Terror in Irak Dutzende Tote bei Bombenanschlägen in Bagdad

Bei Anschlägen mit Autobomben in Iraks Hauptstadt Bagdad sind Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Weitere hundert wurden verletzt. Die Sprengsätze detonierten vor Märkten und Moscheen.

 Terror in Bagdad: Die Bomben detonierten in kurzer Abfolge
AFP

Terror in Bagdad: Die Bomben detonierten in kurzer Abfolge


Bagdad - Die Sprengsätze detonierten in kurzer Abfolge, berichteten Augenzeugen. Zu den Anschlagzielen gehörten Märkte und Moscheen in Bagdad. Mindestens 40 Menschen kamen ums Leben, weitere Hundert wurden verletzt. Insgesamt elf offenbar koordinierte Angriffe seien in mehrheitlich von Schiiten bewohnten Vierteln der irakischen Hauptstadt verübt worden, teilten Behördenvertreter mit.

Weitere neun Menschen wurden im Laufe des Tages bei Gewalttaten in Bagdad und im nördlichen Mossul getötet. Unter den Opfern waren ein Kämpfer der Anti-Al-Kaida-Miliz Sahwa, seine Frau und ihre drei Kinder. Sie wurden in ihrem Haus im Süden Bagdads erschossen. Die regierungsnahen Milizen gelten militanten Sunniten als Verräter. Bereits am Montag waren zwölf Sahwa-Kämpfer bei Anschlägen getötet worden. Ihr Anführer, Scheich Wissam al-Hardan, wurde verletzt.

Wut auf schiitische Regierung

Die Attentate ereigneten sich nur etwa eine Woche nach einer ähnlichen Gewaltserie, bei der in Bagdad und Umgebung 70 Menschen getötet worden waren. Zunächst bekannte sich niemand zu den neuerlichen Taten.

Die Sicherheitslage im Irak hat sich im laufenden Jahr dramatisch verschlechtert. Die Wut der sunnitischen Bevölkerungsminderheit auf die schiitisch dominierte Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki gilt als einer der Hauptgründe für die zunehmende Gewalt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP wurden seit Jahresbeginn mehr als 3800 Menschen getötet.

mon/afp/dpa



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David67 03.09.2013
1. Da sieht man den Erfolg der völkkerrechtswidrigen US-Kriege:
Etwa 600000 Tote; ein zerstörtes Land, das wahrscheinlich zerfallen wird; Ansteigen des Terrorismus; Vertrauensverlust der Westens, Exodus der Christen. Aber Hauptsache, ein Diktator ist weg. So wird es in Syrien auch kommen, falls die USA auch hier eingreift. AlKaida wird es Obama und Hollande danken!
krasmatthias 03.09.2013
2.
Zitat von sysopAFPBei Anschlägen mit Autobomben in Iraks Hauptstadt Bagdad sind Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Weitere hundert wurden verletzt. Die Sprengsätze detonierten vor Märkten und Moscheen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/40-tote-und-hundert-verletzte-bei-bombenanschlaegen-in-bagdad-a-920252.html
Ich wünsche niemandem etwas schlechtes aber ich wünsche die Bürgerinnen und Bürger der USA müßten nur eine Woche unter den Bedingungen des Irak leben, dann wüßten Sie was sie angerichtet haben. Gerade im Hinblick auf den bevorstehenden Angriff auf Syrien äußere ich diesen Wunsch. Was ist aus Irak, Libyen, Tunesien, Ägypten geworden? Was wird aus Syrien? Ich hoffe, die Freunde Syriens werden helfen.
uwe.c.hansen 03.09.2013
3. ja,Hauptsache, ein Diktator ist weg
Zitat von David67Etwa 600000 Tote; ein zerstörtes Land, das wahrscheinlich zerfallen wird; Ansteigen des Terrorismus; Vertrauensverlust der Westens, Exodus der Christen. Aber Hauptsache, ein Diktator ist weg. So wird es in Syrien auch kommen, falls die USA auch hier eingreift. AlKaida wird es Obama und Hollande danken!
Saddam Hussein hat durch seine Kriege gegen den Iran und Kuwait Hunderttausende in den Tod geschickt, von der Verfolgung von politischen Gegnern und der Vernichtung von Minderheiten (Kurden) mal abgesehen. Schon vergessen ? Im Prinzip gilt da für Assad dasselbe. Besser, ein Diktator ist weg, das Chaos danach muß man akzeptieren, das regelt sich irgendwann, so traurig das auch sein mag. Jedenfalls kostet es weniger Tote. Ist Fakt.
mesopotamien00 03.09.2013
4.
Genau das wollten die Amis erreichen , ncht al qaida zerstören nicht Saddam weg machen nicht assad weg machen sondern nur Chaos in überwiegend muslimische Welt anrichten !! Sie gegeneinander ausspielen ... Chaos anrichten ...das liegt im Interesse der USA . Damit lässt sich Geld verdienen (Waffen Industrie ,Rohstoffe , strategische wichtige versorgungslinien errichten "Pipelines" usw ...) ... Sie führt zu Reduzierung von Menschen in der Welt ... Weils einfach zu schnell und unkontrolliert mehr werden heißt , je mehr Menschen (die meisten bekanntlich Arm und hungrig ) desto weniger für die Elite und Rechen dieser Welt fangen wir wo Nahrung an und hören bei andere materiellen Auf ... Ach ja warum die muslimische Welt ? Weils die schnellste am Wachsende Weltreligion der Welt ist ... (Belgen statistiken ,Von geburtenraten bis hin zu neukonvertoerten),Warum das den Ami Jukt ist mir auch ein Rätsel... Aber nicht nur Arbeit kurbelt die Wirtschaft an sondern auch Konflikte und Politik das ist eine Tatsache , natürlich dient es auch andere größere Wirtschafts Mächte nicht nur VSA . Daher bringt es nix was ihr euch denkt oder worauf ihr spekuliert . Achja glaubt oder glaubt es nicht ...selbst die Iraner arbeiten mit der EU und Amerikaner sonst wären sie schon Ende der 70ger Jahre Platt gemacht worden . Wenn ich eure kommis lese dann weiß ich manchmal echt nicht warum hier soviele recht wenig Ahnung von Politik haben ... Das ist einfach ein Schachspiel -Schach mat nur das Umfeld ist viel komplexer sowie die Interessen der Schachfiguren .
tripler 03.09.2013
5. alter Diktator weg, neuer Diktator
Zitat von uwe.c.hansenSaddam Hussein hat durch seine Kriege gegen den Iran und Kuwait Hunderttausende in den Tod geschickt, von der Verfolgung von politischen Gegnern und der Vernichtung von Minderheiten (Kurden) mal abgesehen. Schon vergessen ? Im Prinzip gilt da für Assad dasselbe. Besser, ein Diktator ist weg, das Chaos danach muß man akzeptieren, das regelt sich irgendwann, so traurig das auch sein mag. Jedenfalls kostet es weniger Tote. Ist Fakt.
Und wenn ein Diktator dann wieder durch einen Diktator ersetzt wird, dann gerät man in eine endlosschleife?? Oder sollte man sich einfach lieber raushalten, wie man es nach internationalem Recht sowieso machen muss. Aber auf internationales Recht (keine Einmischung in Angelegenheiten souveräner Staaten) pfeifft man ja lieber
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