Proteste in Iran Rohani fordert Freilassung aller verhafteten Studenten

Hassan Rohani stellt sich gegen die Hardliner in Teheran: Irans Präsident drängt auf die Freilassung aller Studenten, die nach den Protesten gegen das Regime inhaftiert wurden.

Irans Präsident Hassan Rohani
AFP

Irans Präsident Hassan Rohani


Irans Justiz will nach den Protesten die sozialen Medien abschaffen, Präsident Hassan Rohani fährt dagegen einen anderen Kurs: Er fordert die Freilassung aller verhafteten Studenten. Das gab Wissenschaftsminister Mansur Gholami nach einer Kabinettssitzung am Mittwoch bekannt.

"Nach Konsultationen mit dem Innenminister und Geheimdienstchef forderte der Präsident die Freilassung aller Studenten binnen 24 bis 48 Stunden", sagte der Minister. Mehr als 3700 Demonstranten sollen bei den Unruhen verhaftet worden sein. Über die genaue Anzahl der Studenten gibt es keine Angaben, die Rede ist von über 100.

Über den Umgang mit den Protesten gibt es in Iran Konflikte zwischen der Staatsführung und dem mächtigen Klerus. Die Demonstranten hatten über soziale Netzwerke über ihre Aktivitäten berichtet.

Die iranische Justiz will deswegen Internetdienste wie Telegram und Instagram sperren lassen. Diese Entscheidung betreffe besonders die beiden im Land noch nicht gesperrten Messaging und Foto-Video-Apps Telegram und Instagram. "Diese Medien verbreiten nicht nur Inhalte gegen die innere Sicherheit des Landes, sondern auch gegen die islamischen Werte", sagte der Vizegeneralstaatsanwalt Abdul-Samad Chorramabadi.

als/dpa

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.