Bagdad - Der Konflikt zwischen den irakischen Sunniten und dem schiitischen Regierungschef Nuri al-Maliki spitzt sich weiter zu. Im Südirak sind bei mehreren Bombenexplosionen am Montag mindestens elf Menschen nach verschiedenen Medienberichten getötet worden.
Unbekannte hätten Sprengsätze in drei Autos versteckt und auf Märkten in den schiitischen Provinzen Amara und Diwanija gezündet, teilten Polizei und Sanitäter mit.
Der irakische Sender Sumeria TV meldete, in der südlichen Stadt Al-Amara seien 16 Zivilisten getötet worden, als zwei Autobomben an einem Ort explodierten, an dem Gelegenheitsarbeiter morgens ihre Dienste anbieten. In Al-Diwanija starben demnach vier Menschen durch eine Autobombe, die neben einem Schnellrestaurant detonierte.
In der nördlichen Stadt Mossul kämpften Extremisten gegen Einheiten von Polizei und Armee. Zwei Soldaten kamen ums Leben. Insgesamt zählten die Behörden 56 Verletzte. Die Deutsche Presse-Agentur sprach von insgesamt 22 Toten am Montag im Irak. Das irakische Nachrichtenportal Schabak meldete, in Mossul seien binnen 48 Stunden 29 Terrorverdächtige festgenommen worden.
Seit dem Abzug der US-Truppen aus dem Golfstaat vor mehr als einem Jahr ist die Gewalt zwischen den verschiedenen Glaubensrichtungen eskaliert.
heb/Reuters/dpa
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