Iran Mindestens 20 Tote bei Selbstmordanschlag auf Revolutionsgarde

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Bus der Revolutionsgarden im Südosten Irans sind zahlreiche Menschen getötet worden. In der sunnitischen Grenzregion sind mehrere Rebellengruppen aktiv.

Anschlagsort
AFP/FARS NEWS

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Die Explosion ereignete sich in der unruhigen Provinz Sistan und Belutschistan: Bei einem Anschlag auf einen Bus der Revolutionsgarden sind in Iran mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna.

Die Revolutionsgarden erklärten, die Truppen seien auf dem Rückweg von der Grenze gewesen, als ein mit Sprengstoff beladenes Auto neben ihrem Bus explodierte. Die Eliteeinheit ist dem obersten Führer des Landes, Ayatollah Ali Khamenei, unterstellt.

Die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars meldete ebenfalls 20 Todesopfer. Mindestens zehn weitere Menschen seien bei dem Attentat an der Fernstraße zwischen den Städten Sahedan und Chasch verletzt worden.

Anschlag während Iran-Konferenz in Warschau

Bislang hat sich noch niemand zu dem Anschlag auf die Revolutionsgarde bekannt. Iranische Staatsmedien haben jedoch bereits einen islamistischen al-Quaida-Ableger mit dem Anschlag in Verbindung gebracht. Er erfolgte, während in Warschau auf Initiative der USA Vertreter von 60 Staaten zu einer Konferenz zusammenkamen, um über destabilisierenden Aktivitäten Iran in der Region zu beraten.

In der mehrheitlich sunnitischen Grenzregion im Südosten Irans sind mehrere Rebellengruppen aktiv, die immer wieder Anschläge auf die Sicherheitskräfte verüben. Die Gegend ist für den Opiumhandel berüchtigt.

Anfang Dezember waren in der südöstlichen Hafenstadt Tschabahar bei einem Anschlag auf die Polizei zwei Menschen getötet worden. Die Regierung machte damals "vom Ausland unterstützte Terroristen" verantwortlich. Teheran wirft Pakistan und Saudi-Arabien vor, die Dschihadisten in der Grenzregion zu unterstützen.

Der jüngste Anschlag ereignete sich zwei Tage nach dem 40. Jahrestag des Siegs der Islamischen Revolution 1979. Das Jubiläum war am Montag in Teheran und anderen Städten mit offiziellen Kundgebungen gefeiert worden.

apr/AFP/AP/Reuters

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