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14. März 2013, 15:59 Uhr

Irak

Extremisten greifen Regierungsviertel in Bagdad an

Die irakische Hauptstadt wurde von einer Serie von Explosionen erschüttert. Schwer bewaffnete Extremisten haben das Regierungsviertel attackiert - unter anderem war das Justizministerium Ziel der Anschläge. Mindestens 18 Menschen wurden getötet.

Bagdad - In der irakischen Hauptstadt Bagdad hat es am Donnerstag eine koordinierte Serie von Bombenanschlägen gegeben. Schwer bewaffnete Extremisten griffen das Regierungsviertel in Bagdad an. Insgesamt starben bei der Attacke auf das Justizministerium und umliegende Straßensperren am Donnerstag mindestens 18 Menschen. Die Nachrichtenagentur dpa sprach von 23 Toten.

Nach Informationen der irakischen Nachrichtenagentur Sumeria News sind unter den Opfern drei Selbstmordattentäter. Die Sicherheitskräfte zählten demnach 51 Verletzte, davon 17 Polizisten. Drei der Angreifer wurden festgenommen.

Anwohner in der Innenstadt von Bagdad hörten vier Explosionen und sahen große Rauchsäulen über dem Stadtteil Alwija aufsteigen. Eine Bombe ging vor dem Außenministerium hoch, eine weitere vor dem Justizministerium. Die zwei restlichen Sprengsätze detonierten in der Nähe der Busstation Alwija. Die Nachrichtenagentur Reuters meldete auch einen Selbstmordattentäter unweit eines Gebäudes des Innenministeriums.

Die Anschlagsserie ereignete sich nahe der sogenannten Grünen Zone. Diese ist besonders gesichert, da dort westliche Botschaften und irakische Regierungsgebäude stehen. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand.

Fünf Wochen vor der Wahl ist der Irak tief gespalten. In den sunnitischen Städten finden jede Woche Protestkundgebung gegen die Regierung des schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki statt. Die Menschen in den kurdischen Autonomieprovinzen und in der von ethnischen Konflikten belasteten Ölstadt Kirkuk nehmen nicht an dem Urnengang teil.

In der 125 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Samarra zündeten Unbekannte einen Sprengsatz neben dem Auto von Ex-Gouverneur Chalid Hussein. Nach Informationen lokaler Medien starb sein Fahrer. Hussein, der für die Liste al-Irakija bei der Provinzratswahl im April kandidiert, überlebte schwer verletzt. Auch fünf Fußgänger erlitten Verletzungen.

heb/AFP/dpa/Reuters/AP

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