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Streit um Senkaku-Inseln: Japan kauft Inseln im Ostchinesischen Meer

Das dürfte Ärger mit Peking geben: Die japanische Regierung hat Medienberichten zufolge drei Inseln im Ostchinesischen Meer gekauft, um die sich die beiden Länder seit Jahrzehnten streiten. China hat angekündigt, seine "Staatshoheit zu verteidigen".

Inselstreit mit China spitzt sich zu: Japan hat die Senkaku-Inseln gekauft Zur Großansicht
REUTERS / Kyodo

Inselstreit mit China spitzt sich zu: Japan hat die Senkaku-Inseln gekauft

Tokio - Eigentlich ein Schnäppchen: drei strategisch wichtige Inseln für 21 Millionen Euro, dazu wertvolle Rohstoffvorkommen und reiche Fischgründe. Für drei der fünf Senkaku-Inseln im ostchinesischen Meer wird nach Berichten japanischer Medien bald ein Kaufvertrag unterzeichnet. Laut "Kyodo News Agency" und den Zeitungen "Yomiuri" und "Asahi" wurde aus Regierungskreisen bekannt, dass Japan mit dem derzeitigen Besitzer, der Familie Kurihara, handelseinig geworden ist.

Das Kabinett von Ministerpräsident Yoshihiko Noda wird laut "Asahi" die Verstaatlichung der Inseln bestätigen. Noda will China in diesem Monat am Rande der Uno-Vollversammlung über den Schritt informieren.

Mit diesem Kauf könnte der Streit eskalieren, den China und Japan seit Jahrzehnten um die Inselgruppe führen. Während Tokio sich auf das Jahr 1885 beruft, in dem Japan die Kontrolle der Inseln übernahm, hält Peking dagegen: Das Archipel hätte bereits während der Ming-Dynastie zu China gehört und sei auf Landkarten und in einem Buch verzeichnet gewesen.

"China wird seine Staatshoheit verteidigen"

Aktuell wurde die Auseinandersetzung wieder, als chinesische Aktivisten im August auf einer der Inseln gelandet waren. Daraufhin hissten japanische Nationalisten auf dem Archipel die japanische Flagge. Aus Protest gingen danach Tausende Menschen in mehr als zwanzig chinesischen Städten auf die Straße.

Am vergangenen Wochenende sandte Tokio ein Expertenteam zu den Inseln, um Fischgründe und mögliche weitere Entwicklungen auf den Inseln zu erkunden. Die Aktivitäten und den Kauf der Inseln bezeichnete China als "illegal und ungültig". Der Sprecher des Außenministeriums der Volksrepublik, Hong Lei, sagte: "China beobachtet die Situation und wird nötige Maßnahmen ergreifen, um seine Staatshoheit zu verteidigen."

AP/afp

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insgesamt 41 Beiträge
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1. Reif für die Insel
ogniflow 05.09.2012
Dafür lohnt sich sicherlich ein Konflikt.Meiner Meinung nach handelt es sich bei der Insel auf dem Foto jedoch nicht um Senkaku - sondern um Lummerland.
2. Landnahme via Privatisierung rückwärts
sansiro222 05.09.2012
kriegt ja nun einen völlig neue Bedeutung: Die Reichen kaufen sich Länder, Inseln usw. und verkaufen das dann an gegnerische Mächte, wodurch nicht nur soziale Unruhen entstehen sondern auch die Kriegsgefahren wachsen..... tolles Konzept. Welcher Schlaumeier hat sich diese Sauerei wieder ausgedach" Wenn in Griechenland, Italien, Spanien usw. jetzt lautstark Privatisierungen gefordert werden, ja welchem Staat werden dann möglicherweise demnächst diese Objakte und Länderein verkauft? Wessen Stützpunkte werden das sein? Es ist kaum mehr zu glauben!
3.
Anhaltiner 05.09.2012
Na da kann man sich doch einig werden: seit dem 14Jh. gehörten die Inseln zu China und seit 1885 zu Japan. Alaska gehörte auch mal zu Rußland - war damals wohl auch ein Schnäppchen. Landesgrenzen verschieben sich nunmal über die Jahrhunderte - Tibet will China offensichtlich auch nicht wieder her geben.
4. Chinas ansprüche sind irrsinnig
malle1111 05.09.2012
china beruft sich auf uralte landkarten. seit dem war schon der zweite weltkrieg. denaus könnte Taiwan behaubten ganz china müsse unter ihre kontrolle gestellt werden, da es nur von puschisten besetzt gehalten wird.
5.
Thom-d 05.09.2012
Zitat von sysopREUTERS / KyodoDas dürfte Ärger mit Peking geben: Die japanische Regierung hat Medienberichten zufolge drei Inseln im Ostchinesischen Meer gekauft, um die sich die beiden Länder seit Jahrzehnten streiten. China hat angekündigt, seine "Staatshoheit zu verteidigen". http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,854045,00.html
Unnötige und dumme Provokation Chinas durch japan. Stecken die USA dahinter?
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Fotostrecke
Umstrittene Inselgruppe: Patrouillenfahrt um Senkaku-Inseln

Fläche: 377.944 km²

Bevölkerung: 127,016 Mio.

Hauptstadt: Tokio

Staatsoberhaupt:
Kaiser Akihito

Regierungschef: Shinzo Abe

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Fläche: 9.572.900 km²

Bevölkerung: 1367,820 Mio.

Hauptstadt: Peking

Staatsoberhaupt: Xi Jinping

Regierungschef: Li Keqiang

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