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Widerstand gegen IS: USA verhängen Sanktionen gegen Dschihadisten

Kurdische Peschmerga-Kämpfer auf dem Weg zum Mossul-Staudamm: Setzen ihre Angriffe auf die Terrorgruppe fort Zur Großansicht
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Kurdische Peschmerga-Kämpfer auf dem Weg zum Mossul-Staudamm: Setzen ihre Angriffe auf die Terrorgruppe fort

Im Kampf gegen die Terror-Miliz "Islamischer Staat" haben die USA nun Strafmaßnahmen gegen zwei Mitglieder des IS und der Nusra-Front verhängt. Währenddessen setzen die Kurden ihre Angriffe im Nordirak fort.

Washington - Zwei Dschihadisten haben nun Reiseverbot, zudem werden ihre Konten im Ausland eingefroren: Das US-Außenministerium hat Sanktionen gegen den Sprecher der Terror-Miliz "Islamischer Staat" (IS), Mohammed al-Adnani, verhängt. Auch gegen das Mitglied der Nusra-Front, Asid Arif, werden Strafmaßnahmen verhängt. Damit wollen die USA offenbar die Resolution des Uno-Sicherheitsrats gegen Dschihadisten stärken, die am Freitag verabschiedet wurde.

Mit den Strafmaßnahmen sollen die IS-Miliz und die Nusra-Front in Syrien geschwächt werden. Außerdem verbietet das US-Finanzministerium es Firmen, mit den beiden Dschihadisten zu handeln.

Für ein Treffen mit dem Nationalen Sicherheitsrat hat US-Präsident Barack Obama seinen Urlaub auf der Insel Martha's Vineyard für zwei Tage unterbrochen. Bei seinem Arbeitsaufenthalt in Washington sollte es um den Fortschritt des US-Militäreinsatzes im Irak gehen, wie das Weiße Haus mitteilte. Der Schritt kam allerdings nicht überraschend, sondern war seit langem geplant.

Nach ihrem Vorstoß bis zum Mossul-Staudamm im Nordirak setzen die Kurden ihre Angriffe auf die Terrorgruppe fort. Einheiten der Peschmerga hätten zwei weitere Dörfer in der Nähe der Talsperre eingenommen. Das meldete die irakische Nachrichtenseite Al-Sumeria News am Montag. Ihr Ziel: Sie wollten in Richtung des Ortes Sumar westlich des Dammes vorrücken. Nach Angaben des irakischen Militärs kämpfen die Kurden zusammen mit Anti-Terror-Einheiten der irakischen Armee.

Waren es in der vergangenen Woche lediglich Hilfsgüter, so will Deutschland in der kommenden Woche auch militärische Ausrüstung in die Krisenregion schicken. Das sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Jens Flosdorff. Waffen werden nicht dabei sein, nur Ausrüstungsgegenstände, die nicht zur Tötung von Menschen verwendet werden könnten. Die Versorgung mit Medikamenten, Nahrung oder Decken durch die Bundeswehr soll Mitte der Woche fortgesetzt werden.

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DER SPIEGEL

Irak: Gebiete unter Kontrolle

vek/Reuters/AFP

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insgesamt 4 Beiträge
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1. Sanktionen gegen die Sprecher?
wachsamer_bürger 18.08.2014
Das ist doch unglaublich, da werden Sanktionen gegen die Sprecher... ich wiederhole die Sprecher verhängt! Jedem der diese Gestalten mit Geld oder Waffen unterstützt sollten die ausländischen Konten gesperrt werden und internationale Haftbefehle ausgeschrieben werden.
2. Hmmm ...
compan 19.08.2014
Ja, ich finde die Formulierung auch ziemlich merkwürdig. Das hört sich an als würden sie sonst legal am Business-Leben teilnehmen. Also meiner Meinung nach müssten diese Sanktionen für alle Dschihadisten gelten ... Ich will nicht, das sie später legal in einem anderen Land, z.B. Deutschland wieder auftauchen.
3. Sanktionen
Proggy 19.08.2014
Sanktionen gegen Terroristen. Wohlmöglich noch Einreiseverbote und Kontensperrung? Hört sich irgendwie lächerlich an. Sollten solche Maßnahmen grundsätzlich automatisch gegen jedes bekannte IS Mitglied ergriffen werden?
4. Wer soll denn hier veralbert werden?
walter_rsr 19.08.2014
Zitat von sysopAFPIm Kampf gegen die Terror-Miliz "Islamischer Staat" haben die USA nun Strafmaßnahmen gegen zwei Mitglieder des IS und der Nusra-Front verhängt. Währenddessen setzen die Kurden ihre Angriffe im Nordirak fort. http://www.spiegel.de/politik/ausland/irak-usa-verhaengen-sanktionen-gegen-dschihadisten-a-986777.html
"*Kampf* gegen die Terrormiliz" durch Sanktionen gegen zwei Mitglieder!? Da werden die IS Angriffe jetzt wohl schlagartig aufhören. Oder etwa nicht?
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