Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Indien und Georgien: Anschläge auf israelische Diplomaten

Auf israelische Botschaftsangehörige sind in Indien und Georgien zwei Bombenanschläge verübt worden. Ein Sprengsatz detonierte, einer konnte entschärft werden. Zwei Jugendliche werden verdächtigt, in Neu-Delhi den Sprengsatz an einem Auto befestigt zu haben.

Anschläge in Indien und Georgien: Sprengsätze gegen Diplomaten Fotos
AP

Neu Delhi - An diesem Montag sind Bombenanschläge auf israelische Botschaftsangestellte in zwei Ländern verübt worden. Die Attacken richteten sich gegen Diplomaten in Georgien und Indien.

Bei dem Anschlag in Neu Delhi wurde israelischen Angaben zufolge ein Auto attackiert. Ein Mensch sei verletzt worden, hieß es. Die Explosion habe sich am Nachmittag (Ortszeit) in der Nähe der Botschaft ereignet.

"Wir untersuchen den Vorfall", sagte der Sprecher des israelischen Außenministeriums, David Goldfarb. Die Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden sei exzellent. Das Ministerium bestätigte, dass es in Neu Delhi zwei Verletzte gegeben hat. Bei den Verletzten handle es sich um die Frau eines Diplomaten sowie um einen Fahrer, hieß es in Jerusalem weiter.

Die genauen Umstände des Anschlags würden in Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden ermittelt. Zu der Schwere der Verwundungen wurden zunächst keine Angaben gemacht. Fernsehbilder zeigten einen stark zerstörten Kleinbus mit blauem Diplomatenkennzeichen. Von Seiten der indischen Polizei hieß es, dass ein Auto nahe dem Botschaftsgelände in Flammen stehe. Die Verletzten seien im Krankenhaus und würden dort behandelt.

Ein Polizeisprecher in Neu-Delhi sagte SPIEGEL ONLINE, dass zwei Jugendliche verdächtigt werden, eine Bombe an einem Auto in der Aurangzeb Road nahe der israelischen Botschaft und der Residenz des Premierministers platziert zu haben. Die beiden seien mit einem Motorrad unterwegs gewesen und hätten den Sprengsatz "quasi im Vorbeifahren" an einer Straßenkreuzung an einem Toyota angebracht. Wenige Senkunden später sei es zur Explosion gekommen.

Der Sprengsatz in Georgien konnte israelischen Angaben zufolge entschärft werden. Auch dort sollte offenbar ein Auto zur Explosion gebracht werden. Unter der Limousine des Diplomaten sei ein Sprengsatz entdeckt und entschärft worden, berichteten Medien am Montag in der Hauptstadt Tiflis. Der Fahrer des Botschafters habe ein mit Klebeband befestigtes Paket unter dem Wagen gesehen und die Polizei alarmiert.

ler/Reuters

Diesen Artikel...

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Karte

Karte

Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: