IS im Irak Dutzende Tote bei Anschlag mit Tanklaster

An einem Checkpoint südlich von Bagdad hat es einen schweren Anschlag gegeben. Die Attentäter ließen einen Tanklastzug explodieren. Der "Islamische Staat" hat sich zu der Tat bekannt.

Twitter/iraqsoniy1

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) beherrscht im Irak große Gebiete im Norden und Westen des Landes. Nun rühmt sich die Organisation, einen verheerenden Selbstmordanschlag rund hundert Kilometer südlich von Bagdad verübt zu haben.

Unbekannte hatten am Sonntagvormittag einen Tanklastzug an einem Kontrollpunkt der Polizei in der Stadt Hilla zur Explosion gebracht. Dabei wurden nach Angaben der irakischen Behörden 60 Menschen getötet und weitere 70 verletzt, sowohl Sicherheitskräfte wie auch Zivilisten. Vertreter der Krankenhäuser haben die Zahl der Toten und Verletzten inzwischen bestätigt. Viele Opfer hätten Verbrennungen erlitten, sagten sie.

Behördenvertreter erklärten, es sei der bislang schwerste Anschlag in der Stadt gewesen. Neben dem Kontrollpunkt seien auch die angrenzende Polizeistation, einige Häuser und Dutzende Autos zerstört worden.

In Hilla leben vor allem Schiiten. In der Stadt hatte es im März 2014 einen einen ähnlich schweren Zwischenfall gegeben. Dabei hatte ein Attentäter ebenfalls bei einem Selbstmordanschlag an einem Checkpoint 50 Menschen getötet und 150 verletzt.

Der IS bekannte sich auf der Webseite "Amaq" zu der aktuellen Tat; die Nachrichtenagentur gilt als Organ der Terrororganisation.

Gebiete unter Kontrolle in Syrien und im Irak
DER SPIEGEL

Gebiete unter Kontrolle in Syrien und im Irak

chs/dpa/Reuters



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