Bei einem Anschlag auf das Polizeihauptquartier in der nordirakischen Stadt Kirkuk sind Sicherheitskreisen zufolge mindestens 33 Menschen getötet worden. Ein Selbstmordkommando habe am Sonntag versucht, das Gebäude zu stürmen, sagte ein Vertreter der Polizei. Einer der Attentäter habe sich in einem Auto vor dem Gebäude in die Luft gesprengt.
Zwei weitere mit Schusswaffen und Sprengstoffwesten bewaffnete Angreifer seien von Wachen am Haupteingang aufgehalten und erschossen worden. Mindestens 70 Menschen sollen bei dem Gefecht verletzt worden sein.
In Kirkuk verüben sunnitische Rebellen mit Verbindungen zur Islamisten-Gruppe al-Qaida immer wieder Angriffe auf Sicherheitskräfte. Ihr Ziel ist es, die Regierung des schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki zu schwächen und Spannungen zwischen den islamischen Glaubensrichtungen zu schüren.
Kirkuk steht auch im Mittelpunkt eines Streits zwischen der Regionalregierung im 250 Kilometer entfernten Bagdad und der autonomen Kurden-Region über Öl- und Gebiets-Rechte. Die Zentralregierung ist der Ansicht, sie allein habe per Verfassung die Rechte für den Ölexport. Die Kurden wiederum meinen, die Verfassung erlaube ihnen, Verträge zu schließen und unabhängig Öl zu verkaufen.
Der Streit eskalierte, als die Kurdenregierung damit begann, Geschäfte mit den großen US-Ölmultis Exxon Mobil und Chevron zu machen. Zuletzt waren am 23. Januar 40 Menschen getötet worden, als sich ein Selbstmordattentäter inmitten einer Trauergesellschaft schiitischer Turkmenen in die Luft gesprengt hatte.
mak/Reuters
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