Irak Al-Qaida bestimmt neue Doppelspitze

Zuletzt war die irakische al-Qaida führungslos, nun hat die Gruppe eine neue Doppelspitze bestimmt. Zum Anführer wurde Abu Bakr al-Baghdadi ernannt, sein Stellvertreter ist Abu Abdullah. Ihre Vorgänger waren Mitte April von irakischen und US-amerikanischen Truppen getötet worden.


Bagdad - Der Ableger des Terrornetzwerks al-Qaida im Irak hat eine neue Führung gewählt. Die Gruppe reagierte damit auf den Tod ihrer Anführer vor einigen Wochen. Auf Islamisten-Web-Seiten wurden die Namen der neuernannten Befehlshaber verbreitet. Demnach wurde ein Iraker mit dem Kampfnamen Abu Bakr al-Baghdadi zum "Emir des Islamischen Staates im Irak" ernannt.

Als seinen "Wesir" und Stellvertreter nannte die Gruppe Abu Abdullah. Beide seien nach ausführlichen Beratungen aller relevanten Kräfte ausgewählt worden, hieß es in der Erklärung.

Den "Islamischen Staat Irak" schuf die Terrorzelle vor mehr als drei Jahren, um sich ein irakischeres Image zu verpassen. Mit der Ernennung der beiden Nachfolger hat die Gruppe nun ihre führerlose Zeit beendet.

Mitte April töteten irakische und US-amerikanischen Truppen die bisherigen Anführer der Dachorganisation. Ende April bestätigte auch al-Qaida den Tod von Abu Omar al-Baghdadi und Abu Ajjub al-Masri.

Obwohl amerikanische Soldaten und irakische Sicherheitskräfte im Anschluss an diese Operation zahlreiche weitere lokale Anführer verhaftet hatten, verübten die Terroristen im Irak in den vergangenen Wochen zahlreiche Sprengstoffanschläge.

Armee meldet Tod von Aufständischen in Pakistan

Im Kampf gegen Aufständische in Pakistan meldete die Armee dort Erfolge. Pakistanische Kampfflugzeuge hätten am Sonntag im Grenzgebiet zu Afghanistan Stellungen der Taliban bombardiert und mehrere radikalislamische Aufständische getötet, sagte ein Angehöriger der Sicherheitskräfte . "Unsere Informanten am Boden sagen uns, dass mindestens 40 Terroristen bei den Angriffen getötet wurden", erklärte er.

Einige weitere Aufständische seien verwundet worden. Insgesamt seien vier Stellungen der Aufständischen im Stammesgebiet Orakzai im Nordwesten Pakistans unter Beschuss gekommen.

Im benachbarten Stammesgebiet Khyber waren am Samstag mindestens 13 Menschen bei einem US-Drohnenangriff ums Leben gekommen.

