Kampf gegen IS Irakische Truppen melden vollständige Rückeroberung Ramadis

Bedeutender Erfolg für das irakische Militär: Die Armee hat nach eigenen Angaben die Großstadt Ramadi vollständig befreit und die IS-Kämpfer zurückgedrängt.


Soldaten der irakischen Armee haben die Großstadt Ramadi laut Militärangaben von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zurückerobert. Wie das irakische Staatsfernsehen unter Berufung auf die Armee mitteilte, sei die zuvor von IS-Kämpfern kontrollierte Stadt komplett befreit worden.

Zuvor waren die irakischen Einheiten in das Regierungsviertel im Stadtzentrum eingedrungen - dies war der letzte Rückzugsort der Dschihadisten. Die Regierungstruppen hatten am vergangenen Dienstag mit internationaler Luftunterstützung einen Großangriff auf das Zentrum Ramadis begonnen. Die Eroberung der Stadt mit rund 300.000 Einwohnern ist ein bedeutender Erfolg des irakischen Militärs.

Der IS hatte die Hauptstadt der Provinz Anbar im Mai erobert. Anfang Dezember erkämpfte die irakische Armee, die von Kampfflugzeugen der internationalen Militärallianz unterstützt wird, mehrere große Stadtteile zurück. Am Dienstag rückte sie ins Stadtzentrum vor, dann geriet der Vormarsch vor allem aufgrund von Sprengfallen und Heckenschützen zunächst ins Stocken.

kev/AP/dpa

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insgesamt 48 Beiträge
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dissidenten 28.12.2015
1.
Sehr schön! Hoffentlich hält der Erfolg der Iraker weiter an! :)
bertholdalfredrosswag 28.12.2015
2. Mein Wunsch für den Irak
Wünsche der irakischen Armee weiterhin Erfolg bis zur Rückeroberung des gesamten Staatsgebietes. Danach den Wiederaufbau der Infrastruktur und eine friedliche soziale Entwicklung.
e.schw 28.12.2015
3. Der Hass lodert weiter...
Und wie vielen Zivilisten hat die “internationale Luftunterstützung “das Leben gekostet? Glaubt jemand im Ernst, dass “Rückeroberungen” den Widerstandswillen islamistischer Gruppen wirklich schwächt? Man darf zu Recht annehmen, dass nicht zuletzt die Staaten, die die irakische Armee aus der Luft unterstützten, verstärkt den Hass der Islamisten auf sich ziehen. Welche Folgen dies haben kann, mussten die Franzosen erfahren.
säkularist 28.12.2015
4.
Vermutlich duckt sich der IS mal eben weg und in 3 Wochen überrennen wieder 300 Kämpfer 10.000 irakische Soldaten in Ramadi und versorgen sich bei der Gelegenheit wieder mit massenhaft neuesten Waffen. Das sunnitische Kernland im Westen des Irak ist IS-Land. Da können die sich bewegen wie ein Fisch im Wasser. Große Teile der regionalen Bevölkerung unterstützen den IS.
Theodoro911 28.12.2015
5. Warum wird nicht erwähnt
daß sich Armee und Regierung des Irak die angebotene Unterstützung sowohl durch US-Einheiten als auch schiitische Milizen ausdrücklich verbeten haben. Und siehe da es funktioniert. Die Sicherung des Gebietes wird lokalen sunnitischen Milizen übertragen die auch die Polizeiarbeit übernehmen müssen. Die Ansätze für einen durch vernünftige Politik erneuerten Irak werden sichtbar.
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