Nordirak Anschlag auf Governeurssitz in Erbil

Drei Bewaffnete haben den Gouverneurssitz im nordirakischen Erbil gestürmt. Einer zündete offenbar eine Bombe. Nach Ende der vierstündigen Belagerung waren ein Beamter und alle drei Angreifer tot, es gab mehrere Verletzte.

Sicherheitskräfte vor dem Governeurssitz in Erbil, Irak
REUTERS

Sicherheitskräfte vor dem Governeurssitz in Erbil, Irak


In Erbil, Hauptstadt der teilautonomen Kurdenprovinz im Norden des Irak, hat es einen Anschlag auf den Sitz des Gouverneurs gegeben.

Drei bewaffnete Männer stürmten kurdischen Sicherheitskreisen zufolge das Gebäude und schossen aus Fenstern auf Polizisten und Wachleute. Aus dem Gebäude waren auch Explosionen zu hören. Einer der Eindringlinge habe im Gebäude ein Selbstmordattentat verübt, hieß es.

Während der vierstündigen Belagerung nahmen Scharfschützen der kurdischen Sicherheitskräfte den dritten Stock des Gebäudes unter Beschuss. Aus lokalen Sicherheitskreisen hieß es später, Sicherheitskräfte hätten alle bewaffneten Angreifer getötet. Bei dem Angriff wurden auch mehrere Sicherheitskräfte verletzt. Gouverneur Nawsad Hadi sagte, ein Mitarbeiter sei bei dem "Angriff auf die Regierung" getötet worden.

Wie die Sicherheitsbehörden mitteilten, werde vermutet, die Angreifer könnten zur Terrorgruppe "Islamischer Staat" gehören. Bestätigt wurde das jedoch bisher nicht, auch reklamierte noch keine Gruppe die Tat für sich.

Erbil gilt als eine der stabilsten Städte im Irak, wenngleich die Extremistenmiliz Islamischer Staat auch dort in der Vergangenheit Anschläge verübt hatte. Derartige Angriffe sind dort selten. In Erbil sind auch Soldaten der Bundeswehr stationiert, die dort Ausbildungshilfe leisten.

cht/Reuters/dpa



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