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Streit um Inselgruppe: US-Marine will öfter im Südchinesischen Meer kreuzen

Spratly-Inseln im Südchinesischen Meer: Künftig regelmäßige US-Patrouillen Zur Großansicht
REUTERS/U.S. Navy

Spratly-Inseln im Südchinesischen Meer: Künftig regelmäßige US-Patrouillen

Zwei Manöver pro Quartal - "oder ein bisschen häufiger": Die USA kündigen regelmäßige Visiten im Gebiet der umstrittenen Spratly-Inseln an. Die Regierung in Peking dürfte dies als Provokation auffassen.

Rund eine Woche ist es her, dass die USA den Zerstörer USS "Lassen" ins Südchinesische Meer geschickt hatten, er kreuzte knapp eine Stunde lang durch die von China als Hoheitsgebiet beanspruchte Zwölfmeilenzone um das Subi-Riff. Dabei habe es sich keinesfalls um eine Drohung gehandelt, sagte nun der Chef der US-Marine, Harry Harris, vor Studenten in Peking. Es habe sich um eine Routinemission gehandelt, die von niemandem als Drohung verstanden werden sollte.

Die Vereinigten Staaten würden in dem Territorialstreit um die Inseln im Südchinesischen Meer keine Position beziehen, sagte Harris. Man ermutige alle Parteien, den Disput friedlich und unter Berücksichtigung des internationalen Rechts zu lösen.

In der Vergangenheit hatte sich Harris deutlich kritischer geäußert: Im März sagte er zum Beispiel, China nutze Bagger und Bulldozer, um im Südchinesischen Meer eine "riesige Mauer aus Sand" zu bauen.

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Ärger zwischen USA und China: Inselstreit im Südchinesischen Meer
Die Regierung in Peking hatte Ende vergangenen Jahres damit begonnen, fünf Inseln der Spratlys im Südchinesischen Meer durch künstliche Landgewinnung um insgesamt etwa 200 Hektar zu vergrößern. Aber auch Taiwan, Vietnam, Brunei, Malaysia und die Philippinen erheben Anspruch auf das Gebiet. Die Spratly-Inseln liegen an einer der wichtigsten Schiffshandelsrouten. Zudem werden dort große Vorkommen von Erdgas und Öl vermutet.

Regelmäßige Patrouillen im Südchinesischen Meer

Das jüngste US-Manöver war bei der Regierung in Peking auf heftige Kritik gestoßen. Der chinesische Marinechef warnte, schon ein kleiner Vorfall könne zum Krieg führen.

Da wird die neue Ankündigung aus den USA für zusätzlichen Ärger sorgen: Die US-Marine plant, in Zukunft regelmäßig in dem Gebiet zu kreuzen. Damit sollen China und andere Länder an die international gültigen Gesetze erinnert werden, wie ein Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums sagte. Die Rede ist von zwei Manövern pro Quartal "oder ein bisschen häufiger". Dies sei "die richtige Anzahl, um es regelmäßig zu machen, aber nicht zum permanenten Störfaktor".

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Umstrittenes Seegebiet im Südchinesischen Meer

aar/Reuters/AP

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 19 Beiträge
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1. Vollkommen richtig!
go-west 03.11.2015
Alle anderen sollten mitziehen, Japan, Australien, Philippinen, Thailand, Holländer halt, die dort hinten militärische Schiffe haben. Wenn man den Chinesen heute keinen Einhalt gebietet, werden sie demnächst die halben Weltmeere als ihr Territorium beanspruchen.
2. China
studiumgenerale 03.11.2015
sollte jetzt mit Russland - und natuerlich auf internationalem Gewaesser - vor den Vereinigten Staaten Übungen der Marine vollziehen. Schauen wir dann mal, was die Amis dazu sagen.....
3. Man muss es vielleicht noch mal betonen:
Konrad_L 03.11.2015
Die USA sind nicht Anrainer dieser Inselgruppe. Sie sind auch nicht die UNO. Man kann sich also fragen, mit welcher Berechtigung, und welcher Motivation, die USA die Konfliktparteien an "international gültige Gesetze erinnern" wollen.
4. Weltoberlehrer
magier 03.11.2015
"Um andere Länder an die international gültigen Gesetze zu erinnern", bricht man diese mal eben. Ja so sind sie, unsere amerikanischen Freunde! Überall den Oberlehrer und Weltpolizisten spielen, aber selbst sich nicht an die Regeln halten. Lehrer, die mit schlechtem Beispiel vorangehen, taugen nicht.
5.
Hermes75 03.11.2015
Zitat von studiumgeneralesollte jetzt mit Russland - und natuerlich auf internationalem Gewaesser - vor den Vereinigten Staaten Übungen der Marine vollziehen. Schauen wir dann mal, was die Amis dazu sagen.....
Wenn die das in 1000 km zur US-Küste machen vermutlich gar nichts. Das sind internationale Gewässer, da kann herumfahren wer will. Vielleicht würde die Küstenwache sich mal erkundigen ob die Schiffe Hilfe bei der Navigation benötigen ;-) Würden sich die USA wie China verhalten, so hätten sie ungefähr die halbe Karbik zu ihren Hoheitsgewässern erklärt.
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