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Iran-Reise: Steinmeier buhlt um Deutschland-Besuch Rohanis

Steinmeier, Rohani: "Bleiben darüber im Gespräch" Zur Großansicht
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Steinmeier, Rohani: "Bleiben darüber im Gespräch"

Die Kanzlerin hielt bislang wenig von einem raschen Berlin-Besuch Hassan Rohanis. Doch Außenminister Steinmeier geht nun auf Teheran zu: Der iranische Präsident solle Deutschland "als Besuchsziel in den Blick nehmen".

Soll die Bundesregierung den iranischen Präsidenten Hassan Rohani nach Deutschland einladen? Die Koalition ist sich in dieser Frage nicht einig (hier lesen Sie mehr). Kanzlerin Angela Merkel will von einer Visite des umstrittenen Politikers offenbar nichts wissen. Schließlich gefährde Irans Führung Israel, heißt es in Berlin - und auch die hohe Zahl der Hinrichtungen seien ein Problem.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist nun trotzdem einen Schritt auf Rohani zugegangen. Bei einem Treffen habe er dem Präsidenten gebeten, "bei seiner nächsten Europareise auch Deutschland als Besuchsziel in den Blick zu nehmen", sagte Steinmeier in Teheran. "Wir haben verabredet, darüber im Gespräch zu bleiben." Aus dem Umfeld Steinmeiers hieß es, dass es sich nicht um eine förmliche Einladung handle.

Rohani hatte vor wenigen Tagen bei seiner ersten Europareise nach Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen Iran nur Italien und Frankreich besucht und dabei Milliardengeschäfte auf den Weg gebracht. Weitere Reisen nach Österreich und Belgien sind bereits geplant. Mitte Januar war die Umsetzung des Nuklearabkommens verkündet worden, das eine iranische Atombombe verhindern soll.

Steinmeier hielt sich in der iranischen Hauptstadt zu Beratungen über den Syrienkonflikt auf. Am Vormittag reiste er nach Saudi-Arabien weiter. Teheran hatte er bereits zum zweiten Mal besucht. Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) war im vergangenen Juli mit einer Wirtschaftsdelegation dort und hat bereits eine weitere Reise geplant. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hofft auf eine Vervierfachung der Exporte nach Iran auf zehn Milliarden Euro innerhalb von vier Jahren.

Rohani sagte, eine langfristige Zusammenarbeit zwischen Iran und Deutschland in vielen Belangen sei ein Muss. "Denn außer den bilateralen Beziehungen, ist diese Zusammenarbeit auch notwendig für die Stabilität in der Region." Es sei im Interesse beider Länder, dass der Terrorismus bekämpft und die Krise in der Region beendet werde.

kev/dpa/Reuters

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Fläche: 1.648.195 km²

Bevölkerung: 79,476 Mio.

Hauptstadt: Teheran

Staatsoberhaupt und Religionsführer:
Ajatollah Ali Chamenei

Staats- und Regierungschef:
Hassan Rohani

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