Anschlag im Irak Mehrere Menschen mit Autobombe getötet

Der IS hat weite Teile seines einstigen Herrschaftsgebiets im Irak verloren. Dennoch bleibt die Terrormiliz in dem Land aktiv. Nun hat sie sich zu einem tödlichen Angriff auf Sicherheitskräfte und Zivilisten bekannt.

Sicherheitskräfte mit beschlagnahmter IS-Flagge im Irak (Archivbild)
REUTERS

Sicherheitskräfte mit beschlagnahmter IS-Flagge im Irak (Archivbild)


Bei einem Anschlag mit einer Autobombe sind im Westen des Iraks mehrere Menschen ums Leben gekommen. Der Angriff galt einem gemeinsamen Kontrollposten der irakischen Armee und schiitischer Milizen.

Ein Attentäter habe im Grenzort Al-Kaim mindestens sieben Menschen getötet, teilte die irakische Armee mit. Vier Opfer gehörten demnach zu den Sicherheitskräften, drei waren Zivilisten. Vier Menschen seien verletzt worden, auch der Täter starb.

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannte sich über ihr Sprachrohr Amak zu dem Anschlag. Die sunnitische Extremistengruppe, die mehrere Jahre lang große Teile des Irak und Syriens kontrolliert hatte, bevor sie in beiden Ländern zurückgedrängt wurde, ist noch immer in der dünnbesiedelten Grenzregion aktiv. Besonders im Euphrat-Tal um Al-Kaim und in angrenzenden Wüstengebieten verfügt die IS-Miliz über Rückzugsgebiete, von wo aus sie immer wieder Anschläge auf Sicherheitskräfte verübt.

Polizeikreise berichteten sogar von 21 Toten, die meisten von ihnen Kämpfer von Milizen. Dafür gab es zunächst keine offizielle Bestätigung.

Im Video: Krieg im Namen Allahs - Inside IS

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asa/dpa/AFP



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