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Nuklearstreit: Gespräche über Irans Atomprogramm bis Juli verlängert

Atomgespräche in Wien: Erneute Fristverlängerung Zur Großansicht
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Atomgespräche in Wien: Erneute Fristverlängerung

Eigentlich sollten die Verhandlungen mit Iran jetzt zu Ende sein, doch eine Einigung wurde nicht erreicht - es wird weiter geredet. "Wir sind in vielen Punkten noch auseinander", sagte Außenminister Steinmeier.

Wien - Es hatte sich angedeutet, nun ist es offenbar ausgemacht: Die Verhandlungen um das umstrittene Atomprogramm Irans werden verlängert, wie es aus Diplomatenkreisen heißt. Demnach soll nun bis zum 1. März 2015 ein politisches Abkommen ausgehandelt werden. Sämtliche Detailregelungen folgen demnach bis zum 1. Juli 2015. Ursprünglich hatten der Westen und Iran ausgehandelt, bis zum heutigen Montag eine Vereinbarung zu treffen.

Am Vormittag war bereits durchgesickert, dass es am letzten Tag vor Ablauf der Frist keinen Durchbruch geben würde. "Wir sind bei diesem komplexen Konflikt in vielen Punkten noch auseinander", sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. Sogar der russische Präsident Wladimir Putin wollte sich angesichts der verfahrenen Lage in die Verhandlungen einschalten und mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani telefonieren.

Da es in den Gesprächen zuletzt jedoch kaum Fortschritte gab, erwog Teheran schon seit einer Weile eine Verlängerung der Verhandlungsfrist. Die Vereinbarung soll dem Land nach einem zwölfjährigen Konflikt mit dem Westen die friedliche Nutzung der Atomtechnologie erlauben, zugleich aber verhindern, dass es Atomwaffen entwickelt. Größter Streitpunkt ist der Zeitrahmen für eine Aufhebung der westlichen Sanktionen gegen Iran. Der Westen wirft Teheran vor, unter dem Deckmantel der Energiegewinnung den Bau von Atomwaffen zu planen. Die Regierung in Teheran weist dies zurück.

Ursprünglich wollten die fünf Uno-Vetomächte USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich sowie Deutschland schon zum 20. Juli mit Iran ein Nuklearabkommen aushandeln - schon damals war die Frist jedoch bis zum November verlängert worden. Vor einem Jahr hatten die Verhandlungspartner in Genf eine Übergangslösung erzielt, wonach Iran Teile seines Atomprogramms aufgeben und tägliche Kontrollen ermöglichen soll. Im Gegenzug versprach der Westen die Lockerung von Wirtschaftssanktionen.

Die Republikaner im US-Senat drängen nun auf eine erneute Verschärfung der Strafmaßnahmen gegen Teheran. Ex-Präsidentschaftskandidat John McCain sagte, die Verhandlungen sollten nur fortgesetzt werden, wenn gleichzeitig die Sanktionen ausgebaut werden.

mxw/Reuters/AFP/AP/dpa

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insgesamt 6 Beiträge
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1. Das iranische Volk...
H.Yalcin 24.11.2014
...hat das Recht auf Atomstrom. Was glauben die westlichen Länder eigentlich was sie sind? Der Nabel der Welt? Wohlstand und Unabhängigkeit sind immer mit Enegie und Rohstoffen verbunden. Rohstoffe hat der Iran ja bekanntlich - nur die Energie fehlt. Der westen will den Iran weiter im Würgegriff und in der Abhängigkeit halten. Das Netanjahu den Iran gefährlicher einstuft als den (durch Israel unterstützen IS) lässt doch dazu schließen, dass der Iran als Feindbild weiter gültigkeit besitzen soll.
2. Yellow Submarine
Leitfossil 24.11.2014
Eine überlegene Politik und Verhandlungsführung Irans, haben zu diesem schönen Erfolg geführt. Man ist seitens Teherans bereit, den Europäern noch etwas Zeit einzuräumen, um zu verstehen, was damit gemeint sein könnte, nichts von seinem atomaren Programm abzubauen. Israelkritiker werden's gerne hören, können die Zentrifugen jetzt weiter ungestört das Vorprodukt für die bereits fertig entwickelten Trägersysteme produzieren.
3. Geduld von allen Seiten notwendig
stimme-aus-dem-norden 24.11.2014
Es hat 35 Jahre gebraucht, bis die aktuelle Situation sich zwischen Iran und dem Westen so entwickelt hat! 35 Jahre mit Anfeindungen, Erniedrigungen, Beteiligung an Kriegen auf beiden Seiten und und und... Es hätte an ein Wunder gegrenzt, wenn innerhalb von einem Jahr sich das Verhältnis komplett normalisiert hätte. Es gibt noch sehr viele Gegner einer Annäherung in den Ländern selbst und außerhalb. Wenn die Geschwindigkeit der Annäherung zu hoch wäre, könnte es auch plötzlich ins Gegenteil umschlagen. Gerade Präsident Rohani braucht noch Zeit, um seine Macht und seinen Einfluss im Iran zu etablieren. Ich finde, er macht es bis jetzt sehr gut, unter Berücksichtigung der Tatsache, dass er von vielen konservativen Hardlinern umgeben ist und im Grunde nicht das letzte Wort spricht. Er muss sehr vorsichtig sein und kleine Schritte in Richtung Öffnung machen... Immerhin ist es mittlerweile normal, dass man den iranischen und amerikanischen Außenminister an einem Tisch sitzen sieht, vor 18 Monaten noch völlig undenkbar! Und ich bin sicher, dass wiederum in 18 Monaten wir viel weiter sind als jetzt..
4. Weiterverhandeln von mir aus
mchunter 24.11.2014
aber man sollte die Sanktionen wieder aufnehmen und dem Iran klip und klar sagen, das es keine dritte Verlängerung gibt und das man sich dann ggf. halt abwendet, die diplomatischen Beziehungen und sämtliche wirtschaftlichen Beziehungen abbricht. Dann hat es halt keinen Zweck! Auch der Iran muss sich irgendwann entscheiden.
5. Titel
huggiii 24.11.2014
Zitat von H.Yalcin...hat das Recht auf Atomstrom. Was glauben die westlichen Länder eigentlich was sie sind? Der Nabel der Welt? Wohlstand und Unabhängigkeit sind immer mit Enegie und Rohstoffen verbunden. Rohstoffe hat der Iran ja bekanntlich - nur die Energie fehlt. Der westen will den Iran weiter im Würgegriff und in der Abhängigkeit halten. Das Netanjahu den Iran gefährlicher einstuft als den (durch Israel unterstützen IS) lässt doch dazu schließen, dass der Iran als Feindbild weiter gültigkeit besitzen soll.
... woher nehmen Sie denn die Annahme dass em Iran die friedliche Nutzung von Atomstrom nicht gestattet werden solle? Davon ist niemals die Rede gewesen. Dass der Iran für Israel gefährlich ist können Sie dem Umstand entnehmen, dass die Hamas vom Iran Raketen bekommen hat die man auf Israel abgeschossen hat. Kein feiner Zug von der Mullahkratur. Der Iran wird von Irren und Schwachköpfen regiert, da muss man schon Vorsicht walten lassen.
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Staatsoberhaupt und Religionsführer:
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Staats- und Regierungschef:
Hassan Rohani

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