometer weiter südlich gelegene Mumbai zu entsenden.

Anschlag am Geburtstag von überlebendem Mumbai-Attentäter

Mehrere Analysten erklärten im indischen Fernsehen, es sei noch zu früh, um sagen zu können, ob es sich um einen Terroranschlag oder um eine Aktion einer Mafia-Organisation handelt. In Mumbai kontrollieren mehrere solcher Gruppierungen die Wirtschaft, insbesondere das Filmgeschäft, das als Bollywood bekannt ist.

Simultane Explosionen von Sprengsätzen sind ein häufiges Merkmal von Anschlägen dschihadistischer Terrorgruppen. Unmittelbar nach den Explosionen in Mumbai bekannte sich zunächst jedoch keine Gruppierung zu den Bomben. Die Terroranschläge, die im November 2008 die Metropole erschütterten und über 160 Menschen das Leben kosteten, wurden von pakistanischen Militanten geplant. Auch deswegen dürfte der Verdacht in diesem Fall erneut auf Gruppen aus dem Nachbarland fallen.

Der 13. Juli ist der Geburtstag des einzigen überlebenden Attentäters vom November 2008, worin einige Beobachter einen Zusammenhang zu den mutmaßlichen Hintermännern erkennen. Dem TV-Sender NDTV zufolge gelten bislang die Gruppen Lashkar i-Toiba und die mit ihnen zusammenarbeitenden Indian Mudschahidin als mögliche Täter. Davon gehe die Polizei aus, die sich auf Informationen des indischen Geheimdienstes berufe.

kaz/yas/can/AFP/Reuters/dapd

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insgesamt 5 Beiträge
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1. .
quone, 13.07.2011
Zitat von sysopDrei Detonationen haben die indische Metropole Mumbai erschüttert: Mindestens acht Menschen wurden dabei getötet, über 70 verletzt. Polizei und Regierung sprechen von einem Terroranschlag. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,774262,00.html
Ich hätte da so eine Idee, welcher Religion die Attentäter angehören. Ich tippe auf die, die Übersetzt "Unterwerfung" bedeutet, obwohl viele es hier lieber sähen, wenn man sie fälschlicherweise mit "Frieden" übersetzen würde.
2. Auf Thema antworten
matthias_b. 13.07.2011
Was für ein unerträgliches Geblubber. Das Schlimmste dürfte sein, dass Sie das Wahlrecht haben. Aber vielleicht fehlt mir nur der Durchblick oder ich bin CIA-Agent.
3. Das Universum
mctagger 13.07.2011
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." Albert Einstein Ich habs heute mit Zitaten
4. ..bringen Hass und Gewalt.
carolarco 13.07.2011
Ich moechte von ganzem Herzen glauben, dass es sich bei Ihrem Beitrag um eine miserabele Satire handelt. Falls das ernst gemeint ist, hoffe ich , dass Sie selbst mal in den zweifelhaften "Genuss" kommen von den "Gerechten" eine "Behandelung" zu erfahren.
5. ...
Atheist_Crusader 13.07.2011
Zitat von quoneIch hätte da so eine Idee, welcher Religion die Attentäter angehören. Ich tippe auf die, die Übersetzt "Unterwerfung" bedeutet, obwohl viele es hier lieber sähen, wenn man sie fälschlicherweise mit "Frieden" übersetzen würde.
Dafür, dass der militante Islamismus den Westen so hasst, lässt er sich auch bemerkenswert gut als Feindbild instrumentalisieren. Und irgendwann könnten das der gesamte Glaubensgemeinschaft noch zum Verhängnis werden. Lange dauert es nicht mehr. Die Amis, Europäer und Israelis haben Probleme mit den Arabern, die Russen mit den Tschetschenen, die Inder mit den Pakistanern, die Chinesen mit den Uiguren... es ist nicht schwer sich vorzustellen, wie dieser Konflikt ausgehen würde.
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