Provinz Dijala Dutzende Tote bei Selbstmordanschlag im Irak

Ein Selbstmordattentäter hat bei einer Beerdigung in der irakischen Provinz Dijala eine Bombe gezündet. Mindestens 30 Menschen starben, die Terrormiliz "Islamischer Staat" bekannte sich zu der Tat.


Bei einem Selbstmordanschlag in der Nähe der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens 30 Menschen getötet worden. Der Attentäter habe während der Beisetzung eines Kämpfers einer schiitischen Miliz seine Sprengstoffweste gezündet, berichteten die Nachrichtenagentur Reuters und AP unter Berufung auf die Polizei. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannte sich zu der Tat.

Der Anschlag ereignete sich am Montag im Osten der Stadt Mukdadija, 80 Kilometer nordöstlich von Bagdad. Ziel waren offenbar zwei lokale Anführer der Organisation Haschid Schaabi gewesen. Beide Männer sollen bei dem Angriff ums Leben gekommen sein.

Mukdadija liegt in der östlichen Provinz Dijala, in der die Behörden vor einem Jahr ihren Sieg über die Aufständischen erklärt hatten. Der IS, der Teile Iraks und Syriens kontrolliert, blieb jedoch auch danach in der Provinz aktiv.

IS-Kämpfer verüben regelmäßig Anschläge im Irak. Erst am Wochenende waren bei einem Doppelanschlag im Bagdader Schiitenviertel Sadr City 78 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden. Die sunnitische Terrormiliz übernahm die Verantwortung.

Gebiete unter Kontrolle in Syrien und im Irak
DER SPIEGEL

Gebiete unter Kontrolle in Syrien und im Irak

brk/Reuters/AP



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