Irak Extremisten greifen Regierungsviertel in Bagdad an

Die irakische Hauptstadt wurde von einer Serie von Explosionen erschüttert. Schwer bewaffnete Extremisten haben das Regierungsviertel attackiert - unter anderem war das Justizministerium Ziel der Anschläge. Mindestens 18 Menschen wurden getötet.

Dunkler Rauch über Bagdad: Serie von Anschlägen erschüttert irakische Hauptstadt
AP

Dunkler Rauch über Bagdad: Serie von Anschlägen erschüttert irakische Hauptstadt


Bagdad - In der irakischen Hauptstadt Bagdad hat es am Donnerstag eine koordinierte Serie von Bombenanschlägen gegeben. Schwer bewaffnete Extremisten griffen das Regierungsviertel in Bagdad an. Insgesamt starben bei der Attacke auf das Justizministerium und umliegende Straßensperren am Donnerstag mindestens 18 Menschen. Die Nachrichtenagentur dpa sprach von 23 Toten.

Nach Informationen der irakischen Nachrichtenagentur Sumeria News sind unter den Opfern drei Selbstmordattentäter. Die Sicherheitskräfte zählten demnach 51 Verletzte, davon 17 Polizisten. Drei der Angreifer wurden festgenommen.

Anwohner in der Innenstadt von Bagdad hörten vier Explosionen und sahen große Rauchsäulen über dem Stadtteil Alwija aufsteigen. Eine Bombe ging vor dem Außenministerium hoch, eine weitere vor dem Justizministerium. Die zwei restlichen Sprengsätze detonierten in der Nähe der Busstation Alwija. Die Nachrichtenagentur Reuters meldete auch einen Selbstmordattentäter unweit eines Gebäudes des Innenministeriums.

Die Anschlagsserie ereignete sich nahe der sogenannten Grünen Zone. Diese ist besonders gesichert, da dort westliche Botschaften und irakische Regierungsgebäude stehen. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand.

Fünf Wochen vor der Wahl ist der Irak tief gespalten. In den sunnitischen Städten finden jede Woche Protestkundgebung gegen die Regierung des schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki statt. Die Menschen in den kurdischen Autonomieprovinzen und in der von ethnischen Konflikten belasteten Ölstadt Kirkuk nehmen nicht an dem Urnengang teil.

In der 125 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Samarra zündeten Unbekannte einen Sprengsatz neben dem Auto von Ex-Gouverneur Chalid Hussein. Nach Informationen lokaler Medien starb sein Fahrer. Hussein, der für die Liste al-Irakija bei der Provinzratswahl im April kandidiert, überlebte schwer verletzt. Auch fünf Fußgänger erlitten Verletzungen.

heb/AFP/dpa/Reuters/AP

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ewspapst 14.03.2013
1.
Zitat von sysopDPADie irakische Hauptstadt wird von einer Serie von Explosionen erschüttert. Extremisten attackieren das Regierungsviertel - unter anderem ist das Justizministerium Ziel der Anschläge. Mindestens neun Menschen wurden getötet. Die Kämpfe mit der Armee dauern an. http://www.spiegel.de/politik/ausland/irak-extremisten-greifen-regierungsviertel-in-bagdad-an-a-888884.html
Der Irakkrieg der Herren Bush hat sich doch gelohnt, wenn man der Presse und manchen Politikern gläuben schenkt. Es ist doch dort so friedlich geworden, so ein friedliches Leben hat es doch für die Bevölkerung unter Saddam nicht gegeben. Wie sagte doch die Dame Albright: es hat sich gelohnt. Wenn Sie diesen Worten Glauben schenken, kann man Sie nur bedauern, denn tägliche Bombenanschläge freuen die Waffenindustrie, aber nicht die Bevölkerung und die muss nun die Folgen des völkerrechtswidrigen Krieges ausbaden, mit ihrem Blut.
Dublin Lad 14.03.2013
2.
Zitat von sysopDPADie irakische Hauptstadt wird von einer Serie von Explosionen erschüttert. Extremisten attackieren das Regierungsviertel - unter anderem ist das Justizministerium Ziel der Anschläge. Mindestens neun Menschen wurden getötet. Die Kämpfe mit der Armee dauern an. http://www.spiegel.de/politik/ausland/irak-extremisten-greifen-regierungsviertel-in-bagdad-an-a-888884.html
Demnächst wird es diese Meldungen dann auch aus Syrien geben, wenn die USA in Zusammenarbeit mit den Machthabern in Saudi Arabien und Katar die Macht übernommen haben.
stopfiatmoney 14.03.2013
3.
Zitat von Dublin LadDemnächst wird es diese Meldungen dann auch aus Syrien geben, wenn die USA in Zusammenarbeit mit den Machthabern in Saudi Arabien und Katar die Macht übernommen haben.
Und der EU. Ihre und meine Steuergelder fließen komplett rechts- und völkerrechtswidrig in die Destabilisierung fremder Länder. Mit prognostizierbarem Ausgang für die dortige Bevölkerung. Mir ist weder klar, warum. Noch, warum die Europäer und Amerikaner dieses Handeln ihrer politischen Klasse zulassen.
anonym187 14.03.2013
4. das größte Problem in Irak bleibt
die mangelnde Sicherheit! Usa und Europa solte mehr in das Militär der irakischen Armee investieren und die Polizei hochrüsten !! Die Sicherheit muss lückenlos gewährleistet werden!
ein anderer 14.03.2013
5. ...
Zitat von anonym187die mangelnde Sicherheit! Usa und Europa solte mehr in das Militär der irakischen Armee investieren und die Polizei hochrüsten !! Die Sicherheit muss lückenlos gewährleistet werden!
Ich bin mir nicht sicher ob sich die USA mit einer schiitischen Regierung im Irak zufrieden geben. Die Schiiten haben ihre Chance pro-amerikanisch zu sein nicht wahrgenommen. Gut möglich, dass die USA aus geostrategischen Erwägungen längst wieder mit den Sunniten paktieren.
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