Terror im Irak Mehrere Tote bei Selbstmordattentat nahe Bagdad

An einem Checkpoint in der Nähe der irakischen Hauptstadt Bagdad ist ein Sprengsatz in einem Auto gezündet worden. Mindestens zehn Menschen starben.


Ein Selbstmordattentäter hat südlich der irakischen Hauptstadt Bagdad einen Sprengsatz gezündet und mindestens zehn Menschen getötet. Nach Angaben von Polizei und Ärzten hatte der Mann ein mit Sprengstoff beladenes Auto an einem Checkpoint geparkt. Das Fahrzeug explodierte demnach, als ein Konvoi schiitischer paramilitärischer Kämpfer den Kontrollposten passierte.

Mindestens 25 Menschen wurden bei dem Anschlag verletzt. Unter den Opfern seien Polizisten und Soldaten sowie einige der schiitischen Kämpfer und Zivilisten, hieß es weiter. Der Stützpunkt Jusufija liegt rund 15 Kilometer südlich von Bagdad. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.

Der Anschlag ereignete sich wenige Stunden nach Beginn der Offensive der irakischen Armee auf Mossul. Die Stadt ist die letzte Hochburg der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) im Irak. Experten gehen davon aus, dass der IS verstärkt auf Anschläge zurückgreifen wird, wenn er weiter an Boden verliert.

Am Samstag waren bei einem Selbstmordanschlag in Bagdad mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Der Attentäter hatte sich bei einer schiitischen Trauerfeier im Viertel al-Schaab in die Luft gesprengt. Der IS bekannte sich über sein Sprachrohr Amak zu der Bluttat. Ein weiterer Selbstmordattentäter sprengte sich am Sonntag nahe eines Trauermarsches in die Luft und tötete mindestens zwei Menschen.

brk/Reuters/dpa

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