Nach Abschuss in Israel: Iran brüstet sich mit Drohnen-Technologie

Israel hat eine iranische Drohne abgeschossen - doch angeblich nicht das neueste Modell. Das behauptet zumindest das Regime in Teheran: Laut Verteidigungsminister Vahidi sind die Ingenieure der Islamischen Republik schon viel weiter.

Drohne bei einer Militärparade in Iran (2009): "Nicht die neueste Technologie" Zur Großansicht
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Drohne bei einer Militärparade in Iran (2009): "Nicht die neueste Technologie"

Teheran - Iran besitzt angeblich wesentlich fortschrittlichere Drohnen als die eine, die Anfang Oktober in Israel entdeckt wurde. Das behauptete der iranische Verteidigungsminister Ahmad Vahidi laut Berichten der iranischen Nachrichtenagentur IRNA und Mehr News Agency am Sonntag.

Zu Beginn des Monats hatten israelische Kampfflugzeuge ein unbemanntes Fluggerät abgeschossen. Es war, vom Mittelmeer kommend, bereits 55 Kilometer in den israelischen Luftraum vorgedrungen.

Die libanesische Hisbollah hatte sich kurz darauf zu einem Drohneneinsatz in Israel bekannt. Schon vorher hatte Israel entsprechende Vermutungen geäußert. Die schiitische Hisbollah-Miliz gab an, die Drohne sei in Iran gefertigt und im Libanon montiert worden. Der iranische Verteidigungsminister Vahidi hatte schon diesen Start als Beweis für die militärischen Einsatzmöglichkeiten des Landes ausgelegt.

Dutzende unentdeckte Erkundungsflüge

Laut der Nachrichtenagentur IRNA erklärte er jetzt, es handele sich beim besagten Modell "definitiv nicht um die neueste iranische Technologie". Allerdings führte er diese Behauptung nicht näher aus.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich das Land mit seinem Know-how auf diesem Sektor brüstet: Im April hatte Iran bekanntgegeben, die Stealth-Drohne kopieren zu können, die das Militär von den USA erbeutet hatte. Im Dezember 2011 war eine amerikanische Drohne über dem Land abgestürzt und äußerlich beinahe unversehrt in die Hände des iranischen Militärs geraten. Es handelte sich um die hochmoderne Tarnkappen-Drohne RQ-170 "Sentinel".

Von iranischer Seite wurde großspurig angekündigt, es werde mit dem Nachbau begonnen. Experten allerdings hielten es für unwahrscheinlich, dass es den Iranern gelingen könnte, eine Kopie herzustellen, die nicht nur aussieht wie das komplexe Fluggerät, sondern auch genauso funktioniert.

Zudem wurde behauptet, iranische Drohnen hätten in den vergangenen Jahren vom Libanon aus bereits Dutzende - offenbar unentdeckte - Erkundungsflüge in den israelischen Luftraum unternommen. Ein israelischer Offizieller wies diese Darstellung zurück.

juh/AP/Reuters

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insgesamt 70 Beiträge
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1. Der Iran
hxk 28.10.2012
behauptet viel, wenn der Tag lang ist. Ich sehe das als Kraftmeierei, mit dem sie ihre Schwäche überspielen wollen. Noch(!) haben sie keine gefährlichen strategischen Waffen. Ein paar Mittelstreckenraketen mit konventionellen Sprengköpfen, viele Katjuschas in Gaza und dem Libanon, das wars dann auch schon.
2. Nun...
Layer_8 28.10.2012
Zitat von sysopIsrael hat eine iranische Drohne abgeschossen - doch angeblich nicht das neueste Modell. Das behauptet zumindest das Regime in Teheran: Laut Verteidigungsminister Vahidi sind die Ingenieure der Islamischen Republik schon viel weiter. Iran brüstet sich mit Drohnen-Technologie - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/iran-bruestet-sich-mit-drohnen-technologie-a-863896.html)
...ich denke, dass die meisten Iraner die was von elaborierter Technik und Elektronik verstehen schon längst diesen geistig armseligen Gottesstaat verlassen haben. Das sind heute die, welche jetzt in Europa und Nordamerika ihr gutes Geld verdienen. Ich kenne von denen viele, die meisten sind jetzt Atheisten. Also kein Grund zur Panik wegen Allah's Schrottdrohnen
3.
franko_pizza 28.10.2012
Iranischr Drone ist tief von Norden und von Mittrelmeer im israel eingedrungen und erst über Dimona abgeschossen. nach dem alles fotographiert hat Das zeigt die Zeigt die luftabwehr von israel ist nicht effektiv genug.
4.
Ernst August 28.10.2012
Zitat von Layer_8...ich denke, dass die meisten Iraner die was von elaborierter Technik und Elektronik verstehen schon längst diesen geistig armseligen Gottesstaat verlassen haben. Das sind heute die, welche jetzt in Europa und Nordamerika ihr gutes Geld verdienen. Ich kenne von denen viele, die meisten sind jetzt Atheisten. Also kein Grund zur Panik wegen Allah's Schrottdrohnen
Nee, die taugen nichts denn die 4,5 Millionen Studenten und ihre Vorgängergenerationen sind alle doof weil die Klugen alle Atheisten geworden sind - aber an der Bombe bauen sie. Mal sehen ob sie die Aufhängung an den Drohnen für die Bombe wenigstens hinbekommen. P.S. Peter SL (ist tatsächlich viel rumgekommen wie kein anderer und u.a. einer Exekution nurt knapp entkommen) sinngemäß bei Lanz: 1. Im arabischen/islamischen Raum kann man Christ sein oder Jude sein und wird nicht belästigt - nur einds darf man nicht sein: Gottlos. 2. Der Mensch ist von Natur aus ein Verbrecher - er ist ein Raubtier.
5. Ich glaube ja einiges.
prontissimo 28.10.2012
Zitat von sysopIsrael hat eine iranische Drohne abgeschossen - doch angeblich nicht das neueste Modell. Das behauptet zumindest das Regime in Teheran: Laut Verteidigungsminister Vahidi sind die Ingenieure der Islamischen Republik schon viel weiter. Iran brüstet sich mit Drohnen-Technologie - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/iran-bruestet-sich-mit-drohnen-technologie-a-863896.html)
Im Militärmuseuum der Bundeswehr in Koblenz-Metternich hängen zig Drohen ( eher Dröhnchen ) an der Decke. Das sind teurere ( nicht bessere ) Modellflugzeuge die mit den heute von den USA, Russland und China eingesetzten so viel zu tun haben, wie ein Tretroller mit Vettels Red Bull-Karre. Da ist wohl tatsächlich der Wunsch der Vater des Gedankens.
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Fläche: 1.648.195 km²

Bevölkerung: 74,962 Mio.

