Bagdad - Erneut hat eine Anschlagsserie die irakische Hauptstadt Bagdad erschüttert: Dabei sind nach Behördenangaben mindestens 34 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 100 wurden demnach verletzt. Das meldet die Nachrichtenagentur AP.
Die Sprengsätze seien in mehreren Bezirken der irakischen Hauptstadt gezündet worden, teilten die Behörden mit. Vier Gebäude seien dabei zerstört worden. Ein Selbstmordattentäter habe sich in der Nähe der früheren britischen Botschaft im Stadtzentrum in die Luft gesprengt, verlautete aus Kreisen des Innenministeriums.
Erst am Ostersonntag waren bei einer gegen die deutsche und weitere Botschaften in Bagdad gerichteten Anschlagsserie mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 220 Menschen wurden nach amtlichen Angaben verletzt. Die drei Attentäter hatten binnen weniger Minuten ihre mit Sprengstoff beladenen Fahrzeuge vor dem Eingang der ägyptischen Botschaft, der iranischen Botschaft sowie in der Nähe der deutschen, spanischen und syrischen Botschaften gezündet. Die irakische Regierung machte das Terrornetzwerk al-Qaida für die Anschläge verantwortlich.
Nach den Parlamentswahlen im vergangenen Monat hatte sich die Lage in der irakischen Hauptstadt etwas beruhigt. Am vergangenen Freitag wurden dann aber mehr als 20 Sunniten ermordet. Seitdem geht die Angst um, die bürgerkriegsähnlichen Kämpfe zwischen den Religionsgruppen könnten wieder aufflammen. Die schiitischen Parteien im Irak werden zum Teil von Iran unterstützt, was viele Sunniten verärgert.
Im Irak wird nach der Parlamentswahl Anfang März derzeit um die Regierungsbildung gerungen. Das Wahlbündnis von Ex-Regierungschef Ijad Alawi hatte den Urnengang mit einem knappen Vorsprung gewonnen.
anr/AFP/apn/AP/Reuters
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