Konflikt mit den USA Iran droht mit Ende des Atomabkommens

Seit US-Präsident Trump im Amt ist, verschlechtern sich die Beziehung zu Iran. Sein Amtskollege Rohani warnt: Teheran könne das Atomabkommen "binnen Stunden" aufkündigen.

Hassan Rohani (Mitte)
DPA/ Office of the Iranian President

Hassan Rohani (Mitte)


Eskalation mit Ansage: Iran hat mit der Kündigung des Atomabkommens gedroht. Sollte Washington seine Politik "der Sanktionen und des Zwangs" fortsetzen, könne Teheran das Abkommen "binnen Stunden" aufkündigen, warnte Präsident Hassan Rohani in einer Ansprache im Parlament.

Hintergrund sind die sich verschlechternden Beziehungen zu den USA. Präsident Donald Trump ist ein scharfer Kritiker des 2015 zwischen Iran und den fünf Uno-Vetomächten sowie Deutschland geschlossenen internationalen Atomabkommens.

Dieses verpflichtet Teheran, seine Urananreicherung drastisch zurückzufahren und verschärfte internationale Kontrollen zuzulassen. Im Gegenzug sollen schrittweise die Sanktionen gegen das Land aufgehoben werden. Seit Trumps Amtsantritt im Januar haben die Vereinigten Staaten jedoch mehrfach neue Sanktionen verhängt.

Die "gescheiterte Erfahrung von Sanktionen und Zwang" habe frühere US-Regierungen an den Verhandlungstisch gebracht, sagte Rohani in seiner Rede. "Falls sie zu dieser Erfahrung zurückkehren wollen, werden wir noch viel stärker zu unserer früheren Situation zurückkehren", warnte er.

dop/AFP



insgesamt 86 Beiträge
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womo88 15.08.2017
1. Neue Baustelle für Trump!
Kann man dessen Baustellen überhaupt noch zählen? Ich habe mal gelernt, dass ich erst einmal beobachte, wenn ich irgendwo neu anfange. Trump haut erst einmal alles kaputt.
Fürstengruft 15.08.2017
2. Da wird wohl ein neues Theaterstück vorbereitet.
Es wird nie langweilig auf der Weltbühne.
dweik01 15.08.2017
3. Mit Trump wechselt das internationale Klima von einer Phase
... des nachsichtigen Interessenausgleichs in eine Phase der Macht des Stärkeren. Das liegt nicht an Trump. Das liegt an einem globalen Klima, in dem immer mehr Menschen von halbseidenen Kompromissen gegen ihre Interessen die Nase voll haben und dort, wo sie wählen dürfen, solche an die macht wählen, die genau das ändern, anderswo denen zujubeln die es auch so machen. Beispiele?: Russland - die waren nicht immer so cowboymäßig drauf, aber Putin hat breite Unterstützung aus dem Volk. China, gebärt sich auch zunehmend "selbstbewußt" und wird von der Masse des Volkes gestützt, Türkei....Philippinern, ggf sogar Venezuela. Teheran könne das Atomabkommen "binnen Stunden" aufkündigen, aber eventuell auch riskieren, daß binnen Tagen die Israelis Angriffe fliegen. Es ist nicht mehr das Zeitalter des Ausgleichs, es ist da Zeitalter frühzeitiger strategischer Allianzen, die auch das halten was sie versprechen! Letzteres vor allem an die Adresse der Bundesregierung. Außenpolitik wird schwieriger und spannender
Cochrane 15.08.2017
4. Immer mehr Staaten
werden sich ihre Souveränität durch Atomwaffen erkaufen. Da können sich die USA und Israel auf den Kopf stellen, es wird den Sachverhalt nicht ändern. Und die Politik beider Staaten in der jüngeren Vergangenheit hat mit zu dieser Entwicklung geführt. Die Debatte geht tiefer als es auf den ersten Blick scheint. Israelis waren schon immer bereit, für Israel zu kämpfen, US Amerikaner für die USA nie, außer die anderen haben keinen Joy-Stick, wie man selbst. Es ist doch eine logische Konsequenz, daß in 20 Jahren auch andere Präsidenten als der amerikanische, russische oder israelische MP, Todesurteile unterschreiben werden, mit den Drohnenkills getätigt werden.
Poli Tische 15.08.2017
5. Trumpelstilzchen auf seinem Weg.....
.....ins Weltchaos - und wir schauen zu wie dieser Troll ohne Verstand alles einreißt, was jahrzehntelang mühsam aufgebaut wurde. Wann wird ihm endlich das "Handwerk" gelegt?
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