Hauptstadt: Teheran

Staatsoberhaupt und Religionsführer:
Ajatollah Ali Chamenei

Staats- und Regierungschef:
Hassan Rohani

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Republik Iran
Land
REUTERS
Die Islamische Republik Iran ist mit einer Fläche von rund 1,7 Millionen Quadratkilometern fünfmal so groß wie Deutschland. Das Land besitzt nach Russland die zweitgrößten Erdgasreserven der Welt, beim Erdöl steht Iran auf Platz drei und ist derzeit nach Saudi-Arabien der größte Produzent innerhalb der Opec.
Politik
dpa
Seit der Islamischen Revolution von 1979 haben der Revolutionsführer, aktuell Ajatollah Ali Chamenei, und der Wächterrat die größte Macht im Staat. Der Wächterrat kontrolliert die Kandidaten für Wahlen. Der Regierungschef ist der gewählte Präsident - seit 2005 Mahmud Ahmadinedschad.
Leute
Corbis
Iran hat rund 72 Millionen Einwohner. Auf dem Uno-Index menschlicher Entwicklung (HDI) für 179 Staaten belegt Iran Platz 84 (Deutschland ist auf Platz 22). Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 70 Jahren (zum Vergleich: Die Lebenserwartung in Deutschland liegt bei 79 Jahren).
Wirtschaft
REUTERS
Die Wirtschaftsleistung pro Kopf betrug 2008 laut einer Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) rund 5200 Dollar. Begünstigt vom hohen Ölpreis wuchs die Wirtschaft zuletzt um etwa sechs Prozent. Neben der Arbeitslosenquote, die laut inoffiziellen Schätzungen bei etwa 30 Prozent liegt, ist die Inflation eines der größten wirtschaftlichen Probleme. 2008 soll sie bei fast 30 Prozent gelegen haben, für 2009 rechnet der IWF mit 25 Prozent. Im Jahr 2005 machten Teherans Ausgaben für das Militär laut Uno-Statistiken 5,8 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung aus (Deutschland: 1,4 Prozent).
Menschenrechte
REUTERS
Nach China ist Iran das Land, in dem die meisten Todesurteile vollstreckt werden. Laut Amnesty International wurden 2009 mindestens 388 Menschen hingerichtet, das waren 42 Hinrichtungen mehr als im Vorjahr. Der Uno zufolge saßen 2007 pro 100.000 Einwohner 214 Menschen im Gefängnis (in Deutschland sind es 95). Korruption ist in Iran weit verbreitet. Auf dem weltweiten Index von Transparency International nimmt Iran 2009 bei 180 beobachteten Staaten den 168. Rang ein (Deutschland: 14).
Chronik
Aufstieg von Mohammed Resa
AFP
Im Zweiten Weltkrieg gilt der monarchische Staat Iran als Freund der Achsenmächte. Britische und sowjetische Truppen besetzen daher 1941 das Land. Resa Schah muss abdanken. Die Alliierten inthronisieren seinen Sohn Mohammed Resa . Wegen seiner proamerikanischen Reformpolitik gerät der Schah erstmals 1963 in die Kritik von Ajatollah Ruhollah Chomeini, einem damals hochrangigen religiösen Führer, den die Regierung ein Jahr später in die Türkei abschiebt. Chomeini geht schließlich in den Irak. Dort bleibt er 13 Jahre und entwickelt er das Staatsmodell des islamischen Staates. Mit seiner repressiven Politik und seinem dekadenten Herrschaftsstil bringt der Schah eine wachsende Opposition aus sehr unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Schichten gegen sich auf.
Ajatollah Chomeini und die islamische Revolution
Getty Images
1978 mobilisieren Liberale und Konservative, Säkulare und Religiöse, Linke und Rechte Massenproteste gegen den Schah. Zur Leitfigur des Protests wird Ajatollah Chomeini. Den landesweiten Streiks und Massendemonstrationen in Teheran schließen sich Hunderttausende an. Armee und Polizei gehen teilweise brutal gegen die Demonstranten vor. Dennoch enden die Proteste mit dem Sturz des Schahs am 16. Januar 1979. Nach Chomeinis Rückkehr aus dem Exil in Frankreich, wohin er 1978 gedrängt worden war, spricht sich die Bevölkerung in einem Referendum für die Islamische Republik aus, deren oberster Führer der Großajatollah selbst wird.

Die Außenpolitik Chomeinis wendet sich vor allem gegen die USA und Israel. Am 4. November 1979 besetzen islamische Kräfte die amerikanische Botschaft und nehmen mehr als 50 Geiseln, die erst nach 444 Tagen wieder freikommen. Chomeini billigt die Aktion. Die Beziehungen zu den USA erreichen ihren Tiefpunkt. Unterstützt von den USA überfällt der Nachbarstaat Irak am 22. September 1980 Iran. In dem folgenden acht Jahre langen Krieg zwischen den beiden Ländern sterben etwa eine Million Menschen.
Phase der Islamisierung
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Im Laufe des Kriegs treibt die Regierung die Islamisierung des Landes voran. Für Frauen gilt eine strenge Kleiderordnung, in öffentlichen Verkehrsmitteln die Geschlechtertrennung. Chomeini lässt linksgerichtete politische Häftlinge ermorden, vor allem Anhänger der Volksmudschahidin, die noch während der Revolution auf Seiten Chomeinis standen.

1989 stirbt der religiöse Führer. Der Expertenrat, ein Gremium aus höchsten religiösen Sachverständigen, ernennt Ajatollah Ali Chamenei zum Nachfolger. In den Folgejahren hat Iran stark unter zunehmender Korruption zu leiden. Die Liberalisierung der Wirtschaft bleibt weitgehend wirkungslos. Bereits 1995 verhängen die USA erste wirtschaftliche Sanktionen, weil Iran nach US-Auffassung den internationalen Terrorismus unterstützt.
Vom Reformer Chatami zum Hardliner Ahmadinedschad
AFP
Der als liberaler Geistlicher geltende Mohammed Chatami gewinnt 1997 die Präsidentschaftswahl. Seine innenpolitischen Reformbemühungen geraten allerdings ins Stocken, da er versucht, zu viele politische Lager zusammenzubringen, und die nach wie vor einflussreichen konservativen Hardliner erheblichen Widerstand leisten. Im Juni 2005 erobert der frühere Bürgermeister Teherans und konservative Hardliner Mahmud Ahmadinedschad das Amt des Präsidenten. Außenpolitisch sorgt er vor allem durch Vorantreiben eines Atomprogramms und harsche verbale Angriffe gegen Israel für Ärger.