Irak Mehrere Menschen bei Selbstmordanschlag getötet

Nahe der irakischen Hauptstadt Bagdad ist ein Sprengsatz in einem Auto gezündet worden: Bei der Selbstmordattacke starben mehrere Menschen.

Bombenanschlag nahe Bagdad am Sonntag
REUTERS

Bombenanschlag nahe Bagdad am Sonntag


Bei einem Selbstmordanschlag nordöstlich der irakischen Hauptstadt Bagdad sind laut der Nachrichtenagentur Reuters mindestens 14 Menschen getötet worden. Die Zahlen sind jedoch noch unklar: Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa starben sogar mehr als 18 Menschen. Mehr als 30 Menschen hätten Verletzungen erlitten, zitiert Reuters Informanten aus den Reihen der Polizei und aus einem Krankenhaus.

Den Berichten zufolge ist in einem Auto in Khalis ein Sprengsatz detoniert. Die Stadt liegt rund 80 Kilometer von der Hauptstadt Bagdad entfernt. Vermutlich werde die Zahl der Toten noch steigen, hieß es.

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Häufig werden solche Attentate aber vom "Islamischen Staat" (IS) verübt. Die radikal-islamische Terrormiliz hat weite Teile des Iraks und des Nachbarlandes Syrien unter ihrer Kontrolle.

Am Wochenende waren bereits mindestens 25 Menschen bei Anschlägen gestorben. Ein Selbstmordattentäter riss am Sonntag in Bagdad mindestens zehn Menschen mit in den Tod. Nach Polizeiangaben sprengte sich der Täter in einem überwiegend von Schiiten bewohnten Viertel in die Luft. Es gab 30 Verletzte.

Im Norden des Landes trafen Anschläge Flüchtlinge, die aus der von der IS-Miliz kontrollierten Stadt Scharkat geflohen waren. Mindestens 13 Menschen wurden am Samstag durch einen Selbstmordattentäter und die Detonation einer Bombe in der Nähe des Ortes getötet. Regierungstruppen haben Scharkat, das nahe der IS-Hochburg Mossul liegt, belagert.

vek/Reuters/dpa



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