Anschlag in Irak Viele Tote durch Explosion einer Autobombe

Die Autobombe detonierte in einem belebten Einkaufsviertel: Bei einem Anschlag in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindesten 23 Menschen getötet worden.

Zerstörte Autos am Tatort
REUTERS

Zerstörte Autos am Tatort


Bei der Explosion einer Autobombe sind in der irakischen Hauptstadt Bagdad am Montag mindestens 23 Menschen getötet worden, weitere 45 Menschen wurden nach offiziellen Angaben verletzt.

Der Sprengsatz detonierte gegen 19 Uhr Ortszeit (17 Uhr MEZ) im Einkaufsviertel Hay al-Amel. Das hauptsächlich von Schiiten bewohnten Viertel ist um diese Tageszeit für gewöhnlich stark besucht.

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. In der Vergangenheit hatte die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) wiederholt Selbstmordanschläge in Bagdad verübt.

Die Miliz wird zurzeit in ihrer letzten Bastion im Westen des Landes bekämpft: Die irakische Armee geht in einer Offensive gegen den IS in Mossul vor. In Mossul hatte der Anführer des IS, Abu Bakr al-Baghdadi, 2014 sein Kalifat ausgerufen, ein streng islamisches Reich in Syrienund im Irak. Die IS-Dschihadisten hatten weite Teile des Irak eingenommen.

In den vergangenen Monaten eroberten die irakische Armee und kurdische Einheiten viele Gebiete zurück. Mittlerweile ist Mossul die letzte große Stadt im Irak, die zumindest teilweise vom IS gehalten wird. Die im vergangenen Oktober gestartete Offensive der irakischen Armee auf Mossul wird von der US-geführten Anti-IS-Koalition durch Luftangriffe unterstützt.

sun/AP/AFP



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