Terror im Irak Dutzende Tote bei Anschlägen in Bagdad

Die beiden Selbstmordattentäter sprengten sich im Zentrum der irakischen Hauptstadt in die Luft: In Bagdad sind bei zwei Anschlägen mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen.

Anschlag in Bagdad (Aufnahme vom Samstag)
AP

Anschlag in Bagdad (Aufnahme vom Samstag)


Bei zwei Selbstmordanschlägen in Bagdad sind am Morgen mindestens 38 Menschen getötet worden. Mehr als hundert wurden nach Angaben des irakischen Gesundheitsministeriums verletzt.

Die beiden Attentäter sprengten sich demnach auf dem Platz Al-Tajjaran im Zentrum der Hauptstadt in die Luft. Die Detonationen ereigneten sich in unmittelbarer Nähe einer Gruppe von Bauarbeitern, wie Augenzeugen berichteten.

Erst am Samstag hatte es in Bagdad einen Selbstmordanschlag mit mehreren Toten gegeben.

Derartige Attentate im Irak werden meist von der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) verübt. Im Dezember hatte die irakische Regierung das "Ende des Krieges" gegen den IS verkündet, nachdem die Dschihadisten aus allen größeren Städten des Landes vertrieben worden waren. IS-Kämpfer sind aber weiterhin im Land aktiv.

Im Sommer 2016 waren in Bagdad beim bisher verheerendsten Anschlag der Dschihadisten mehr als 280 Menschen getötet worden, als eine Autobombe vor einem Einkaufszentrum explodierte. Im November desselben Jahren riss ein Selbstmordattentäter südlich der Hauptstadt mehr als 70 Menschen mit in den Tod, als er an einer Tankstelle einen mit Sprengstoff beladenen Laster zur Explosion brachte.

als/dpa/AFP

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