mmq/dpa/apn



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gg art 5 07.03.2010
1.
Zitat von sysopIm Irak hat die zweite Parlamentswahl seit dem Sturz Saddam Husseins begonnen - sie soll Höhepunkt des Friedensprozesses werden. Doch neue Gewalt und politische Spannungen wecken Zweifel daran. Wie geht es nach den Wahlen weiter im Irak? Können die US-Truppen tatsächlich bald abziehen? Diskutieren Sie mit!
Die Dummheit der USA nimmt niemals ab, und so werden auch keine Truppen abziehen können. Sie spielen weiter die Sunniten gegen die Schiiten aus, was hunderte von Toten kostet.Vielleicht ist ein Abzug auch überhaupt nicht gewollt. Auch Seitens Iran nicht. Solange USA sich in ihrem Vorgarten tummeln und sich weiterhin weltweit lächerlich machen können die Iraner ruhig schlafen denn das kriegslüsterne Israel wird 100.000 Tote US Soldaten nicht verantworten wollen. Viel Spass USA, indem man diese Suppe auslöffelt! Aber man hat´s ja so gewollt.
roland.vanhelven 07.03.2010
2. hahaaa, lustig !
ide US truppen sollen doch gar nicht abziehen. warum hat Halliburton denn massive kasernen fuer tausende neuer GIs errichtet ? und das geschaft fuer die welt banker laeuft doch super. was Obama zu tun und zu lassen hat, sagen ihm uebrigens Trilateral Commission, Council for Foreign Relations und Bilderberg Group.
Pyrrhus, 07.03.2010
3.
Zitat von gg art 5Die Dummheit der USA nimmt niemals ab, und so werden auch keine Truppen abziehen können. Sie spielen weiter die Sunniten gegen die Schiiten aus, was hunderte von Toten kostet.Vielleicht ist ein Abzug auch überhaupt nicht gewollt. Auch Seitens Iran nicht. Solange USA sich in ihrem Vorgarten tummeln und sich weiterhin weltweit lächerlich machen können die Iraner ruhig schlafen denn das kriegslüsterne Israel wird 100.000 Tote US Soldaten nicht verantworten wollen. Viel Spass USA, indem man diese Suppe auslöffelt! Aber man hat´s ja so gewollt.
Die USA spielen Sunniten und Schiiten gegeneinander aus? Wo haben Sie das denn her? Kriegslüsternes Israel? Die Geschichte bestätigt eher das Gegenteil. Israel wurde meistens von seinen Nachbarn angegriffen.
Babilynier 07.03.2010
4. Wie weiter im Irak?
Die Iraker waehlen trotz Terror! Aber die Kommentare (2) schreiben ueber nebebsaechliche Sachen! Der Irak kommt nach 40 Jahren Diktatur und Kriege -Europa konnte sich nicht so lange Kriege und Diktatut leisten, aber auch sie wurden durch die Hilfe von USA (Zwei Male) zum Ufer der Freiheit gebracht-, langsam "zum Leben". Aber es wird nur von Oel und US-Bsatzung gesprochen; nicht von den braven Irakern die trotz Terror an den Urnen waehlen gehen. C. C. Malzahn schrieb ueber die erste Parlament Wahlen (2005): dass es erstes Mal in der Geschichte ist, dass Menschen zum Wahlen trotz Terror gehen; und machen es nochmal.
Jodeldiplom 07.03.2010
5.
Zitat von BabilynierDie Iraker waehlen trotz Terror! Aber die Kommentare (2) schreiben ueber nebebsaechliche Sachen! Der Irak kommt nach 40 Jahren Diktatur und Kriege -Europa konnte sich nicht so lange Kriege und Diktatut leisten, aber auch sie wurden durch die Hilfe von USA (Zwei Male) zum Ufer der Freiheit gebracht-, langsam "zum Leben". Aber es wird nur von Oel und US-Bsatzung gesprochen; nicht von den braven Irakern die trotz Terror an den Urnen waehlen gehen. C. C. Malzahn schrieb ueber die erste Parlament Wahlen (2005): dass es erstes Mal in der Geschichte ist, dass Menschen zum Wahlen trotz Terror gehen; und machen es nochmal.
Recht haben Sie. Jede Stimme, die heute abgegeben wird, ist eine deutliche Absage an die, die Politik mittels Gewehrläufen und Autobomben betreiben wollen. Einige scheinen hier immer noch drauf zu hoffen, dass die Entwicklungen am Ende nicht doch noch der Koalition recht geben, als dass das irakische Volk endlich den Weg zum Frieden und Selbstbestimmung finden kann. Natürlich ist es im Irak noch ein weiter Weg und es gibt noch viele Hindernisse wie den dringend notwendigen Aussöhnungsprozeß zwischen den Konfessionen. Nach der langen Zeit politischer Instabilität und der brutalen Herrschaft des Saddam Hussein braucht es Zeit bis sich ein neues Gleichgewicht eingestellt hat. Historisch gesehen ist der Zeitraum (nicht einmal ein Jahrzehnt) und (bedauerlicherweise) auch der Blutzoll, den dies fordert, nicht außergewöhnlich für den Prozess des "Nation building", insbesondere wenn man berücksichtigt, wer da alles von außen Öl ins Feuer gießt und wie lange die Spannungen zwischen den Konfessionen gewaltsam unterdrückt wurden.
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